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Geschichte der Stadt Konstanz

Bibliografische Daten

fullscreen: Geschichte der Stadt Konstanz

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Universität Konstanz
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-94245
Autor:
Martens, Wilhelm
Titel:
Geschichte der Stadt Konstanz
Beteiligte Personen:
Martens, Wilhelm
Publikationsort:
Konstanz
Veröffentlichungsjahr:
1911
Verlag:
Gess
Größe der Vorlage:
XVI, 312 S.

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz435162101

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Sechster Abschnitt. Geschichtliche Entwicklung der Stadt Konstanz.

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
II. Konstanz als Freie Reichsstadt.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte der Stadt Konstanz
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Register
  • Erster Abschnitt. Ein Blick auf die vorgeschichtliche Zeit der Bodenseegegend.
  • Zweiter Abschnitt. Geschichtliche Vorzeit der Gegend um Konstanz.
  • Dritter Abschnitt. Geschichtliche Vorzeit von Konstanz.
  • Vierter Abschnitt. Räumliche Entwicklung und Baugeschichte der Stadt.
  • Fünfter Abschnitt. Das Bistum Konstanz.
  • Sechster Abschnitt. Geschichtliche Entwicklung der Stadt Konstanz.
  • I. Geschichte der Stadt Konstanz unter der bischöflichen Herrschaft.
  • II. Konstanz als Freie Reichsstadt.
  • III. Konstanz als Landstadt.

Volltext

eine Indenhetze. In Ravensburg, Lindan und Über 
lingen wurden die Inden alle verbrannt. 
Anders ging es in Konstanz. Hier wurden sämtliche 
Juden am 23. Dezember 1429 in Haft genommen. 
Da König Siegmnnd im Jahr 1425 die Konstanzer 
Juden ans zwölf Jahre dem Rat verpfändet hatte, so 
wandte sich dieser, der offenbar rohe Gewalttat ver 
abscheute, an den König, um nicht ohne Einverständnis 
mit ihm vorzugehen. Darauf überließ Siegmund durch 
einen Vertrag vom 19. Juli 1430 gegen eine Zahlung 
von 7000 Gulden die Juden dem Rat zu beliebigem 
Verfahren. Zum großen Ärger der Pöbelmassen machte 
der Rat von der hiermit erteilten Erlaubnis nicht den 
Gebrauch, den man wünschte; d. h. er ließ die Inden 
nicht verbrennen. Daher entstand in der Nacht des 
31. Juli der Aufruhr, dessen Verlauf und Folgen 
oben Seite 218 erzählt worden sind. Als hierauf 
Siegmund im Herbst 1430 selbst in die Bodensee 
gegend kram, straffe er alle Städte, die sich Juden 
verfolgungen hatten zuschulden kommen lassen, mit 
schweren Geldbußen und gebot, die Inden wieder in 
alle ihre Rechte einzusetzen. 
Fast noch unduldsamer gegen die Inden, als es die 
alte Zeit gewesen war, zeigte sich die Reformation, 
wenn sie auch nicht mit Foltern und Brennen gegen 
sie vorging. Im Jahr 1537 erließ der Stad trat ein 
Gebot, das die Juden für alle Zeilen ans der Stadt 
verbannte. Die Fernhaltnng der Juden von der 
Stadt bestand tatsächlich noch bis tief in das neun 
zehnte Jahrhundert. 
283
	        

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Martens, Wilhelm. Geschichte Der Stadt Konstanz. Gess, 1911.
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