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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliographic data

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat
Subtitle:
Vorarlberger Monatshefte
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Heimat-Verl.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Year of publication:
1931-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Section

Structure type:
Section
Title:
Heft 3

Article

Structure type:
Article
Author:
Peuckert, Will-Erich
Title:
Deutsche Stammeskunde
People involved:
Peuckert, Will-Erich

Contents

Table of contents

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Title page
  • Contents
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Title page
  • Contents
  • Gekreuzigter des 14. Jh. aus dem Silbertal
  • Die Hausmarken in Bludenz und Umgebung
  • Einiges zum Funkensonntag
  • Der Boden von Bregenz
  • Flurnamenforschung
  • Deutsche Stammeskunde
  • Der alte Bartl (Fortsetzung)
  • Bücherschau
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Full text

85 der 
über den Geschehnissen liegt, herab und nähme das Beste fort, was den 
Geschichten eignet: das Wunder und das Geheimnis. Die Ahnung all dessen, 
was 
hinter den Dingen ist. Denn dem kann man nur näher kommen, 
wenn 
man 
es scheu und voller Demut hinnimmt. Nicht nach ihm fragt. Es 
nur 
als 
ein 
Geschenk ansieht. . Als einen Schatz. 
Und 
Schatzbehalter sind diese Bücher vom Deutschen und von der deut- 
scheu 
Seele. Der alte Bartl. 
Erzählung 
von Adolf P i ch l e r. (Fortsetzung.) 
Deswegen 
ging 
es 
beim 
Niederer 
hoch her; zwei Böcke, ein Kalb und ein 
Schwein 
wurden 
geschlachtet, 
schon 
früh 
hörte man, als ob gedroschen würde, 
das 
Wurstbeil 
im 
Takte 
fallen, 
der 
Duft 
des 
Rosmarins und der Nelke, welche 
zu 
einerUnzahl 
Sträußchen 
verbunden 
auf 
dem 
Tische lagen, mischte sich mit dem 
des 
Knoblauchs; 
sogar 
der 
Expeditor 
hatte 
die 
Feder beiseite gelegt und schnitt 
mit 
dem 
Küchenmesser 
Geselchtes 
und 
Semmeln 
zu 
Knödeln in kleine Würfel. 
Der 
Postmeister 
ging 
mit 
Scharmützeln 
ab 
und 
zu, 
hustend und niesend, wenn 
ihm 
der 
gepulverte 
Pfeffer 
in 
die 
Nase 
stäubte. 
Zwischenhinein lungerte der 
Gerichtsdiener, 
welcher 
die 
Aufficht 
führen 
sollte, 
überall 
unwillig fortge- 
schoben, 
bis 
er 
sich 
endlich 
erbot 
mitzuhelfen 
und 
an 
die 
Seite 
des 
Oberknechtes 
beordert 
wurde, 
der 
Krüge 
und 
Fläfchlein 
in 
Reih 
und 
Glied 
stellte. 
Die Post- 
Meisterin 
verwies 
ihn 
übrigens 
tröstend 
auf 
ein 
Fäßchen, 
aus 
dem 
er 
den Durst 
stillen 
könne. 
Das 
hatte 
der 
Schulmeister 
gehört, 
der 
mit 
den 
Musikanten 
an- 
rückte; 
sogleich 
trug 
auch 
er 
seine 
Dienste 
an; 
ihm 
als 
guten 
Rechner 
wurde 
aufgetragen, 
Käse 
und 
Brot 
in 
Portionen 
vorzuschneiden. 
So 
hatte 
jeder 
die 
Hände 
voll 
zu 
tun, 
bis 
sie 
kamen, 
bis 
sie 
nahten, 
die 
Himmlischen 
alle? 
Schon 
von 
weitem 
verkündete 
lautes 
Jauchzen 
und 
Schnalzen 
einzelne 
Paare; 
in 
einer 
halben 
Stunde 
war 
der 
Saal 
gefüllt. 
So 
recht 
aus 
ganzem 
Herzen 
lustig 
sein! 
Unsere 
blasierten 
Städter 
brin- 
gen 
das 
gar 
nicht 
zusammen, 
wird 
doch 
lautes 
Gelächter, 
schallender 
Jubel 
Im 
unanständig 
gehalten! 
Wie 
ein 
Schwimmer 
vom 
Brett 
in 
die 
Wellen 
springt 
und 
die 
Brust 
badet, 
so 
stürzten 
sich 
die 
Söhne 
des 
Gebirges, 
welche 
nicht 
Zeit 
haben, 
jahraus, 
jahrein 
Gott 
täglich 
vierundzwanzig 
Stunden 
mit 
Nichtstun 
abzustehlen, 
in 
die 
brausenden 
Wogen 
der 
Lust, 
welche 
die 
scharfen 
Töne 
des 
Klarinetts 
und 
der 
Geige 
rhythmisch 
zu 
beherrschen 
suchten. 
Auch 
Bartl 
er- 
schien; 
erst 
guckte 
er 
einigen 
an 
der 
Tür 
über 
die 
Schulter, 
dann 
drängte 
er 
sich 
hinter 
den 
tanzenden 
Paaren 
in 
eine 
Ecke, 
wo 
ihm 
ein 
Kamerad 
ein 
Plätz- 
chen 
einräumte 
und 
die 
Kellnerin 
Bier 
und 
Wurst 
brachte. 
Mit 
lebhaftem 
Behagen 
schaute 
er 
zu; 
manchmal 
erhob 
er 
sich, 
wenn 
ihn 
Trinas 
lebhafte 
Augen 
nur 
zu 
beredt 
aufforderten; 
dann 
saß 
er 
wieder 
zögernd 
nieder. 
So 
mag 
einem einem
	        

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