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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliographic data

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat
Subtitle:
Vorarlberger Monatshefte
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Heimat-Verl.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Year of publication:
1931-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Section

Structure type:
Section
Title:
Heft 3

Article

Structure type:
Article
Author:
Helbok, Adolf
Title:
Einiges zum Funkensonntag
People involved:
Helbok, Adolf

Contents

Table of contents

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Title page
  • Contents
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Title page
  • Contents
  • Gekreuzigter des 14. Jh. aus dem Silbertal
  • Die Hausmarken in Bludenz und Umgebung
  • Einiges zum Funkensonntag
  • Der Boden von Bregenz
  • Flurnamenforschung
  • Deutsche Stammeskunde
  • Der alte Bartl (Fortsetzung)
  • Bücherschau
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Full text

74 Karte 2 zeigt uns die Ausbreitung verschiedener Teilformen des Fasten- feuers (Funkensonntag) in Vorarlberg. Wir sehen, daß der Feuerbrauch und die „Kuechle" überall verbreitet sind bis auf den Tannberg und eine Gegend 
im 
Rheintal. Hier fehlen die Funken. Die Leute am Tannberg sagen, der 
Holzmangel sei schuld. Außerdem sehen wir, wie die Gegend des vorderen 
Walgaues 
so ziemlich alles Teilbrauchtum hat, das noch besteht. Sie erscheint 
als 
Landschaft starken Festhaltens der Überlieferung. Diese konservative Eigen- 
schaft 
siel 
mir 
auch auf anderen Gebieten des Volkslebens diefer Landschaft 
gelegentlich 
auf. 
Einstweilen kann man über die Gründe nichts sagen, sie 
müs.sen 
erst 
erforscht 
werden. 
Freunde 
heimischer Forschung werden auch noch manches andere aus 
der 
Karte 
lesen. 
Doch 
sollen sie bedenken, daß man aus den Erscheinungen 
eines 
kleinen 
Raumes 
nicht 
gleich Schlüsse ziehen darf. Im größeren Raume 
betrachtet 
sieht 
dieselbe 
Erscheinung, die uns zu Schlüssen verführt hat, oft 
ganz 
anders 
aus. 
Wir 
sind 
ein 
Glied einer großen Gemeinschaft — in manchen 
Dingen 
geht 
sie 
ein 
gutes 
Stück 
über den Erdball. 
Damit 
wir 
einmal 
über 
den 
weiten deutschen Raum Bescheid wissen, 
haben 
weitsichtige 
Forscher 
den 
Atlas 
der 
deutschen Volkskunde ins Werk ge- 
setzt. 
Holland 
beginnt 
auch 
mit 
einem 
solchen Werke, mögen andere euro- 
päische 
Staaten 
folgen. 
Es 
gilt 
die 
Stickluft 
der kleinen Stube, die manch- 
mal 
auch 
in 
der 
Wissenschast 
herrscht, 
auszuwechseln. 
Der 
Boden 
von 
Bregenz. 
Von 
Josef 
B 
l 
u 
m 
r 
i 
ch, 
Bregenz. 
Der 
Untergrund 
der 
Stadt 
Bregenz 
ist 
zum 
größeren 
Teil 
ursprünglich, 
zum 
kleineren 
Teil 
jedoch 
in 
jüngerer 
Zeit 
durch 
künstliche 
Aufgeschüttung 
dem 
stachen 
Seeboden 
abgewonnen 
worden. 
Dies 
gilt 
vor 
allem 
vom 
Bahn- 
Hofgelände, 
den 
Seeanlagen 
und 
dem 
Sportplatze. 
Anschließend 
an 
diesen 
bestehen 
zur 
Zeit 
noch 
einige 
Schrebergärten 
und 
noch 
weiter 
westlich 
folgt 
der 
Mullablageplatz. 
Der 
Bahnhof 
wurde 
1871 
zuerst 
mit 
nur 
3 
Geleisen 
angelegt, 
dann 
später 
1885/86 
beim 
Bau 
der 
Arlbergbahn 
auf 
15 
Geleise 
er­ 
weitert. 
Das 
erforderliche 
Material 
für 
die 
Auffüllung 
wurde 
von 
der 
Mün- 
duug 
der 
Bregenzerache 
auf 
einem 
Nutzgeleise 
mit 
Eisenbahnwagen 
herbei- 
geschasst. 
Teile 
dieser 
Trasse 
sind 
im 
heutigen 
Strandwege 
stellenweise 
noch 
erhalten. 
Die 
alte 
Mullablagestätte 
am 
jetzigen 
Sportplatze 
war 
ehedem 
und 
noch 
in 
den 
Neunzigerjahren 
eine 
sehr 
ergiebige 
Fundstelle 
verschiedenartiger, 
fremdländischer 
Gewächse. 
Sie 
waren 
aus 
Samen 
hervorgegangen, 
die 
mit 
dem 
Kehricht 
nnd 
Küchenabsällen 
hieher 
gelangten. 
Doch 
ist 
im 
Ansschüt- 
tungsgebiet 
auch 
der 
Standort 
gar 
mancher 
einheimischer 
Pflanzen 
des 
Bo- 
denseenfers 
vernichtet 
worden, 
so 
vom 
Gnadenkraut 
(Gratiola 
officinalis), officinalis),
	        

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