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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliographic data

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat
Subtitle:
Vorarlberger Monatshefte
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Heimat-Verl.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Year of publication:
1931-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Section

Structure type:
Section
Title:
Heft 3

Article

Structure type:
Article
Author:
Leuprecht, Alfons
Title:
Die Hausmarken in Bludenz und Umgebung
People involved:
Leuprecht, Alfons

Contents

Table of contents

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Title page
  • Contents
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Title page
  • Contents
  • Gekreuzigter des 14. Jh. aus dem Silbertal
  • Die Hausmarken in Bludenz und Umgebung
  • Einiges zum Funkensonntag
  • Der Boden von Bregenz
  • Flurnamenforschung
  • Deutsche Stammeskunde
  • Der alte Bartl (Fortsetzung)
  • Bücherschau
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Full text

69 
allmählich ab. Daran haben namentlich drei Umstände gearbeitet: der Buch- 
st 
a 
b 
e, 
das Wappen, die Z a h l. 
Vorläufig blieb die Marke noch bestehen, aber die Anfangsbuchstaben des 
Namens 
wurden darüber, daneben oder darunter gesetzt. Dann wurden die 
Buchstaben 
mit 
der Marke verbunden und zuletzt trat der Buchstabe hervor, 
sei 
es 
als 
alleiniger 
oder doch als hauptsächlicher Bestandteil. Seit die Leute 
schreiben 
gelernt, 
sind 
die Zeichen den Buchstaben gewichen. An Orten, wo 
überhaupt 
die 
alten 
Bräuche schwanden, wo die Personen kein Grundeigentum 
hatten, 
wo 
sie 
andere 
Gewerbe mit dem Ackerbau verbanden und wo sie neue 
Häuser 
gründeten, 
traten 
die 
Buchstaben statt der Zeichen ein. 
Der 
Buchstabe 
fand 
dann 
einen mächtigen Bundesgenossen am W a p- 
Pen. 
Dessen 
vornehmer 
Glanz 
setzte die bescheidene Hausmarke in den Schat- 
ten, 
und 
auch 
in 
ihren 
wichtigen 
Eigenschaften als Willens- und Eigentums- 
zeichen 
wurde 
sie 
vom 
Wappen 
abgelöst. 
Die 
Ziffern 
trugen 
ebenfalls 
zur 
Verdrängung der alten Marke bei, 
besonders 
um 
die 
Mitte 
des 
18. 
Jahrhunderts, als die Obrigkeit die ihr be- 
quemere 
Numerierung 
der 
Häuser 
und 
Gehöfte 
und zwar mit arabifchen Zif- 
fern 
anordnete. 
Auch 
die 
römischen 
Ziffern 
kamen 
in neuerer Zeit in Auf- 
nähme, 
namentlich 
die 
H 
o 
l 
z 
m 
ä 
l 
e 
r 
und 
T 
i 
e 
r 
z 
e 
i 
ch e n. 
Das 
Schwinden 
der 
Hausmarken 
bemerken 
wir 
zuerst in der Stadt und 
dann 
allmählich 
auch 
in 
ihrer 
näheren 
Umgebung, 
so 
in 
Runggelin, Bings, 
Stallehr, 
Bürs 
und 
Nüziders, 
wo 
sich 
heute 
niemand 
mehr 
an sie erinnert. 
Einiges 
zum 
Funkentonntag, 
Von 
A. 
H 
e 
l 
b 
o 
k. 
Wir 
zeigen 
heute 
unseren 
Lesern 
zwei 
Karten, 
die 
erste 
Versuche 
darstellen, 
nach 
Ausmaß 
unserer 
heutigen 
Kenntnisse 
die 
Verbreitung 
der 
Fastenfeusr 
darzustellen. 
Der 
Atlas 
der 
deutschen 
Volkskunde, 
das 
erste 
große 
Gemein- 
schaftsuuternehmen 
der 
Geisteswissenschaften, 
wird 
uns 
einmal 
Genaueres 
zu 
tiefer 
Frage 
mitteilen, 
und 
dann 
können 
wohl 
auch 
zu 
den 
aufgeworfenen 
Fragen 
endgiltige 
Antworten 
gegeben 
werden. 
Karte 
1 
zeigt 
uns 
die 
heute 
bekannte 
Ausbreitung 
in 
Deutschland. 
Da 
das 
römische 
Reich 
seine 
Grenzen 
am 
Rhein 
und 
an 
der 
Donau 
und 
zwischen 
beiden 
am 
Limes 
hatte, 
und 
der 
Brauch 
nirgends 
darüber 
hinausgeht, 
hat 
man 
gefolgert, 
die 
Fastenfeuer 
stammten 
aus 
dem 
spätrömischen 
Reich. 
In 
der 
Tat 
ist 
dort 
an 
unserer 
Westgrenze, 
wo 
der 
Brauch 
genau 
untersucht 
ist, 
der 
unmittelbare 
Zusammenhang 
mit 
dem 
entsprechenden 
französischen 
Brauch 
festzustellen. 
Der 
Brauch 
lebt 
übrigens, 
soviel 
wir 
einstweilen 
wissen, 
nur 
innerhalb 
der 
Grenzen 
des 
alten 
römischen 
Reiches, 
oft 
nur, 
wie 
in 
Bayern 
und 
Teilen 
Österreichs, 
in 
Gestalt 
des 
Johannisfeuers, 
weil 
die 
Kirche 
den 
Feuertermin 
dort, 
'tote 
man 
weiß, 
verlegt 
hat. hat.
	        

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