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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliografische Daten

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat
Untertitel:
Vorarlberger Monatshefte
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
Heimat-Verl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Veröffentlichungsjahr:
1931-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Heft 2

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Blumrich, Josef
Titel:
Vorarlbergs Anteil am Bodenseeufer
Beteiligte Personen:
Blumrich, Josef

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • St. Martin aus Wolfurt. 15. Jahrhundert
  • Der ehemalige Tabakbau in Frastanz
  • Vorarlbergs Anteil am Bodenseeufer
  • Adrian von Friz
  • Mensch und Volk (Schluß)
  • Gefährdung der deutschen Kulturlandschaft
  • Der alte Bartl
  • Der grüne Esel
  • Bücherschau
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Volltext

44 •matter bei den Seeanlagen fand ich innerhalb der sommerlichen Überflntnngs- Zone zwei bemerkenswertere seltene Laubmoose, Fissidens Mildeanus und rufulus. Wenn wir den Vorarlberger Anteil des Bodenseeufers überblicken, so 
läßt 
sich sagen, daß bei seiner Vielgestaltigkeit etwa nur zwei Drittel seiner 
Ausdehnung den ursprünglichen Zustand bewahrt haben, das übrige ist durch 
Mauern 
und Hafenanlagen verbaut. Die landschaftlich schönsten Teile sind 
das 
Rheinholz 
auf dem Rheinspitz und der Strandweg bei Mehrerau mit 
seinem 
Baumbestand auf dem Strandwall. Durch Anpflanzung von Bäumen, 
namentlich 
Schwarz- 
und Spitzpappeln, kann das Bild der Uferzone in Hard 
sehr 
wesentlich 
verbessert und gehoben werden. Als Vogelschutzgebiet emp- 
stehlt 
sich 
das 
Rheinholz 
und seine Umgebung, und die Riede um die beiden 
Lochseen 
würden 
es 
verdienen, zuw Naturschutzgebiet erklärt zu werden. 
Adrian 
von Friz. 
L. 
v. 
Frizberg (Graz). 
Adrian 
Friz 
wurde 
als 
ältester 
Sohn 
des 
Maximilian Friz, Landammanns 
der 
Grafschaft 
Sonnenberg, 
1678 
in 
Klösterle 
geboren. Seine Mutter Eli- 
sabeth, 
geborene 
Hartmann, 
starb 
12 
Jahre 
hernach 
bei der Geburt ihres achten 
Kindes. 
Das 
pfarrämtliche 
Totenbuch 
meldet 
hierüber: „Aufgeschnitten nach 
ihrem 
Ableben, 
das 
Kind 
von 
ihr 
genommen 
und 
auf 
eine Wallfahrt geschickt 
über 
ihr 
eigenes 
Begehren, 
weil 
sie 
hat 
an 
dem 
Kinde 
müssen bleiben." Da 
nun 
dieses 
Kind 
im 
Taufbuche 
Klösterles 
nicht 
ausgewiesen 
ist, dürfte es mit 
der 
erwähnten 
Wallfahrt 
folgende 
Bewandtnis 
haben: 
Wünschten 
im Wallgau 
die 
Eltern 
eines 
leblos 
zur 
Welt 
gebrachten 
Kindes, 
daß 
dieses 
am 
Kirchhofe 
bestattet 
werde, 
so 
ließen 
sie 
es 
nach 
Schruus 
tragen 
und 
dort 
am 
Josefsaltar 
abreiben, 
bis 
die 
beigestellten 
Zeugen 
glaubten, 
eine 
Rötung 
von 
Hautstellen, 
emen 
Atemshauch 
oder 
sonst 
ein 
Lebenszeichen 
wahrnehmen 
und 
beeiden 
zu 
können. 
In 
diesem 
Falle 
wurde 
dann 
das 
Kind 
bedingungsweise 
getauft 
und 
in 
geweihter 
Erde 
begraben; 
auch 
in 
Tirol 
hatte 
ein 
solcher 
Brauch 
be- 
standen, 
war 
aber 
in 
der 
Mitte 
des 
17. 
Jahrhunderts 
durch 
die 
Kirchenbe- 
Hörden 
abgestellt 
worden. 
Adrian 
Friz 
war 
von 
Jugend 
auf 
bemüht, 
in 
„die 
löblichen 
Fußstapfen 
seiner 
Vorfahren 
zu 
treten". 
Nach 
beendetem 
Studium 
wurde 
er 
durch 
Kaiser 
Josef 
I. 
im 
Jahre 
1701 
zum 
Schreiber 
des 
Hof-Controllor-Amtes 
ernannt; 
als 
solcher 
nahm 
er 
an 
der 
ersten 
Belagerung 
der 
Festung 
Landau 
teil. 
Nachdem 
des 
Kaisers 
Bruder 
im 
Jahre 
1703 
in 
Wien 
als 
Karl 
III. 
zum 
König 
von 
Spanien 
ausgerufen 
worden 
war, 
erhielt 
Adrian 
Friz 
bei 
diesem 
die 
Stelle 
eines 
Hof-Controllor- 
amts-Gegenschreibers 
und 
betätigte 
sich 
dann, 
oftmals 
in 
Lebensgefahr, 
bei 
.allen 
Begebenheiten 
des 
spanischen 
Erbfolgekrieges, 
zu 
Wasser 
und 
zu 
Lande, Lande,
	        

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