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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliographic data

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat
Subtitle:
Vorarlberger Monatshefte
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Heimat-Verl.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Year of publication:
1931-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Section

Structure type:
Section
Title:
Heft 12

Article

Structure type:
Article
Author:
Stroh, Paul
Title:
Wege der Kunstbetrachtung. Weihnachtsbilder von Albrecht Dürer
People involved:
Stroh, Paul

Contents

Table of contents

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Title page
  • Contents
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Title page
  • Contents
  • Kupferstich A. Dürers von 1504
  • Das Fest des heiligen Christ
  • Wege der Kunstbetrachtung. Weihnachtsbilder von Albrecht Dürer
  • Neue Kunst in Vorarlberg (1. Baukunst)
  • Albert Bechtold (Schluß)
  • Ein halbes Jahrhundert wissenschaftlicher Schriftstellerei (Schluß)
  • Kartographische Heimatkunde
  • Krischtkindles Ox und Esol
  • Bücherschau

Full text

304 sind die Gestalten natürlich nicht bloß Staffage, sondern haben das erste Wort. Maria und Josef knien, sie sind diagonal einander gegenübergestellt. Zwischen 
sich 
haben sie das Kind, umgeben von einem Häuflein von Engelchen. Dieses 
freundliche Gewimmel vorn verklingt nach den Ecken zu in den Reihen der 
kleinen 
Stifterfiguren, die lange Zeit übermalt waren. Durch sie wirkt wieder 
der 
„alte 
Bewegungsrhythmus, das Kleinteilig-Prickelnde der ursprünglichen 
Flächenbesetzung". 
Die 
Gruppe 
ist zu beiden Seiten von dem Gemäuer einer Schloßruine 
umrahmt; 
in 
der 
Mitte ist ein Durchblick auf offene Landschaft, aus der zwei 
Hirten 
gerade 
zur 
Burg 
hinansteigen. Neben dem fremdartigen Ruinengewirr 
steht 
im 
Hintergrund 
ein 
genau gesehenes deutsches Bauernhaus. Das erinnert 
uns 
daran, 
wie 
Dürer 
zwar 
die ganze mikroskopische Wnnderwelt des Daseins 
der 
mühevoll 
fürsorglichen 
Kleinarbeit des Stichels vorbehalten hat, aber auch 
auf 
dem 
Gemälde 
vielerlei 
linienhafte und malerische Bewegung angebracht hat. 
Durch 
Linien 
sprechen 
die 
zerknitterten, zusammengeschobenen, faltenreichen 
Gewänder 
der 
Hauptpersonen, 
das 
Geschlängel des Kopftuches und das Ge- 
kringel 
der 
Haare, 
mehr 
malerisch 
durch 
die Töne der Lichter und Schatten, 
der 
Formenreichtum 
der 
Ruinen. 
Wenn 
auch der Raum des Kupferstiches 
geschlossener 
und 
anheimelnder 
wirkt, 
so 
kommt 
doch das Ganze mit seinen 
zahlreichen 
Motiven 
und 
im 
Verein 
mit 
der 
Holdseligkeit der Jungfrau der 
reizvollen, 
anmutigen 
Lebendigkeit 
des 
Stiches 
nahe. 
Es ist derselbe Idylliker, 
der 
uns 
die 
trauliche 
Weihnachtsstimmung 
in 
der 
gleichen liebenswürdigen 
Weise 
erzählt, 
nur 
läßt 
er 
noch 
die 
Farbe 
sprechen, 
die 
man 
aber nur vor dem 
Original 
in 
München 
genießen 
kann. 
Wenn 
es 
möglich 
ist, 
sollte 
man 
bei 
einem 
Besuche 
in 
München trachten, 
im 
graphischen 
Kabinett 
einen 
Originalabdruck 
des 
Kupferstiches 
anzusehen. 
Die 
Freude 
am 
Kunstwerk 
würde 
noch 
um 
vieles 
gesteigert 
werden. 
jleue 
-kuntt 
tu 
Vorarlberg 
(1. 
Baukunst) 
Von 
Propst 
Dr. 
Josef 
W 
eingartner 
Obwohl 
Vorarlberg 
irrt 
17. 
und 
18. 
Jahrhundert 
eine 
ganze 
Reihe 
be­ 
deutender 
Künstler 
hervorbrachte, 
ist 
das 
Land 
selber 
nicht 
nur 
an 
mittelalter­ 
lichen, 
sondern 
auch 
an 
barocken 
Kunstdenkmälern 
ärmer 
als 
manches 
andere 
österreichische 
Bundesland, 
und 
auch 
die 
Kunst 
des 
19. 
Jahrhunderts 
ist 
vor 
dem 
Arlberg, 
ganz 
wenige 
Ausnahmen 
abgerechnet, 
nicht 
eben 
glänzend 
ver­ 
treten. 
Es 
hat 
sich 
auf 
Grund 
dieser 
Tatsachen, 
die 
auch 
in 
Literatur 
und 
Musik 
ihre 
Parallelen 
haben, 
ziemlich 
allgemein 
die 
Ansicht 
gebildet, 
daß 
die 
eigent­ 
liche 
Leistungsfähigkeit 
des 
Vorarlbergers 
eben 
nicht 
auf 
künstlerischen, 
sondern 
auf 
ganz 
anderen 
Gebieten 
zu 
suchen 
sei, 
und 
man 
wird 
dieser 
Meinung 
eine eine
	        

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