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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliographic data

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat
Subtitle:
Vorarlberger Monatshefte
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Heimat-Verl.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Year of publication:
1931-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Section

Structure type:
Section
Title:
Heft 8

Section

Structure type:
Section
Title:
Bücherschau

Contents

Table of contents

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Title page
  • Contents
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Title page
  • Contents
  • Die Männertracht im Bregenzerwald
  • Jahresbericht des Vorarlberger Landesmuseumsvereins vom November 1928 bis November 1930
  • Bücherschau
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Full text

240 und selbständige deutsche Volksprovinz zu erkennen ist. Mit der Erfassung dieser volkstümlichen Grund- 
lagen österreichischen Wesens werden aber vielleicht die tiefsten Wurzeln der allgemeinen und höheren 
österreichischen Geisteskultur bloßgelegt. Aus den tiefsten und tieferen Schichten der UrProduzenten, 
der 
Bauern, der Arbeiter und Handwerker stammen die Kräfte und Begabungen, die im Aufstieg zu 
höherer 
Betätigung und Umwelt die geistige Hochblüte und den kulturellen Fortschritt eines Volkes 
erzeugen." 
Zuvörderst steuert als Auftakt zu diesem Teile der Anthropologe Gustav K r a i t s ch e k eine An- 
thropologie 
der 
österreichischen Bevölkerung bei, für die bei dem gegenwärtig so lebhaften Interesse 
für 
Rassenfragen 
dem hervorragenden Fachmann gewiß viele Leser Dank wissen werden. Sodann 
gibt 
der 
Herausgeber in einem allgemein gehaltenen Abschnitte eine Übersicht über die gemeinsamen 
Wesenszüge 
der 
österreichischen Volkskultur, indem er die am deutlichsten erhalten gebliebenen Erschei- 
nnngen 
unseres 
heimischen Volkslebens und dessen eigenartige Ausprägung bespricht. Die Bearbei- 
tung 
der 
Volkskunde 
der 
einzelnen Bundesländer wurde durchaus den ersten Fachleuten anvertraut: 
Artur 
Haberlandt 
(Niederösterreich und Burgenland), Viktor G e r a m b (Steiermark), Adalbert 
Depinny 
(Oberösterreich), 
Karl Andrian (Salzburg), Oswin Moro (Kärnten), Hermann 
Wopfner 
(Tirol) 
und 
Adolf 
H 
e 
l b o k (Vorarlberg). — Auf den reichen Gehalt der Einzeldarstel- 
lungen, 
die 
sowohl 
einen 
Einblick 
in 
eine erstaunliche Fülle und Vielgestaltigkeit des Volkslebens ge- 
währen 
als 
auch 
eine 
große 
Zahl 
hieraus 
sich ergebender wissenschaftlicher Probleme zutage treten lassen, 
kann 
hier 
nicht 
näher 
eingegangen 
werden. Ihr Studium gewährt vollen Genuß und man kann nur 
sagen: 
„Tolle, 
lege! 
Nimm 
und 
lies!" 
Daß 
die Volkskunde nunmehr in manchen ihrer Einzelgebiete 
die 
bloß 
beschreibende, 
vorwissenschaftliche 
$om überwunden hat, zeigen die meisten Beiträge, am 
deutlichsten 
wohl 
die 
tiefschürfende, 
große 
Zusammenhänge herstellende Arbeit A. Helboks. 
Im 
vierten 
Teile 
des 
Werkes 
zieht 
am 
Leser 
ein 
Bild von Österreichs materieller und 
g 
e 
i 
st 
i 
g 
e 
r 
Kultur 
vorbei: 
der 
Industrie 
und 
Volkswirtschaft, der technischen Arbeiten, des Kunst- 
Handwerkes, 
der 
Kunstgeschichte, 
der 
zeitgenössischen 
Kunst, der Literatur, der Musik, der Wissenschaft, 
des 
Unterrichts- 
und 
Bildungswesens 
und 
der 
Leibesübungen. Diese Abschnitte bekunden die Wirt- 
schastliche 
Tüchtigkeit 
und 
Leistungsfähigkeit, 
die 
reiche 
künstlerische Begabung und den allen wert- 
vollen 
modernen 
Strömungen 
aufgeschlossenen 
Sinn 
des 
österreichischen Deutschen. 
Hohe 
Anerkennung 
verdient 
die 
äußere 
Ausstattung 
des 
Werkes. Es weist eine Bebilderung auf, 
die 
in 
reicher 
und 
sorgfältiger 
Auswahl 
den 
Text 
begleitet 
und 
so 
dazu 
beiträgt, alle Teile anschaulicher 
zu 
machen 
und 
dem 
Verständnis 
des 
Lesers 
näher 
zu 
bringen. 
Außer 
Textillustrationen in großer Zahl 
und 
in 
durchaus 
trefflich 
gelungener 
Ausführung 
find 
8 
prachtvolle 
farbige Tafeln und 17 Vollbilder 
beigegeben. 
So 
stellt 
sich 
das 
in 
schöner 
Alt-Schwabacher-Type 
gedruckte 
Buch in einem prächtigen 
Gewände 
dar 
und 
befriedigt 
so 
auch 
buchkünstlerisch 
hohe 
Ansprüche. 
Wir 
haben 
ein 
erfreuliches, 
ja 
ein 
liebenswertes 
Buch 
vor 
uns, 
und 
da 
der 
Herzschlag warmer Liebe 
zu 
Heimat 
und 
Volk 
durchwegs 
deutlich 
vernehmbar 
ist, 
wird 
es 
nicht 
zuletzt 
um 
dieser Heimattreuen 
Gesinnung 
willen 
viele 
Leser 
und 
Freunde 
finden. 
Aber 
bei 
aller 
berechtigten 
Betonung der Eigen- 
art 
und 
Selbständigkeit 
des 
österreichischen 
Volksstammes, 
seiner 
geschichtlichen 
Verdienste und seiner 
Leistungen 
bestehen 
dennoch 
die 
Worte 
zu 
Recht, 
mit 
denen 
Ed. 
Castle 
seinen 
Beitrag 
über 
Österreichs 
Literatur 
schließt: 
„Wir 
können 
nichts 
anderes 
sein, 
als 
was 
wir 
jederzeit 
waren: 
des 
deutschen Volkes 
Vorposten 
im 
Südost". 
Dr. 
Anton 
Schneider. 
Der 
Vogelhändler 
von 
Jmst. 
Volksroman 
in 
vier 
Bänden 
von 
E. 
Spindler. 
Verlag 
I. 
Grissemann, 
Buchhandlung 
Jmst. 
„— 
Ein 
begrüßenswertes 
Verdienst 
des 
Verlags 
der 
diesen 
alten 
Volksroman 
in 
neuer 
Auflage 
erscheinen 
läßt. 
Für 
Freunde 
alter 
Volksart 
insbesondere 
tirolischer, 
ein 
interessantes 
Bild 
vergangener 
Zeiten. 
Der 
Garten 
Vorarlbergs. 
Kurzer 
Führer 
durch 
das 
Vorarlberger 
Borderland. 
Preis 
S 
1.20. 
1930, 
Herausgeber 
und 
Verleger: 
Verschönernngs- 
und 
Verkehrsverein 
„Vorderland", 
derzeit 
in 
Sulz. 
— 
In 
gedrängter 
Form 
unterstützt 
durch 
ausgezeichnete 
Bilder 
zeigt 
das 
kleine 
Büchlein 
die 
Schönheiten 
des 
Vorarlberger 
Vorderlandes 
auf. 
Wohl 
jeden 
der 
es 
wieder 
aus 
der 
Hand 
legt, 
packt 
die 
Sehnsucht, 
mit 
eigenen 
Augen 
die 
Herrlichkeiten 
dieser 
gesegneten 
Gegend 
zu 
schauen. 
Lebensbild 
des 
heiligmäßigen 
?.Rem 
S. 
J„ 
von 
Johann 
Feuerstein. 
78 
Seiten. 
Geheftet 
S 
3.60 
I. 
N. 
Teutsch, 
Verlagsbuchhandlung 
Bregenz. 
Kinder 
der 
Sehnsucht. 
Eelide 
Sesselmann. 
EM. 
1.50, 
Verlag 
Parcus 
u. 
Co., 
München. 
— 
Schlicht 
und 
einfach 
in 
der 
Sprache 
läßt 
Celide 
Sesselmann 
ihre 
„Kinder 
der 
Sehnsucht" 
vor 
uns 
erstehen. 
Das 
Kolvrit 
dieser 
Novellen 
ist 
mit 
festen, 
sicheren 
Pinselstrichen 
geführt. 
Die 
Frau 
von 
Gottes 
Gnaden. 
Celide 
Sesselmann. 
4.50 
RM, 
Verlag 
Parcus 
u. 
Co., 
München. 
— 
Eine 
alte 
Grabschrift 
in 
der 
Stiftskirche 
in 
Lindau 
gibt 
Celide 
Sesselmann 
das 
Motiv 
zu 
ihrem 
neuen 
Roman. 
In 
ihrem 
eigenartig 
kapriziösen 
Stil 
läßt 
sie 
das 
Leben, 
Lieben 
und 
Leiden 
der 
jungen 
schönen 
Lindauer 
Stiftsäbtissin 
Anna 
Margaretha 
von 
Gemmingen 
an 
uns 
vorüberziehen. 
Von 
der 
ersten 
bis 
zur 
letzten 
Seite 
folgt 
man 
mit 
Spannung 
den 
Schicksalen, 
die 
die 
Künstlerin 
ihre 
Heldin 
erleben 
läßt. 
Herausgeber: 
Vorarlberger 
Landesmuseum. 
— 
Schriftleiter: 
Dr. 
Adolf 
Helbok, 
Univerfitäts-Professor, 
Innsbruck. 
— 
Verlag: 
„Heimatverlag". 
— 
Druck: 
Kindersreund-Anstalt, 
beide 
Innsbruck, 
Jnnrain 
27/29 27/29
	        

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