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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliographic data

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat
Subtitle:
Vorarlberger Monatshefte
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Heimat-Verl.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Year of publication:
1931-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Section

Structure type:
Section
Title:
Heft 8

Section

Structure type:
Section
Title:
Bücherschau

Contents

Table of contents

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Title page
  • Contents
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Heft 8
  • Title page
  • Contents
  • Die Männertracht im Bregenzerwald
  • Jahresbericht des Vorarlberger Landesmuseumsvereins vom November 1928 bis November 1930
  • Bücherschau
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Full text

239 Bücherschau 
Oesterreich, 
sein Land und Volk und seine Kultur. Herausgegeben von Michael Haberlandt. 
2. 
vermehrte 
und 
verbesserte Auflage. Verlag für Volks- und Heimatkunde in Wien und Weimar. 1929. 
515 
S. 
— 
Man 
hat 
wiederholt versucht, das Wesen des österreichischen Menschen zu ergründen, ihn 
in 
seiner 
seelischen 
Besonderheit und in seiner geschichtlichen und landschaftlichen Bedingtheit zu cha- 
rakterisieren. 
Einen 
scharfsinnigen Versuch dieser Art verdanken wir Anton Schömbach, dem alten 
Freunde 
unseres 
Landes, 
der in seinen gesammelten Aufsätzen und in seinem Beitrag zur Geschichte 
der 
Stadt 
Wien 
die 
seelischen 
Grundlagen, die Licht- wie die Schattenseiten im Wesen des Österreichers 
nachwies. 
Einen 
ähnlichen, 
aber 
stark angefochtenen Versuch machte Hermann Bahr, der in den zeit- 
genössischen 
österreichischen 
Schriftstellern das Besondere ihrer Stammesart aufzuzeigen suchte, und 
in 
der 
Gegenwart 
(1929) 
ist 
der 
bedeutende österreichische Dichter Anton Wild gans, der jetzige 
Direktor 
des 
Wiener 
Burgtheaters, 
in 
einer in Stockholm gehaltenen, viel beachteten Rede als Künder 
österreichischen 
Wesens 
aufgetreten. 
Dem 
Bewußtsein 
von 
der 
Eigenart 
der seelischen Struktur des Österreichers, die Überzeugung 
von 
dem 
hohen 
Werte 
der 
alten 
Kultur 
dieses 
Landes sowie der wirtschaftlichen Leistungen und der 
kulturellen 
Sendung 
der 
Bevölkerung, 
dem 
freudigen Stolze auf die einzigartige Schönheit unserer 
Alpenlandschaft 
und 
nicht 
zuletzt 
der 
Absicht, 
auf 
eine weit gezogene Öffentlichkeit, aus die Heimat und 
noch 
mehr 
auf 
die 
Fremde, 
über 
das 
neue 
Osterreich 
in Wort und Bild aufklärend zu wirken, verdankt 
das 
stattliche 
Werk 
„Osterreich, 
sein 
Land 
und Volk und seine Kultur" seine 
Entstehung. 
Der 
Herausgeber 
Michael 
Haberlandt 
hat es verstanden, für seine Aufgabe die her- 
vorragendsten 
Fachleute 
zu 
gewinnen, 
denen 
er 
die 
einzelnen 
Teilgebiete zur Bearbeitung und Dar- 
stellung 
überwies. 
Alles, 
was 
heute 
als 
gesicherter 
Erwerb 
der 
Wissenschaft über Osterreich gelten kann, 
wird 
in 
klarer 
Übersichtlichkeit 
in 
leicht 
verständlicher, 
durchaus 
ansprechender und fesselnder Form mit- 
geteilt. 
Das 
Werk 
„enthüllt 
den 
ganzen 
inneren, 
von 
der 
Natur 
geschaffenen, wie durch die Kultur 
seiner 
Bevölkerung 
gesteigerten 
Wert 
Österreichs 
in 
seiner 
fesselnden 
Eigenart nach allen Seiten, und 
was 
bisher 
und 
gewöhnlich 
viel 
zu 
wenig 
gekannt 
und 
gewertet 
ist, 
der 
äußere und geistige Charakter 
dieses 
Landes 
und 
seines 
Volkes, 
dieses 
unvergleichliche 
Natur- 
und 
Kulturkapital, treten von vielen 
zuständigen 
Kennern 
sorgsam 
gesammelt 
und 
mit 
Liebe 
erschaut 
eigentlich 
zum 
erstenmal in den vollen 
Lichtkreis 
der 
großen 
Öffentlichkeit". 
Es 
will 
in 
voller 
Ausführlichkeit 
sagen, 
„was Osterreich eigent- 
lich 
in 
der 
Welt 
bedeutet, 
—• 
nicht 
nur 
kraft 
seiner 
großen 
politischen 
Vergangenheit, sondern auch, 
bei 
aller 
seiner 
jetzigen 
Minderung 
im 
Umfang 
und 
Weltgeltung, 
dank 
seinem 
ihm 
verbliebenen, un- 
verlierbaren 
Eigenbesitz 
äußerer 
wie 
innerer 
Art 
und 
seiner 
dauernden 
Kulturmission". Daß diese 
programmatischen 
Worte 
des 
Herausgebers 
durchgeführt 
wurden 
und 
daß 
das 
Werk 
einem 
Bedürfnis 
abhalf, 
beweist 
sein 
großer 
Erfolg: 
Vor 
vier 
Jahren 
ging 
es 
erstmals 
hinaus 
und 
seit 
Januar 
1929 liegt 
es 
in 
zweiter 
Auflage 
vor. 
Von 
den 
vier 
Teilen, 
in 
die 
sich 
das 
Ganze 
gliedert, 
schildert 
der 
erste 
die 
Länder 
Österreichs 
und 
ihre 
Naturaus 
st 
attung. 
Einem 
allgemein 
gehaltenen 
geographischen 
Überblick 
schließt 
sich 
die 
Darstellung 
der 
Tierwelt, 
des 
Pflanzenlebens, 
der 
Mineralien 
und 
des 
Wetters 
an 
und 
dann 
findet 
die 
Geographie 
der 
einzelnen 
Bundesländer 
ihre 
Behandlung. 
Mit 
Wärme 
und 
bei 
der 
Schil- 
derung 
landschaftlicher 
Schönheiten 
in 
farbiger, 
eindrucksvoller 
Darstellung, 
aber 
frei 
von 
Lyrismen 
und 
nichtssagender 
Schaumschlägerei 
wird 
ein 
anschauliches 
Bild 
der 
topographischen 
Beschaffenheit, 
der 
kulturellen 
Leistungen 
und 
der 
Wirtschaft 
der 
einzelnen 
Bundesländer 
gezeichnet. 
Etwas 
überraschend 
kommt 
in 
der 
Darstellung 
der 
Topographie 
Tirols 
(S. 
128) 
die 
Angabe, 
daß 
die 
alemannisch-bairische 
Mundartgrenze 
bei 
Jmst 
am 
Gurglbach 
verlaufe, 
während 
es 
doch 
durch 
die 
Untersuchungen 
von 
Prof. 
Josef 
Schatz 
längst 
festgestellt 
ist, 
daß 
die 
tirolisch-vorarlbergische 
Landes- 
grenze 
auch 
die 
alemannisch-bairische 
Mundartgrenze 
bildet, 
daß 
also 
hier 
auffallenderweise 
die 
Landes- 
und 
die 
Mundartgrenze 
zusammenfallen. 
Der 
zweite 
Teil, 
Geschichte, 
Statistik 
und 
Staatlichkeit 
betitelt, 
enthält 
eine 
sehr 
interessante 
Urgeschichte 
und 
eine 
Siedlungsgeschichte, 
ferner 
eine 
Bevölkerungsstatistik, 
die 
dem 
Nachschlagenden 
über 
alles 
Einschlägige 
Auskunft 
gibt, 
und 
eine 
Skizze 
der 
Verfassung 
und 
Verwaltung 
Österreichs. 
Das 
Kernstück 
des 
ganzen 
Werkes 
aber 
bildet 
die 
Darstellung 
der 
Volkskunde. 
Der 
Reichtum, 
die 
Eigenart 
und 
die 
Bedeutung 
der 
volkskundlichen 
Erscheinungen 
in 
den 
Alpen 
sowie 
wohl 
auch 
die 
fachliche 
Einstellung 
des 
Herausgebers 
— 
er 
ist 
zünftiger 
Volkskundler 
— 
erklären 
den 
weitgespannten 
Rahmen 
der 
Darstellung 
dieses 
Gebietes. 
Der 
Herausgeber 
betont 
selbst, 
daß 
„mit 
besonderem 
Nach- 
druck 
und 
mit 
verdienter 
Liebe 
im 
vorliegenden 
Werke 
die 
volkskundliche 
Erfassung 
der 
österreichischen 
Bevölkerung 
erstrebt 
worden 
sei". 
Und 
er 
begründet 
dies 
mit 
den 
Worten: 
„Zum 
Glück 
ist 
der 
Sinn 
für 
das 
ererbte 
Volkstum, 
für 
alte 
Sitte 
und 
Brauch 
in 
der 
österreichischen 
Bevölkerung 
aller 
Bundes- 
länder 
gegenwärtig 
viel 
wirksamer 
und 
lebendiger 
geworden, 
und 
es 
zeigt 
sich, 
daß 
der 
gesunde 
Kern 
dieses 
Volkswesens 
sich 
in 
Berg 
und 
Tal, 
in 
tausend 
verborgenen 
Schlupfwinkeln 
am 
frischen 
Leben 
und 
triebkräftig 
entwickelt 
hat. 
So 
konnte 
in 
unserem 
Werke 
von 
den 
berufensten 
Fachmännern 
aus 
jedem 
der 
Bundesländer 
ein 
volkskundlich 
treues 
und 
genaues 
Bild 
von 
der 
volkskundlichen 
Eigenart 
ihrer 
Bevölkerung 
geliefert 
werden, 
aus 
welchem 
das 
gesamte 
Osterreich 
als 
durchaus 
eigengeprägte eigengeprägte
	        

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