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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Bibliografische Daten

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat
Untertitel:
Vorarlberger Monatshefte
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
Heimat-Verl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
Veröffentlichungsjahr:
1931-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1931

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Heft 6 und 7

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Helbok, Adolf
Titel:
Zur Geschichte des „Agrarkommunismus" unserer alten Bauerndörfer
Beteiligte Personen:
Helbok, Adolf

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1931
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6 und 7
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kloster Viktorsberg
  • Waldschlößle
  • Dr. Albert Ritter
  • St. Arbogast
  • Nibelungenjahr
  • Altmontfort
  • Der Geist der Gotik im künstlerischen Schaffen des Vorderlandes
  • Zwei Vorderländer Maler
  • Jakob Jon
  • Franz Fidelis Jubele - ein Vorarlberger Abenteurer
  • Zur Geschichte des „Agrarkommunismus" unserer alten Bauerndörfer
  • Die Handwerkszunft in Götzis
  • Über die Entwicklung der Stickerei-Jndustrie in Götzis und im Vorderlande
  • Rückkehr
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12

Volltext

195 Schließlich ist aber auch von der Seite der Nachrichten der römischen Schrift- 
steller 
in 
die These vom Agrarkommunismus Bresche geschlagen worden. Zu- 
erst 
haben 
A. Dopsch und F. Steinbach die berühmte Stelle bei Tacitus (Ger- 
mania 
cap. 
26) einer neuen Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis ist, 
daß 
man 
hier 
die Besitzgemeinschaft und den regelmäßigen Wechsel der Be- 
sitzteile 
in 
die 
Stelle hineingelesen hat, weil man sie als Beleg für den Agrar- 
kommunismus 
ansah 
und dann in seinen: Sinne deutete. Die Stelle sagt 
uns 
heute, 
daß 
das 
Land 
von den sich niederlassenden Germanen in verschieden 
große 
Stücke 
je 
nach 
der 
Würde der Einzelnen aufgeteilt wurde und daß diese 
sie 
dann 
in 
Bebauung 
nahmen, 
indem sie Jahr für Jahr mit Anbau und Brache 
Wechselten. 
Es 
ist 
also 
der 
Anfang der Dreifelderwirtschaft und des Frucht- 
Wechsels 
vorliegend. 
Ich 
selbst 
habe 
dann in einer umfassenden Untersuchung 
die 
direkten 
Angaben 
von 
Agrarkommunismus bei dem 100 Jahre älteren Cäsar 
in 
ihren 
inneren 
Widersprüchen 
klargelegt und gezeigt, wie der römische Ge- 
neral 
verschiedene 
Nachrichten 
über 
die 
Germanen in der Heimat und seine eigenen 
Beobachtungen 
jener 
irrt 
Wanderzustande 
zusammengeworfen und wie er 
unbewußt 
durch 
Verallgemeinerung 
zu 
ethnologischer Fälschung kam. Ich 
kann 
auch 
diese 
Dinge 
nicht 
im 
einzelnen 
vorführen 
und verweise auf meinen 
Artikel 
„Zur 
Frage 
der 
germanischen 
Wirtschaftskultur".Aus der soeben 
erschienenen 
Weltgeschichte 
der 
Steinzeit 
von 
O. 
Menghin 
entnehme ich neue 
starke 
Stützen 
für 
meine 
Stellungnahme 
gegen 
die 
überlieferte These vom 
agrarkommunistischen 
Nomadentum 
der 
Germanen. 
Sie 
sind 
mir um so wert- 
voller, 
als 
dieser 
Forscher 
in 
weitgespanntem 
Rahmen 
die 
großen 
Linien der 
steinzeitlichen 
Bauern-, 
Hirten- 
und 
Städtekulturen 
der 
Erde 
aus 
einem ge- 
waltigen 
Vergleichsmateriale 
herausarbeitet 
und 
dabei 
von 
drei 
Seiten her, 
der 
vorgeschichtlichen 
Ergologie, 
der 
ethnologischen 
Typologie 
und 
der 
sprach­ 
wissenschaftlichen 
Periodisierung, 
zum 
Ergebnis 
kommt, 
daß 
die 
europäischen 
Indogermanen 
nordischer 
Herkunft 
und 
Bauern, 
also 
nicht 
Nomadenhirten 
sind. 
Die 
vorgelegten 
Gedankengänge, 
zum 
großen 
Teile 
bereits, 
wie 
man 
zu- 
geben 
wird, 
durch 
feste 
Erkenntnisse 
gestützt, 
legen 
der 
künftigen 
Forschung 
neue 
Aufgaben 
vor. 
Ihre 
Grundlinien 
decken 
sich 
mit 
der 
eingangs 
darge- 
stellten 
Anschauung, 
daß 
die 
besprochenen 
Formen 
des 
Kommunismus 
jün­ 
geren 
Datums 
sind 
und 
nicht 
mit 
der 
Frühzeit 
der 
europäischen 
Völker 
zu- 
sammenhängen 
können. 
Darüber 
hinaus 
bestreite 
ich 
auf 
das 
entschiedenste 
die 
These 
des 
germanischen 
Agrarkommunismus. 
Die 
Handwerkszunft 
in 
Götzis 
Von 
Hans 
Ender 
Die 
Zünfte, 
die 
im 
Mittelalter 
rtidjt 
nur 
das 
Handwerkliche 
förderten, 
sondern 
auch 
manchmal 
politisch 
hervortraten 
und 
Schrittmacher 
wurden 
einer 
neuen 
Daseinsart, 
wurden 
in 
den 
Märkten 
und 
Dörfern 
verhältnismäßig 
x) 
Vierteljahrsschrift 
f. 
Sozial- 
u. 
Wirtschaftsgeschichte, 
1930. 
4* 4*
	        

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