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Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1924

Bibliografische Daten

fullscreen: Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1924

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat
Untertitel:
Vorarlberger Monatshefte
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
Heimat-Verl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1924
Veröffentlichungsjahr:
1924-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408015381_1924

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Heft 3 und 4

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Raff, Helene
Titel:
Das Recht von Montafon (Fortsetzung)
Beteiligte Personen:
Raff, Helene

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Heimat
  • Heimat / Vorarlberger Monatshefte 1924
  • Heft 1 und 2
  • Heft 3 und 4
  • Sagen von der alten St. Martinskirche in Ludesch
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Das Heimatmuseum in Bludenz
  • Aus der Walserzeit
  • Höhlenbärenreste in Vorarlberg
  • Eine alte Bergmannshalde in St. Anton
  • Ein neues Verbreitungsgebiet des Sävenstrauches in Vorarlberg
  • Die Zunft-Ordnung der Sattler, Gerber und Schuhmacher in Bregenz vom 25. Juni 1650
  • Meister Konrad von Würzburg - Schwabenstreiche
  • Schwabenstreiche
  • Ein altes Neujahrslied
  • 's Wuatahee
  • Das Recht von Montafon (Fortsetzung)
  • Literatur
  • Heft 5 und 6
  • Heft 7 und 8
  • Heft 9 und 10
  • Heft 11 und 12

Volltext

— 63 — Bis sei dies Wort ein verabredetes Zeichen gewesen, so schrien 
die 
Männer und drängten sich dräuend von allen Seiten heran, 
verde 
Stöcke, von braunen Fäusten geführt, fuchtelten in der Luft, 
da 
und 
dort 
blitzte ein Messer — schon zerrten die Nächststehenden 
den 
Waibel 
an 
Ermen und Gewand. Jos 3um Keller, der Bedach- 
tige, 
legte 
sich 
ins Mittel: „Laßt ihn gehen. Er hat nur getan, 
was 
seines 
Amtes 
war." Die Menge lärmte und tobte dagegen, 
wollte 
den 
Gehatzten 
nicht ziehen lassen; doch vermochten die We­ 
nigen, 
die 
es 
mit 
dem 
Vorsteher hielten, immerhin genug, die 
anderen 
eine 
Zeitlang 
von 
Christa Bentz abzuwehren. Dieser, vor 
Wut 
und 
Engst 
an 
allen 
Gliedern bebend, nützte den kurzen vorteil 
und 
entrann. 
Huf 
dem 
ganzen Wege, den er gestreckten Rittes 
zurücklegte, 
pries 
er 
sein 
Heil, 
der Gefahr entronnen zu sein, und 
gelobte 
bei 
allen 
llothelfern, 
keinen 
?utz mehr in das Tal zu setzen, 
wo 
kein 
Gesetz 
geachtet 
werde 
und allein die blinde Willkür 
Herrscher 
sei. 
Den 
Rückbleibenden 
war 
sein 
Entweichen beinahe leid; doch 
meinten 
sie 
endlich 
selbst, 
es 
sei 
besser 
so, 
und begaben sich in leid- 
licher 
Ordnung 
in 
die 
Messe. 
Jos 
3um 
Keller, 
unbemerkt, neigte 
sich 
zum 
Ghr 
seines 
Knechtes. 
„War 
der 
Stadtschreiber wirklich 
nirgends 
als 
bei 
mir?" 
fragte 
er 
halblaut. 
„Doch, hier in der 
Kirch', 
ein 
Gebet 
zu 
sprechen," 
flüsterte 
der 
Knecht 
dawider. Einen 
Atemzug 
lang 
tauchten 
beider 
Blicke 
ineinander 
— 
dann sahen sie 
gleichgültig 
drein 
wie 
zuvor. 
(Fortsetzung 
folgt.) 
Literatur. 
Jul, 
Weihnachtsgeschenke 
und 
Weihnachtsbaum. 
Eine 
volkskundliche 
Untersuchung 
ihrer 
Geschichte 
von 
vr. 
Lilly 
lv 
e 
i 
s 
e 
r. 
Verlag 
?r. 
fl. 
Perthes 
H.-ffi., 
Stuttgart-Gotha. 
1923. 
Frau 
vr. 
Lilly 
Weiser 
hat 
mit 
dem 
vorliegenden 
Buche 
eine 
sehr 
lehr­ 
reiche 
und 
verdienstvolle 
Arbeit 
geleistet, 
die 
den 
Leser 
nicht 
nur 
mit 
dem 
gegenwärtigen 
Stande 
der 
Forschung 
auf 
dem 
im 
Titel 
gegebenen 
Gebiete 
be­ 
kannt 
macht, 
sondern 
ihm 
auch 
in 
gelehrter 
und 
gründlicher, 
dabei 
doch 
gemein­ 
verständlicher 
weise 
neue 
Gesichtspunkte 
bietet, 
weitere 
Susblicke 
gewährt 
und 
tiefere 
Einsicht 
vermittelt. 
Sie 
zieht 
Weihnachtsgebräuche 
verschiedener 
Völker, 
besonders 
der 
nordischen, 
in 
den 
Bereich 
ihrer 
Untersuchung 
und 
legt 
aus 
gutem 
Grunde 
Namenerklärungen 
besonderen 
wert 
bei. 
Sie 
kommt 
zu 
dem 
Ergebnis, 
daß 
das 
altgermanische 
Iulfest 
als 
Vorläufer 
des 
weihnachtsfestes 
für 
die 
Nord- 
und 
Gstgermanen 
wohl 
gesichert 
erscheint. 
Ein 
heidnisches 
Fest, 
das 
dem 
weihnachtsfeste 
auf 
südgermanischem 
Boden 
entspräche 
und 
von 
dem 
es 
herzu­ 
leiten 
wäre, 
kann 
noch 
nicht 
als 
erwiesen 
betrachtet 
werden, 
wohl 
aber 
sind 
Umstände 
vorhanden, 
die 
für 
eine 
solche 
Annahme 
in 
Betracht 
kämen, 
wie 
z. 
B. 
der, 
daß 
die 
allgemeine 
europäische 
Spukzeit 
von 
November 
bis 
Ende 
Jänner 
in 
sonderbarem 
Gegensatze 
zum 
christlichen 
Freudenfeste 
steht, 
vom 
Gebrauche 
des 
Weihnachtsbaumes 
in 
unserem 
Sinne 
endlich 
erklärt 
sie, 
daß 
man 
recht 
wohl 
annehmen 
könne, 
er 
sei 
aus 
der 
Lebensrute 
sowie 
aus 
dem 
Wintermaien, 
d. 
h. 
aus 
einem 
Volksgebrauche, 
der 
dem 
waibaum 
entspräche. entspräche.
	        

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