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Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs 1905

Bibliographic data

fullscreen: Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs 1905

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs
Subtitle:
hrsg. durch die Direktion des K.K. Statthalterei-Archives in Innsbruck
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Wagner
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz40801069X
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs 1905
Year of publication:
1905-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz40801069X_1905

Section

Structure type:
Section
Title:
Mitteilungen:

Article

Structure type:
Article
Author:
Klaar, Karl
Title:
Ein vom Teufel besessener Knabe in Frastanz 1652
People involved:
Klaar, Karl

Contents

Table of contents

  • Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs
  • Forschungen und Mitteilungen zur Geschichte Tirols und Vorarlbergs 1905
  • Title page
  • Contents
  • Abhandlungen:
  • Mitteilungen:
  • Zur Geschichte der Feldkircher Metzgerzunft
  • Zur Lebensgeschichte des Brixner Malers Andre Haller
  • Ein Bericht über die Ermordung des Königs Heinrich IV. von Frankreich am 14. Mai 1610
  • Ein vom Teufel besessener Knabe in Frastanz 1652
  • Beitrag zur Geschichte der Meistersinger in Schwaz
  • Regesten zur tirolischen Geschichte
  • Bücherbesprechung
  • Notizen und Nachrichten
  • Tirolisch - vorarlbergische Bibliographie
  • Abhandlungen:
  • Mitteilungen:
  • Abhandlungen:
  • Mitteilungen:
  • Abhandlungen:
  • Mitteilungen:

Full text

72 
Mitteilungen. 
khundte auch nit schaden, das für jhne kirchfarten angestelt« und 
erforscht würde, wessen Wandels die Eltern des Kindes gewesen 
seien. Nach Gestalt der Umstände könnte der Knabe auch noch 
eonditionaliter getauft werden *). 
Aber auch, die Stadt Bludenz trug Bedenken, des Teufels jugend 
lichen Genossen in ihre Mauern aufzunehmen und. hatte Ausflüchte, 
sie könnte den Knaben in ihrem Spital »wegen allzuviel bekhandter 
unmigligkheit und armueth nit erhalten«. 
Allein diesmal beharrte die Regierung bei ihrem Verlangen und 
Ulrich von Ramschwag, der am 23. Oktober die Regierung hievon 
in Kenntnis setzte, erhielt bereits am 26. Oktober den Auftrag, die 
Gemeinde Frastanz, von wo der Knabe gebürtig, von Obrigkeit wegen 
anzuhalten, daß sie ein so ergiebiges Almosen auswerfe und unter 
ihre Gemeindeangehörigen verteile, daß davon der Unterhalt des im 
Spitale zu Bludenz untergebrachten Knaben bestritten werden könnte 2 ). 
Da uns weitere Berichte über diese »Teufelsgeschichte« fehlen, 
so dürfen wir mit Grund annehmen, daß das arme Kind im Spitale 
zu Bludenz endlich ein sicheres Ruheplätzchen nicht nur vor den 
Anfechtungen des Teufels, sondern auch vor dem Vorurteile seiner 
abergläubischen Mitmenschen gefunden habe. 
Karl Klaar. 
Beitrag zur Geschichte der Meistersinger in Schwaz. Der 
vor zwei Jahren vom Herrn Konrad Fischnaler, Kustos des Ferdi 
nandeums, gemachte bedeutsame Fund 3 ), daß seit dem Jahre 1532 
der Meistergesang in Schwaz eine Pflegstätte fand, hat ohne Zweifel 
allseits das regste Interesse wachgerufen. In Hinblick auf die außer 
ordentliche Fülle des Urkundenmaterials im hiesigen k. k. Statthalterei 
archiv halte ich es für zweifellos, daß wir im Laufe der Jahre nicht 
nur über die Gründung der Meisterschule, sondern auch über ihre 
Fortentwicklung, ihre Blüte, sowie ihren Niedergang weitere Auf 
schlüsse zu gewärtigen haben. Daß die sangesfreudigen Erzknappen 
am Beginne des 17. Jahrhunderts auch außerhalb des Weichbildes 
von Schwaz gebührende Würdigung fanden, beweisen zwei. Belege aus 
der Kammermeister Hauptraitung 1602, f. 370 a und den Gemeinen 
>) Ebenda f. 202 ff. 
P Ebenda f. 209' ff'. 
*) Zeitschrift d Ferdinandeums für Tirol u. Vorarlberg, 3. Folge, 46. Heft, 
S. 300, Die Meistersinger in Schwaz.
	        

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