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Montafoner Schriftenreihe 2001-002

Bibliographic data

fullscreen: Montafoner Schriftenreihe 2001-002

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Montafoner Schriftenreihe
Place of publication:
Schruns
Publisher:
Heimatschutzverein im Tale Montafon
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407680497
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Montafoner Schriftenreihe 2001-002
Year of publication:
2001-002-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407680497_2001_002

Article

Structure type:
Article
Author:
Keiler, Barbara
Title:
Plazadels und Wächters Dieja Maisäß-Siedlungen im Gauertal
People involved:
Keiler, Barbara
Pfeifer, Klaus

chapter

Structure type:
chapter
Title:
II. Naturräumliche Grundlagen

chapter

Structure type:
chapter
Title:
2 Gefahrenzonen

Contents

Table of contents

  • Montafoner Schriftenreihe
  • Montafoner Schriftenreihe 2001-002
  • Title page
  • Plazadels und Wächters Dieja Maisäß-Siedlungen im Gauertal
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Naturräumliche Grundlagen
  • 1 Lage im Naturraum und Geologie
  • 2 Gefahrenzonen
  • 3 Vegetation
  • III. Geschichte der Maisäßwirtschaft
  • IV. Bauliche Ausformung und Datierung
  • V. Objektkatalog
  • VI. Anhang

Full text

oberhalb befindlichen Massen. Entsprechend ist das Gebiet in einer mor 
phologisch aktiveren Bewegungsphase, wobei die Hanggleitungen tiefgrei 
fend zu sein scheinen. Die betroffenen Gebäude werden als Ganzes hang- 
wärts verkippt, wie am Gebäude "K" zu sehen ist. 
Durch die auftretenden Zerrkräfte sind einzelne firstseitige Balken gespal 
ten. Oberflächliche Hinweise auf Bewegungen sind Bodenhautrutschungen 
im Bereich südlich von Gebäude "M". Der Hangbereich oberhalb von 
Gebäude "O" und "M" ist großflächig durchfeuchtet, mehrere Gerinne ent 
wässern oberflächlich. Deren Aktivität und Wasserführung hat sich nach 
Auskunft der Anwohner seit den ergiebigen Niederschlägen im Frühsommer 
1999 massiv erhöht. Durch eine vermehrte Wasserzufuhr in die Bewe 
gungsschollen, besonders im Bereich unterhalb des Golmergrates, ist eine 
Aktivierung und Beschleunigung der Hangbewegungen nicht auszu 
schließen. Gespannte Wurzeln in Rissen des Oberhangbereichs sind ein 
erstes Anzeichen hierfür. Im Zuge der Niederschlagsereignisse ist das Gerin 
ne oberhalb von Gebäude "M" übergetreten und hat durch die starke 
Geschiebeführung den Keller des Gebäudes aufsedimentiert. Das gemauer 
te Fundament des Maisäß wurde durch den aufgetretenen Hangdruck tal- 
wärtig verkippt und weist teilweise größere Risse auf, die hangwärtige 
Grundmauer wurde im Dezimeterbereich Richtung Flurküche verstellt. 
Eine weitere Gefährdung der Stabilität der Gebäude - wie auch der im Gebiet 
Plazadels - liegt in der winterlichen Schneelast. So wurden die beschädigten 
Dächer mehrmals instand gesetzt. Dennoch hat die Auflast im Winter 
1999/2000 dazu geführt, dass der obere traufseitige Wandbalken von Gebäu 
de "O" nach innen gedrückt wurde. Die darunter befindlichen Balken wur 
den regelrecht zerquetscht, was die auftretenden Kräfte nachdrücklich doku 
mentiert. Das Gebäude "O" wurde firstseitig ebenfalls stark beschädigt. 
Ob die durch das Gutachten von Heiner Bertle 7 vorgeschlagene Sanierung 
der Maisäßgebiete durch Entwässerungsmaßnahmen erfolgreich ist, konnte 
noch nicht festgestellt werden, da die Tätigkeiten der Wildbach- und Lawi 
nenverbauung im Sommer 2000 noch nicht abgeschlossen waren. 
3 Vegetation ft 
Das Vegetationsbild der Berghänge ist hier in der hochmontan bis subalpi 
nen Stufe (-1200-2000 m) vom zonalen Nadelwald bestimmt. Die Baum 
schicht wird von der spitzkronigen Höhenrasse der Fichte dominiert. 
Feuchte, nährstoff- und basenreiche Standorte sind von Bergahorn - teil 
weise durch menschliche Förderung - bestockt. Auf sauren und ärmeren 
Böden tritt die Vogelbeere im Waldbild in Erscheinung. 
Die Krautschicht kalkdominierter Waldstandorte ist artenreicher als die auf 
silikatisch geprägten Standorten des Gebietes. 
Entsprechend der Höhenlage, dem geologischen Untergrund, der Bodenbe 
schaffenheit, der Hydrologie und der Nutzungsart stellt sich auf den wald- 
7 Bertle 1998 
8 Exzerpt aus Moosbrugger 2001 
12
	        

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