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Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 1918-001

Bibliografische Daten

fullscreen: Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 1918-001

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Vierteljahrsschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs
Untertitel:
fhrsg. vom Vorarlberger Landesmuseum
Publikationsort:
Bregenz
Verlag:
Heimatverl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407654178
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 1918-001
Veröffentlichungsjahr:
1918-001-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407654178_1918_001

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Literarische Rundschau

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Vierteljahrsschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs
  • Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 1918-001
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Der Astronom und Mathematiker Georg Joachim Rheticus, ein berühmter Feldkircher des XVI. Jahrhunderts
  • Dr. Hieronymus Münzer und die Feldkircher silberne Monstranz aus dem Jahre 1506, Nachtrag
  • Kleine Mitteilungen
  • Literarische Rundschau
  • Die Bedeutung der Bienen für den Obstbau und die Wechselbeziehung zwischen Insekten und Blumen überhaupt
  • Sitten und Gebräuche im großen Walsertale
  • Kleine Mitteilungen
  • Literarische Rundschau

Volltext

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Literarische Rundschau. 
ermitteln. Dadurch, ist es dem Leser sehr erschwert, rasch eine Übersicht über die Bauperioden 
zu gewinnen, während man allerdings leichter die Argumentationen des Verfassers auf ihre 
Grundlagen hin prüfen kann. 
Welches sind nun die Ergebnisse der interessanten und höchst dankenswerten Arbeit? 
Der Gotzbertische Plan wurde allem Anscheine nach genau ausgeführt bis auf den dort vorge 
sehenen Westteil. An Stelle dieses Baustückes trat 862, also 32 Jahre darnach, das Helmhaus 
mit der St. Michaelskapelle und die Othmarskirche. Beinahe gleichzeitig entstand der alte 
Turm. Die Krypta war anscheinend ein Kellergewölbe des Turmes: 937 brannten die Dach 
stühle der drei Kirchen ab: es folgt sofortiger Aufbaü. 1206 entstehen an Stelle ’ der Marien 
kapelle neben dem Galluschor der große Turm und die Krypten St. Kolumban und Allerheiligen. 
1418 brannte die Stiftskirche ab. Es folgt ein steiler Dachstuhl und ein gotischer Chor. 1623 
wird die Othmarskirche umgebaut, es erstehen die Michaelskapelle und St. Oswald. 1666 wird 
der alte Turm des 9. Jahrhunderts abgetragen, 1676 entstehen die zwei Kapellen St. Peter und 
St. Katharina. 
Im Zwölferkrieg müssen die Mönche'fliehen und damit ist das Kloster 6 Jahre (1712—18) 
vereinsamt. Die Schätze werden ausgeplündert, sogar die Türschlösser wurden entfernt — ein 
Kapitel kulturschändender Klosterstürmerei —. 
Nun entstehen die Umbaupläne, von denen die des Pater Gabriel Hecht dem Verfasser 
den Ausgangspunkt für seine Rekonstruktionsstudien bilden. 1766 hat der Vorarlberger Michael 
Bär von Bildstein den Neubau des Chores besorgt, womit der letzte Rest der alten Stiftskirche 
verschwand. 
Die Klostergebäude lassen sich bezüglich ihrer Details nicht so vielfach zurückverfolgen. 
Die Rekonstruktion Hardeggers reicht über zirka 1580 nicht hinaus. Das Gebäudebild der 
Reformation war ein mehr diffuses. Erst Ende des 17. Jahrhunderts wurde ein stärkerer baulicher 
Zusammenhang der zahlreichen getrennt stehenden Objekte erreicht. 
Durch diese sich stark auf dem Boden geschichtlichen Quellenmaterials bewegenden 
Studien hat sich hier ein Architekt deshalb besondere Verdienste erworben, weil die Einseitigkeit 
nur historisch geschulter Forscher in Baufragen vermieden blieb. In der Verbindung beider 
Forschungsrichtungen bei einem Quellenstande, der nur vom Architekten restlos erschlossen 
werden konnte, liegt die Bedeutung dieser Arbeit, die recht viele Leser finden möge. 
A. Helbok. 
Andreas Ulmer, Der ehemalige St. Anna-Altar, das Problem des Wolf 
Huber’schen Altarwerkes. VIII. Heft der Veröff. d. Ver. f. christl. Kunst und 
Wissenschaft in Vorarlberg, Feldkirch 1918. 
Die Schrift befaßt sich mit der Frage über das ehemalige Aussehen des St. Annaaltars der 
Pfarrkirche in Feldkirch, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts von der St. Annabruderschaft 
gestiftet wurde. Zuerst führt U. alle einschlägigen Berichte über den Altar vor. Da stellt er 
fest, daß Bucelin und Prugger, die ältesten Zeugen, hundert Jahre nach Errichtung des Altars dessen 
Meister nicht zu nennen vermögen, er ist uns bekannt, es ist Wolfgang Huber, dessen Mono 
graphie Rudolf Riggenbach (Basel) schrieb. Diesem, sowie dem Direktor des bayr. National- 
Museums, Halm, der sich auch mit dem Meister befaßte, war die Bestellungs-Urkunde, in welcher 
die Bruderschaft dem Künstler den Auftrag erteilte, unbekannt geblieben. Deshalb konnten sie 
auf die Frage nach der ursprünglichen Form des Altars nur mutmaßend eingehen. Ulmer war 
nun so glücklich, jenes Dokument aufzufinden, das hier besten Aufschluß erteilt. Sein Abdruck 
in der vorliegenden Schrift und die daran gehängten guten Erläuterungen geben uns das 
erwünschte ehemalige Bild. Es zeigt uns, wie der schöne Aitar im Laufe der Zeit zerstückelt 
wurde, wie Teile von ihm sogar untergingen, während doch die bedeutendsten Bestandteile in 
unsere Zeit fanden. Im Anschlüsse hieran bringt U. eine Beschreibung des Zustandes einzelner 
dieser Bestandteile. Mit dieser Veröffentlichung sind wir in der Frage des Altars zu einer endgültigen 
Lösung gekommen, während das Schaffen des Künstlers uns bedeutend näher gerückt wurde. Ich 
hoffe, im Laufe des Jahres mit diesem Meister gelegentlich der Untersuchung zweier wertvoller 
Holzplastiken des Vorarlberger Landesmuseums auch in nähere Berührung zu kommen. Den 
Lesern sei obige Arbeit sehr empfohlen. ri. Helbok.
	        

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