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Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 1918-001

Bibliografische Daten

fullscreen: Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 1918-001

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Vierteljahrsschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs
Untertitel:
fhrsg. vom Vorarlberger Landesmuseum
Publikationsort:
Bregenz
Verlag:
Heimatverl.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407654178
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 1918-001
Veröffentlichungsjahr:
1918-001-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407654178_1918_001

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Blumrich, Josef
Titel:
Die Bedeutung der Bienen für den Obstbau und die Wechselbeziehung zwischen Insekten und Blumen überhaupt
Beteiligte Personen:
Blumrich, Josef

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Vierteljahrsschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs
  • Vierteljahresschrift für Geschichte und Landeskunde Vorarlbergs 1918-001
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Der Astronom und Mathematiker Georg Joachim Rheticus, ein berühmter Feldkircher des XVI. Jahrhunderts
  • Dr. Hieronymus Münzer und die Feldkircher silberne Monstranz aus dem Jahre 1506, Nachtrag
  • Kleine Mitteilungen
  • Literarische Rundschau
  • Die Bedeutung der Bienen für den Obstbau und die Wechselbeziehung zwischen Insekten und Blumen überhaupt
  • Sitten und Gebräuche im großen Walsertale
  • Kleine Mitteilungen
  • Literarische Rundschau

Volltext

Die Bedeutung der Bienen für den Obstbau und die Wechselbeziehung 
zwischen Insekten und Blumen überhaupt. 
Vortrag, gehalten in der Hauptversammlung des Vorarlberger Landesmuseumsvereins am 
17. Dezember 1917 von Professor Jos. Blumrich, erweitert durch eigene Ausführungen aus den 
Vorträgen auf den Wanderversammlungen des Vorarlberger Imkerbundes im Frühjahr 1918. 
Zunächst wollen wir den Wert der Bienen für den Obstbau würdigen und 
des weiteren unsere Betrachtungen dadurch vertiefen, daß wir die Wechsel 
beziehungen zwischen Insekten und Blumen überhaupt etwas näher erörtern. 
Wenden wir uns nun dem ersten Teile unserer Aufgabe zu. 
Die Bedeutung der Biene für den Obstbau kann man nicht wirksamer 
kennzeichnen als durch den Hinweis auf den ganz außergewöhnlichen Obst 
reichtum des Jahres 1917. Die Obstbaumblüte fiel damals aber auch in eine 
Zeit, wie sie günstiger nicht gedacht werden kann. Als der grimmige, lange 
Winter Ende April das Feld räumen mußte, tat sich der Himmel auf und heller 
Sonnenschein erschloß gleichzeitig die Blüten der Kirsch- und Birnbäume und 
ohne Unterbrechung, durch keinerlei Kälterückschlag gestört, reihte sich daran 
die Pracht der Apfelbaumblüte. Es war damals nicht gewagt, eine reich gesegnete 
Obsternte vorauszusagen. Freilich das warme, sonnige Frühlingswetter allein 
hätte uns den unvergleichlichen Obstsegen nicht beschert, hätte das fleißige 
Volk der Bienen das Seinige nicht dazu beigetragen. Vom frühen Morgen bis 
zum späten Abend umschwärmten die Bienen die blühenden Obstbäume und 
machten sich ebenfalls die staatlich angeordnete Sommerzeit wohl zu nutze, um 
möglichst viel Honigsaft und Blütenstaub als Nahrung einzuheimsen. 
Beim Besuch der Blüten erwiesen sie dabei unbewußt den Obstbäumen 
einen wichtigen Dienst, indem sie die Befruchtung der Blüten zwar nicht voll 
zogen, aber doch einleiteten. Daß warme, sonnige Witterung allein zum Frucht 
ansatz unserer Obstbäume nicht genügt, ist eine alte, aber immer noch viel zu 
wenig gewürdigte Erfahrung. Hiezu zwei Beispiele. Als unsere Obstbäume in 
Australien eingeführt worden waren, gediehen sie bei dem dort herrschenden 
warmen Klima zwar prächtig und blühten auch reichlich, trugen aber keine 
Früchte, weil dem Lande solche Insekten fehlten, welche die Befruchtung hätten 
einleiten können. Erst als man auch unsere Honigbiene dort eingeführt hatte, 
waren die Bedingungen zur Fruchtbildung gegeben. Und ähnlich verhielt es 
sich auf einer Farm in Nordamerika, auf welcher in öder Gegend eine große 
Kirschbaumpflanzung angelegt wurde, die erst dann einen entsprechenden Ertrag 
lieferte/nachdem man darin eine angemessene Zahl Bienenstöcke aufgestellt hatte. 
Damit aus der Blüte irgend einer Blütenpflanze eine Frucht mit Samen sich 
•entwickeln kann, ist bei fast allen Pflanzenarten erforderlich, daß der Blütenstaub
	        

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