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Rheticus 2000

Bibliografische Daten

fullscreen: Rheticus 2000

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Rheticus
Untertitel:
Vierteljahresschrift der Rheticus-Gesellschaft
Publikationsort:
Feldkirch
Verlag:
Rheticus-Ges.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407605185
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Rheticus 2000
Veröffentlichungsjahr:
2000-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407605185_2000

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Jahrgang 22, Heft 4 (2000)

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Volaucnik, Christoph
Titel:
Der Großglockenläuter - ein vergessener Beruf
Beteiligte Personen:
Volaucnik, Christoph

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Rheticus
  • Rheticus 2000
  • Jahrgang 22, Heft 1 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 2 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 3 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 4 (2000)
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Feldmarschall Suworow und die russischen Truppen im Bodenseeraum (1799)
  • Der autoritäre Mensch. Führerprinzip - Vaterprinzip - Unterwerfungsprinzip
  • Schesa-Bruchkessel Bürserberg. Entstehung, Geschichte(n), Zukunft
  • Der Großglockenläuter - ein vergessener Beruf
  • Kirchengeschichte und Geschichte in Bildbänden

Volltext

Christoph Volaucnik 
Der Großglockenläu 
ein vergessener 
Die im Herbst 2000 notwendig gewordene Sanierung des Katzenturmes war 
Anlaß für Artikel über dieses Wahrzeichen der Stadt Feldkirch. Der bekannte 
Feldkircher Historiker Dr. Christoph Vallaster hat sich in der Zeitschrift 
"Feldkirch aktuell" mit der Geschichte des Turmes und der Glocke auseinander 
gesetzt. 1 Quasi als Reaktion darauf hat der Wiener Mag. Wintermeyer sich mit 
der Reihung der großen Glocken Österreichs nach Gewicht beschäftigt Mit 
ihren 7 506 kg ist die große Glocke im Katzenturm in dieser Reihung auf Platz 
neun zu finden. 2 
Diese schwere Glocke wird heute elektrisch in Schwung gebracht. Früher über 
nahmen zwei starke im Dienste der Stadt Feldkirch stehende Männer mit dem 
schönen Berufstitel Großglockenläuter diese Aufgabe. Über sie finden sich in 
Stadtratsprotokollen immer wieder Hinweise. Die große Glocke wurde bei 
kirchlichen Feiern, an Kaisers Geburtstag, als Alarmzeichen und zu besonderen 
Anlässen wie der Weinlese auf dem Ardetzenberg geläutet. Eine besondere 
Bedeutung hatte das Wetterläuten. Beim Heranziehen eines Gewitters mußte 
mit der großen Glocke geläutet werden. Es herrschte damals der Volksglaube, 
daß man damit das Gewitter aufteilen, spalten könne und damit die Stadt vor 
großem Schaden bewahren würde. In der Inschrift auf der großen Glocke wird 
Jesus gebeten, die Bevölkerung, die Pfarre ("uns") vor Blitz und Ungewitter zu 
bewahren: "A fulgure et tempestate libera nos Domine Jesu Christe". 3 Auch der 
Mesner von St. Nikolaus hatte laut seinem Diensteid die Verpflichtung, bei 
Unwetter die Kirchenglocken zu läuten: "... Item er soll auch zu allen Zeiten es 
sey tag oder Nacht mit allem Emst auf die Böse Wetter Achtung geben, und 
wann sich eines ereignen will, gleich ohne verschub zum Thum verfügen und 
die gloggen solang es vonnöthen, und kein gefahr mehr zu besorgen, leitten...." 4 
Dieses Wetterläuten wurde als besonders wichtige Aufgabe der Großglocken 
läuter angesehen und diese immer wieder ermahnt, wachsam zu sein und beim 
Herannahen des Gewitters sofort ihren Dienst anzutreten. Am 5.7.1668 hatte 
Johann Stum vor dem Stadtgericht zu erscheinen, da er trotz mehrmaligen 
"wolmeinend" Ermahnungen beim letzten Gewitter nicht geläutet hatte. 3 Stum
	        

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Rheticus 2000. 2000-01-01.
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