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Rheticus 2000

Bibliografische Daten

fullscreen: Rheticus 2000

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Rheticus
Untertitel:
Vierteljahresschrift der Rheticus-Gesellschaft
Publikationsort:
Feldkirch
Verlag:
Rheticus-Ges.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407605185
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Rheticus 2000
Veröffentlichungsjahr:
2000-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407605185_2000

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Jahrgang 22, Heft 3 (2000)

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Wanner, Gerhard
Titel:
Behindertenarbeit in Vorarlberg und die Lebenshilfe - vom Staat zu privat
Beteiligte Personen:
Wanner, Gerhard

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Rheticus
  • Rheticus 2000
  • Jahrgang 22, Heft 1 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 2 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 3 (2000)
  • Titelseite
  • Behindertenarbeit in Vorarlberg und die Lebenshilfe - vom Staat zu privat
  • Die Lebenshilfe heute
  • Chronik
  • Zur Bedeutung historischer Interviews für die Geschichtswissenschaft
  • Persönlichkeiten
  • Literaturverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Jahrgang 22, Heft 4 (2000)

Volltext

Anton Stark 
Mitbegründer der Lebenshilfe Vortarlberg 
A.B.: Wie war das damalige gesellschaftliche Umfeld bzw. die Einstellung gegen 
über Behinderten ? 
A.S.: Eingangs möchte ich auf die von mir verfaßte Broschüre "Ein langer Weg 
- Reflexionen über 15-jährige Arbeit für Behinderte" verweisen. In ihr wird zum 
ersten Mal die Gründerzeit und die ersten Jahre danach dokumentiert. Die 
Einstellung gegenüber Behinderten war natürlich - man könnte sagen - etwas 
zurückhaltend. Es waren doch noch die Nachwirkungen vom ehemaligen NS- 
Regime zu spüren, wo ja diese furchtbare Situation geschehen ist mit den behin 
derten Menschen, die teilweise vergast wurden - das ist ja bekannt. Und darum 
haben sich die Eltern eher zurückhaltend benommen. Es war eigentlich eine 
gewisse Angst vorhanden. Man hat sich nicht so sehr an die Öffentlichkeit 
gewagt. Es waren ja schon vor uns von der Caritas Bestrebungen da. Das ist auch 
die Familie Herkommer, wenn sie von der schon etwas gehört haben. Die Familie 
Herkommer, die, die auch ein behindertes Mädchen haben, haben bewirkt, daß 
die Caritas so eine Art beschützende Werkstätte errichtet hat. Das ist ein paar 
Jahre vor der Gründung der Lebenshilfe geschehen. 
A.B.: Haben bzw. hatten sie direkten Kontakt zu Behinderten ? 
A.S.: Ich bin natürlich in das Problem praktisch hineingeworfen worden, weil 
mein dritter Sohn selbst behindert ist. Er hat das Down-Syndrom. Damit bin ich 
eigentlich mit der Sache konfrontiert worden und unser Hausarzt Dr. Fink, der 
noch nicht genau wußte, welche Symtome da alle vorhanden sein müssen, hat 
uns zu Dr. Asperger nach Innsbruck geschickt. Dr. Asperger hat meinen Sohn 
dann untersucht und hat gesagt, daß das so ein Fall ist. Er war - glaube ich - ein 
Jahr alt. Aber so wie er sich ausgedrückt hatte, war zu erwarten, daß er selbster 
haltungsfähig werden würde, da es in Vorarlberg Sonderschulen gab. Die 
Entwicklung hat dann gezeigt, daß er doch nicht zu dem gekommen ist. 
A.B.: Was hatten sie für Beweggründe sich für Behinderte einzusetzen ? 
A.S.: Ich haben ihn (Dr. Asperger) dann gefragt, was man da tun könne und da 
hat er mir den Rat gegeben, daß es am besten wäre, wenn die Eltern sich zusam 
menschließen würden. Da habe ich eben an diesen Zusammenschluß gedacht 
und dann auch mit dem Land ziemlich schnell Verbindung aufgenommen. Da hat 
es geheißen: "Wir haben das Problem in Vorarlberg eigentlich gar nicht." An 
einem Sonntag Morgen hat Dr. Fink gesagt: "So, jetzt werde ich ihnen zeigen, 
ob wir das Problem haben oder nicht.". Ich bin dann mit dem Arzt zu den ver 
schiedenen Häusern gefahren, wo überall behinderte Kinder waren. So ist das 
dann praktisch zu Stande gekommen. Nur habe ich dann - ich habe das ja in
	        

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Rheticus 2000. 2000-01-01.
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