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Rheticus 2000

Bibliografische Daten

fullscreen: Rheticus 2000

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Rheticus
Untertitel:
Vierteljahresschrift der Rheticus-Gesellschaft
Publikationsort:
Feldkirch
Verlag:
Rheticus-Ges.
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407605185
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Rheticus 2000
Veröffentlichungsjahr:
2000-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407605185_2000

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
Jahrgang 22, Heft 1 (2000)

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Burmeister, Karl Heinz
Titel:
Die Überreste der Bibliothek des Feldkircher Frühhumanisten Dr. med. Ulrich Ellenbog
Beteiligte Personen:
Burmeister, Karl Heinz

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Rheticus
  • Rheticus 2000
  • Jahrgang 22, Heft 1 (2000)
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Neue Forschung zur Gründung der Stadt Feldkirch
  • Die Überreste der Bibliothek des Feldkircher Frühhumanisten Dr. med. Ulrich Ellenbog
  • Drohender Einsturz der Ruine Neu-Montfort
  • 32 im Wasser stehende Räder
  • Der Bildhauer August Valentin
  • Der Fall Wilhelm oder Wilhelm unerwünscht
  • Feldkircher Gymnasiasten während des NS-Regimes
  • Die Revolution von 1848 in Liechtenstein
  • Buchbesprechungen
  • Bibliographische Notizen der ARGE NATWI
  • Jahrgang 22, Heft 2 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 3 (2000)
  • Jahrgang 22, Heft 4 (2000)

Volltext

Karl Heinz Burmeister 
Die Überreste 
des Feldki rcher F 
Dr. med. Ulrich 
£7richEllenbog 1 ist am 19. Januar 1499 in Memmingen gestorben und in der 
dortigen Spitalkirche beigesetzt worden. Der 500. Todestag mag Anlass dazu 
geben, dem gelehrten Arzt und Frühhumanisten einige Zeilen zu widmen, die 
sich insbesondere mit seiner Bibliothek befassen. 
Ulrich Ellenbog wurde um 1435 in Feldkirch geboren. Er studierte 1450/53 in 
Wien, wurde dort baccalaureus artium, 1453/55 in Heidelberg, wo er zum 
Magister artium promovierte. 1456/59 setzte er seine Studien in Pavia fort, wo 
er zum Doktor der Medizin promovierte. 2 Er wirkte anschließend als Arzt in 
Feldkirch und seit 1464 in Memmingen. 1470/78 war Ellenbog Leibarzt des 
Bischofs von Augsburg. 1472 war er an der Gründung der medizinischen 
Fakultät der Universität Ingolstadt beteiligt. 3 1478/81 war Ellenbog Stadtarzt 
von Biberach und kehrte dann 1482 wieder als Stadtarzt nach Memmingen 
zurück. 1487/91 fungierte er wiederholt als Leibarzt des Erzherzogs Sigmund 
von Tirol. Ellenbog hat zahlreiche medizinische Schriften in Handschriften und 
Drucken hinterlassen. 4 
Der Erwerb von Büchern und die Pflege seiner Bibliothek war für Ulrich 
Ellenbog ein Teil seines Lebensinhalts. Schon zu Lebzeiten hatte sich Ellenbog 
bemüht, den Magnus Thesaurus (großen Schatz) seiner Bücher seinen Kindern 
als geschlossene Sammlung zu erhalten. Über seinen Sohn Nikolaus gelangte 
die Sammlung in das Kloster Ottobeuren, doch ging hier schon während des 
Bauernkrieges ein Teil des Bestandes verloren. 
Die Bibliothek Ellenbogs lässt sich mit derjenigen seines Kollegen Hieronymus 
Münzer (+ 1508) durchaus vergleichen, von der sich bedeutende Reste erhalten 
haben. 5 Auch die Bibliothek Ulrich Ellenbogs lässt sich in zahlreichen Überres 
ten nachweisen, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie die Münzersche 
Bibliothek. Von den unten aufgeführten 28 Inkunabeln in Ellenbogs Bibliothek 
stammen 22 aus dem deutschen Sprachgebiet, fünf aus Italien und eine aus 
Frankreich; bei Hieronymus Münzer sind die italienischen Bücher verhältnis 
mäßig sehr viel stärker vertreten.
	        

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Rheticus 2000. 2000-01-01.
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