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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1943

Bibliographic data

fullscreen: Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1943

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol-Vorarlberg
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
[s.n.]
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1943
Year of publication:
1943-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562_1943

Article

Structure type:
Article
Author:
Parson, Herbert
Title:
Nationalsozialistische Brauchtumsarbeit im Gau Tirol-Vorarlberg
People involved:
Parson, Herbert

Contents

Table of contents

  • Tirol-Vorarlberg
  • Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1943
  • Contents
  • Title page
  • Nationalsozialistische Brauchtumsarbeit im Gau Tirol-Vorarlberg
  • Die Schießauszeichnungen des Standschützenverbandes Tirol-Vorarlberg
  • Zu unserer Trachtenarbeit
  • Das echte Haus im Gau Tirol-Vorarlberg
  • Kunst und Kultur

Full text

IM GAU TIROL, VORARLBERG 
Von Befehlsleiter Herbert Parson, stellvertretender Gauleiter 
Wenige Wochen nach der Machtübernahme im März 1938 ging Gauleiter Franz Hofer daran, die noch aus 
der Systemzeit übriggebliebenen Schützengilden und Musikkapellen zusammenzufassen und zunächst unter Heran 
ziehung der alten Schützen den Standschützenverband Tirol-Vorarlberg aufzubauen. Er knüpfte damit an eine 
ebenso alte wie ruhmreiche Tradition an, die erst durch die Verfallsjahre der Systemzeit teils verfälscht worden, 
teils in Vergessenheit geraten war. 
Daß bereits im September 1938 die Durchführung eines Landesschießens in einem Umfange und mit einer 
Beteiligung möglich war, die den Gau Tirol-Vorarlberg auf diesem Gebiet mit einem Schlag an die erste Stelle 
setzte, beweist, welch starken Widerhall die Aufforderung des Gauleiters bei der Bevölkerung fand, im Rahmen 
des ßtandschützenverbandes Tirol-Vorarlberg nicht nur die Schießkunst, sondern darüber hinaus alle Zweige 
bodenständigen Brauchtums zu pflegen. Schon 1938 beteiligten sich die zehn besten Musikkapellen des Gaues an 
einem Wettstreit, der anläßlich der Eröffnung des ersten Landesschießens stattfand. 
Eine große Zahl von Musikkapellen bildet seither neben zahlreichen Kompanien des Standschützenverbandes 
Tirol-Vorarlberg den Kern des großen Aufmarsches, der bei den Eröffnungsveranstaltungen aller folgenden Lan 
desschießen immer mehr zur kraftvollen Dokumentierung nicht nur heimatlicher Wehrbereitschaft, sondern vor 
allem auch zu einem Bekenntnis unerschütterlichen Gemeinschaftssinnes und eines im eigenen Brauchtum ver 
ankerten gläubigen Selbstvertrauens wurde. 
Am Landesschießen 1938 beteiligten sich nahezu 7000 aktive Schützen; eine Teilnehmerzahl, die damals 
bereits die bisher größten Schützenveranstaltungen im Deutschen Reich übertraf. 
Seither ist am inneren und äußeren Aufbau und an der Erfüllung der dem Standschützenverband Tirol- 
Vorarlberg gestellten Aufgaben unablässig gearbeitet worden. Dabei mußte bewußt der Aufgabenkreis und die 
Zielsetzung, sowie die äußere Form der früheren Schützen vereine und Schützengilden gesprengt werden. Denn 
der Standschützenverband Tirol-Vorarlberg in seiner neuen Form stellt ja nicht nur die Fortführung einer wehr 
haften Tradition dar, sondern pflegt auch alle anderen Formen bodenständigen Brauchtums. 
Nicht überall wurde damals die Bedeutung gerade auch für die menschenführende Arbeit erkannt, die dem 
Standschützenverband zukommt. Es galt zunächst, den meist recht selbstherrlichen, aber auch ebenso selbst 
zufriedenen „Vereinsgeist“ zu überwinden; ja es mußte am Anfang sogar gegen manche der alten Schützen, die 
am liebsten so wie bisher unter sich geblieben wären, die neue Form durchgesetzt werden. Die Einweisung der 
durch den Stillhaltekommissar aufgelösten Schützen Vereinigungen und Musikkapellen aller Art in den Stand 
schützenverband brachte zunächst rein formell die Voraussetzung, die ganze Brauchtumsarbeit auf eine neue, 
breite Basis zu stellen. Dazu wurde, um das Schießen für die breite Masse der Schießfreudigen interessanter zu 
machen und aus der Beengung weniger Fachleute („Brettlbohrer“) herauszuheben, von Gauleiter Hofer die 
Volksscheibe geschaffen, die auch alsbald lebhaftesten Anklang fand. 
5 
^ Jungschütze 
Phot. Ernst Baumann
	        

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