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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1943

Bibliographic data

fullscreen: Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1943

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol-Vorarlberg
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
[s.n.]
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1943
Year of publication:
1943-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562_1943

Article

Structure type:
Article
Title:
Kunst und Kultur

Contents

Table of contents

  • Tirol-Vorarlberg
  • Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1943
  • Contents
  • Title page
  • Nationalsozialistische Brauchtumsarbeit im Gau Tirol-Vorarlberg
  • Die Schießauszeichnungen des Standschützenverbandes Tirol-Vorarlberg
  • Zu unserer Trachtenarbeit
  • Das echte Haus im Gau Tirol-Vorarlberg
  • Kunst und Kultur

Full text

KUNST UND KULTUR 
REI CHSQAUTHEATER 
Spielpläne von gestern und morgen. In der Spielzeit, die am 20. September 1942 begann und 
nun zu Ende geht, hat das Reichsgautheater Innsbruck einen Spielplan zur Abwicklung gebracht, der reich 
an Werken der verschiedenen Spielgattungen und, was die Leistung betrifft, gewiß anerkennenswert war. Unter 
den Operetten brachte es „Die lustige Witwe“ mit 45 Aufführungen bis Ende Mai 1943 zur Höchstzahl unter 
allen auf geführten Stücken, während es das Sprechstüek auf die größte Anzahl der auf geführten Werke aller 
drei Spielgattungen brachte. Neben der „Lustigen Witwe“ wurden von Operetten noch aus der vorigen Spiel 
zeit übernommen: „Eine Nacht in Venedig“, „Liehe in der Lerchengasse“ und „Schäfchen zur Linken“. Daz&i 
kamen als Neuinszenierungen noch „Die Dubarry“ und „Walzerträume“. Im Opemfach gelangte am Beginn 
der Spielzeit „Der Zerrissene“ von Peter Kreuder zur Uraufführung, Außerdem wurde „Zar und Zimmermann 4 , 
„Maskenball“, „Entführung aus dem Serrail“, „Die Schneider von Schönau 4 *, „Tosca“ und mit der größten 
Aufführungszahl unter den Opern, „Margarethe 44 gegeben. 
Eine glanzvolle Aufführung der „Räuber“, auf die schon im vorigen Hefte unserer Zeitschrift hingewiesen 
wurde, leitete den Reigen der Sprechstücke der Spielzeit 1942/43 ein. Dem Meisterwerk Schillers schloß sich „Die 
ewige Kette“ von Kahn an. Auch auf dieses Stück und auf das hohe Niveau seiner Darstellung wurde bereits hin 
gewiesen. „Via mala 44 übt immer wieder seine Zugkraft aus und brachte es in dieser Spielzeit auf 11 Aufführungen. 
Das „Münchner Volkstheater 44 gastierte am Reichsgautheater mit der Komödie „Die kluge Wienerin 44 von Fried 
rich Schreyvogl, „Herz am rechten Fleck“ wurde sechsmal, Pohls „Probenacht 44 dreimal, „Südbahnhotel“ achtmal, 
„Vertrag um Karakat“ siebenmal und „Die Toni aus Grinzing“ zwölfmal gespielt. Ein Märchenspiel „Der ver 
zauberte Schatz 44 brachte es auf insgesamt elf Aufführungen, Pöttchers „Krach im Hinterhaus 44 auf 19, „Der 
Kanzler von Tirol 44 von Josef Wenter dagegen auf 22 Aufführungen, womit keineswegs gesagt sein soll, daß die 
Zugkraft dieses Schauspiels aus der heimischen Geschichte damit etwa als erschöpft gelten könnte. In der zweiten 
Hälfte der Spielzeit gab es im Schauspiel drei Höhepunkte: Kleists „Käthchen von Heilbronn 44 , Grillparzers 
„Der Traum ein Leben 44 und Lessings „Emilia Galotti“. In diesen klassischen Stücken deutscher Dramenkunst 
brachten Spielleitung, Darsteller und der Schöpfer der Bühnenbilder den Beweis, daß unser Reichsgautheater 
auch sehr hohen Anforderungen entsprechen kann und wohl in der Lage ist, die Dichtungen unserer Großen den 
Volksgenossen als ewig lebendig und gültig bleibende Werte zu vermitteln. 
Für die Zeit des 6. Landesschießens 1943 hat sich Intendant Pflugmacher einen Spielplan zurechtgelegt, der in 
organischer Verbindung mit den auf Tradition, Wehrhaftigkeit und Brauchtum abgestimmten Veranstaltungen 
steht. Da wäre zuerst Carl Maria v. Webers „Freischütz“ zu nennen, welche Oper in einer völligen Neueinstudie 
rung herausgebracht werden wird. Daß für die vorstehende Gelegenheit gerade dieses Werk gewählt wurde, das 
in seinem ganzen Wesen unserer Seele und unserem Empfinden so nahe steht, wird von weitesten Kreisen mit 
Genugtuung anerkannt werden. Im Rahmen dieser „Zwischenspielzeit“ während des Landesschießens kommt auch 
Wenters „Die schöne Welserin“, die uns noch von den Aufführungen in der Spielzeit 1939/40 in Erinnerung ist, 
neuerlich” auf den Spielplan, ebenso wie wir in „Liebe in der Lerchengasse“ und im „Der Vogelhändler“ alte Be 
kannte wiederfinden werden. 
Eine Vorausplanung auf die runde Zeit eines Jahres mag heute so wie auf allen Gebieten auch im Theater 
leben sicherlich nicht leicht sein und mutig ist, wer eine solche Planung auch der Öffentlichkeit bekanntgibt. 
Unter diesen Gesichtspunkten muß uns der Spielplan, den uns das Reichgautheater für 1943/44 nannte, einiger 
maßen Achtung abnötigen. Selbst wenn unter dem Zwang der Zeitverhältnisse die eine oder andere Änderung 
45
	        

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