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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1942-002

Bibliographic data

fullscreen: Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1942-002

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol-Vorarlberg
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
[s.n.]
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1942-002
Year of publication:
1942-002-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562_1942_002

Article

Structure type:
Article
Author:
Lanzl, Helmut
Title:
Schützenscheiben. Vom Holzvogel bis zur Ringscheibe
People involved:
Lanzl, Helmut

Contents

Table of contents

  • Tirol-Vorarlberg
  • Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1942-002
  • Contents
  • Title page
  • Das Landesschießen
  • Das Schützenwesen in der Wehrverfassung Tirol-Vorarlbergs
  • Schützenscheiben. Vom Holzvogel bis zur Ringscheibe
  • Die Entwicklung unserer Feuerwaffen
  • Bergsommer. Bildfolge aus dem HJ.-Kletterfilm der „Bavaria-Filmkunst“
  • Anzeigenteil

Full text

Scheibe aus dem Schießstand von Kundl 
Wer heute einen der vielen Schießstände in unserem Gau besucht, wird in diesem alsbald auf der Decke 
oder an den Wänden alte und neue Schützenscheiben entdecken, die in der Buntheit ihrer Farben und Dar 
stellungen von gewesenen Schützenveranstaltungen und anderen Begebenheiten erzählen. 
Es sind runde oder viereckige Holztafeln, meist mit Öl bemalt und mit einem Hinweis auf das betreffende 
Schießen und den Gewinner der Scheibe beschriftet. Manche alten Scheiben greifen dabei sehr weit zurück und 
weisen, wie etwa die beiden ältesten Scheiben im Schießstand von Feldkirch, auf die Jahre 1640 und 1666 hin. 
Die Spender der bunten Scheiben waren meist Gönner und Freunde des Schießwesens oder aber die 
Schützengruppe oder ein einzelner Schütze selbst. Anlässe dazu boten verschiedene Schießen, wie Eröffnungs-, 
Jagd- oder Schlußschießen oder aber Schützenfeste, die zu Verlobungen, Hochzeiten, Geburten, Dienstjubiläen 
oder dergleichen abgehalten wurden. 
Die Wahl der bildlichen Darstellung der Scheibe blieb dem Spender oder dem Maler überlassen. 
Die Entwicklung der Schützenscheibe und ihr Drum und Dran bringt manche beachtliche Feststellung, so 
daß hier Näheres darüber berichtet werden soll. Es war ja nicht immer so wie heute. Manches, das jetzt selbst 
verständlich ist, war früher unbekannt und wuchs erst langsam zur Gewohnheit und bleibenden Einrichtung 
heran. Ursprünglich war bei den Freunden der edlen Schießkunst die Scheibe im heutigen Sinne unbekannt. 
Ein altes Ziel war der Vogel, der aus Holz hergestellt, bunt bemalt und auf einer hohen Stange als Ziel auf 
gesetzt wurde. 
Schon früh aber stand auch die Scheibe in Verwendung und bei vielen Königsschießen, dem Hauptfest 
der alten Schützen, war das Ziel entweder die Scheibe oder der Vogel, so daß man an vielen Orten zwischen 
dem Scheibenkönig und dem Vogelkönig unterschied. 
Wenn es sich auch beim Vogelschießen um einen sehr alten Brauch handelt, so war bei diesem die Fest 
stellung der Treffsicherheit doch fast ausgeschlossen. Der Sieg bestand hier im Herunterschießen des Vogels. 
Es ist naheliegend, daß dabei Zufälligkeiten eine große Rolle spielen konnten, denn manche mögen den Vogel 
getroffen haben, bis ihn dann endlich einer von der Stange holte. 
24
	        

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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1942-002. 1942-002-01.
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