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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004

Bibliographic data

fullscreen: Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol-Vorarlberg
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
[s.n.]
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004
Year of publication:
1941-004-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562_1941_004

Article

Structure type:
Article
Author:
Ducia, Toni
Title:
Die Berge formten den Skilauf
People involved:
Ducia, Toni

Contents

Table of contents

  • Tirol-Vorarlberg
  • Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004
  • Contents
  • Title page
  • Die Berge formten den Skilauf
  • Die ältesten Menschenspuren in Tirol-Vorarlberg
  • Der Zeichner und Maler Wolf Huber
  • Aus der Geschichte des Fähnleins Florian Geyer
  • Anzeigenteil

Full text

Es gab eine Zeit, da konnte der Kundige aus dem Stil eines guten Skiläufers das heimatliche Gebirgstal er 
raten. Damit hatte es folgende Bewandtnis: Die Eigenart des Geländes, die Art der Bewaldung und sogar die 
Menge und Beschaffenheit des Schnees in einer bestimmten Gegend beeinflußte wesentlich die Fahrweise der 
Bewohner. Da es für den Abfahrtslauf noch keine Vorbilder gab, mußte jeder versuchen, auf seine Art mit den 
natürlichen Eigenheiten seines heimatlichen Geländes fertig zu werden. Dadurch entstanden im Laufe der Jahre 
Unterschiede in der Fahrweise, die, wenn auch nicht immer sehr ausgeprägt, so doch im allgemeinen den Ge 
ländeunterschieden entsprachen und sichtbar wurden. 
Diese Verschiedenheiten konnten sich natürlich nur deshalb entwickeln, weil die Skiläufer der einzelnen 
Gebiete untereinander kaum in Berührung kamen. Es gab nur ganz wenige größere Skirennen, die Gelegenheit 
zu gegenseitigem Abgucken boten. Die Skitouristen hingegen waren, obgleich sie viele Orte besuchten, nicht im 
stande, den Fortschritt in der Fahrweise von einem Ort zum anderen zu tragen. Kurz, von einer einheitlichen 
Entwicklung des Abfahrtslaufes konnte lange keine Rede sein. 
Heute wissen wir, daß dadurch unser Fahrstil überhaupt erst möglich wurde, denn er ist nichts anderes als 
eine Zusammenfassung, ein Mosaik aus all den örtlichen Errungenschaften der einzelnen Alpengegenden. 
Auf die Frage, wem wir die gewaltige Arbeit dieses Zusammenschlusses wohl zu danken haben, wem wir 
die heutige Abfahrtstechnik in ihrer ganzen Einheit und Einmaligkeit schulden, gibt es nur eine Antwort: Unseren 
Rennläufern! 
In unzähligen Skirennen feilten sie ihre Technik aus, versuchten, sich dem fremden Gelände anzupassen und 
tauschten die Erfahrungen ihrer Kameraden gegen eigene aus. 
Früher waren Abfahrtsrennen fast immer von Einheimischen gewonnen worden, weil sie ja unbewußt und 
mit Absicht diejenigen Bewegungen besonders entwickelt hatten, die dem Gelände am besten entsprachen. Später 
aber, als die Stahlkanten die Abfahrtsstrecken beherrschten, als Skirennen immer häufiger wurden und auch 
Ski und Bindung selbst sich überall verbesserten, da entstand langsam der heutige, einheitliche Fahrstil, der 
nicht mehr ortshedingt, sondern allen Läufern einer gewissen Klasse gemeinsam ist. Ob nun der Läufer aus den 
steilen Innsbrucker Abfahrten kommt oder von den weiten Flächen des Arlbergs, ob er in den Ötztaler Gletschern 
daheim ist oder in den Kitzbüheler Bergen, heute fahren sie auf den Abfahrtsstrecken und durch die Flaggentore 
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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004. 1941-004-01.
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