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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004

Bibliographic data

fullscreen: Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol-Vorarlberg
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
[s.n.]
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004
Year of publication:
1941-004-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562_1941_004

Article

Structure type:
Article
Author:
Nägele, Hans
Title:
Der Zeichner und Maler Wolf Huber
People involved:
Nägele, Hans

Contents

Table of contents

  • Tirol-Vorarlberg
  • Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1941-004
  • Contents
  • Title page
  • Die Berge formten den Skilauf
  • Die ältesten Menschenspuren in Tirol-Vorarlberg
  • Der Zeichner und Maler Wolf Huber
  • Aus der Geschichte des Fähnleins Florian Geyer
  • Anzeigenteil

Full text

WOLF HUBER. 
VON Dr HANS NÄGELE 
Die großen Sammlungen in München, Wien, Berlin, Nürnberg, Dres 
den, Budapest, London, Haarlem und in anderen Städten besitzen Land 
schaftszeichnungen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, die das 
Künstlerzeichen W H tragen. Obwohl diese Zeichnungen zu Lebzeiten des 
Zeichners sehr beliebt waren, geriet dessen Name bald nach seinem Tode 
gänzlich in Vergessenheit. Erst 1838, als Georg Kaspar Nagler sein Künst 
lerlexikon vorbereitete, fand er in einem handgeschriebenen Verzeichnis 
der Kupferstichsammlung von Paul Behaim in Nürnberg aus dem Jahre 
1618 das Zeichen W H der Llolzschnitte aufgelöst als Wolf Huber. Wieder 
verstrich ein halbes Jahrhundert, bis Wilhelm Schmidt, der Direktor des 
Bayrischen Kupferstichkabinetts in München, dem Künstler der Holz 
schnitte auch eine Reihe der oben erwähnten Zeichnungen mit dem Zei 
chen W H und das erste Gemälde in Feldkirch zuweisen konnte. Langsam 
erhielt die Gestalt des Malers und Zeichners Wolf Huber feste Umrisse, 
und heute gehört er neben seinen Zeitgenossen Albrecht Dürer, Mathis 
Nithart-Gotthart (Grünewald), Albrecht Altdorfer, Hans Holbein, Lukas 
Cranach und Hans Baidung Grien zum großen Siebengestirn deutscher 
Maler in der Blütezeit der deutschen Kunst in der ersten Hälfte des 
16. Jahrhunderts. 
Über die Holzschnitte, Zeichnungen und Gemälde Wolf Hubers, von denen 78 in der Ausstellung „Altdorfer 
und sein Kreis“ 1938 in München vereinigt waren, ist in den letzten Jahrzehnten ein umfangreiches Schrifttum 
erschienen, es seien hier nur das Buch „Wolfgang Huber“ von Martin Weinberger (mit 135 Abbildungen; im 
Insel-Verlag zu Leipzig 1930) und die gründliche Arbeit „Die Landschaftszeichnungen des Wolfgang Huber“ 
von Peter Halm (Verlag Knorr & Hirth, München 1930) genannt. Während der Platz, den der Künstler in der 
deutschen Kunstgeschichte einnimmt, heute unbestritten ist, wissen wir über sein Leben noch immer verhältnis 
mäßig wenig. 
Aus den paar bisher gefundenen Urkunden, die sich mit Wolf Huber befassen, geht hervor, daß er um 1485 
als Sohn eines Malers Hans Huber in Feldkirch geboren wurde. Im Jahre 1515 wird er in einem Vertrag, den die 
Feldkircher Mitbürger mit ihm schlossen, als „Wolfgang Hueber von Veldtkürch, wohnhaft zu Passau“ be 
zeichnet. Von 1517 bis 1540 war er Hofmaler des Herzogs Ernst von Baiern, von 1540 bis zu seinem Tode 
von dessen Nachfolger Wolf gang von Salm. Als „erbar und kunstreich Mann, Burger und fürstlicher Hofmaler 
starb Huber am 3. Juni 1553 zu Passau. Er war mit der Schwester des Mautners und Rentenmeisters und schließ 
lich zum Landrichter aufgestiegenen Michael Sturmperger vermählt. Das Selbstbildnis des Künstlers hat Wein- 
„Landschaft“ — W. Huber 
Zeichnung 1529 / Erlangen
	        

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