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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1940-002

Bibliografische Daten

fullscreen: Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1940-002

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Tirol-Vorarlberg
Publikationsort:
Innsbruck
Verlag:
[s.n.]
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1940-002
Veröffentlichungsjahr:
1940-002-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407595562_1940_002

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Flaig, Walther
Titel:
Liftikus und Liftika
Beteiligte Personen:
Flaig, Walther

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Tirol-Vorarlberg
  • Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1940-002
  • Inhaltsverzeichnis
  • Titelseite
  • Von den Schönheiten des Winters in Tirol-Vorarlberg
  • Sippenzeichen aus Tirol und Vorarlberg
  • Der Arlberg in der Geschichte
  • Beherrscher des Ski
  • Unsere Gebirgsjäger
  • Tiroler Holzschnitzkunst
  • Wir suchen einen Berg
  • Der Schnee als Künstler
  • Skilift am Arlberg
  • Liftikus und Liftika
  • Anzeigenteil

Volltext

EINIGE WORTE ZU DEN DREI SKILIFTEN AM ARLBERG 
Von Alpenschriftsteller Walther Flaig 
Wir sprechen manchmal von einem Luftikus und ein jeder weiß, was damit gemeint ist. Ich sehe gar nicht 
ein, warum es nicht auch einen Liftikus geben soll. Einen Ski-Liftikus natürlich. Das heißt also einen Mann, der 
gerne skiliftet. Einer, der niemals auf steigt, es sei denn mit dem Skilift. Ein „Nur-Abfahrer“, ein Rauf-Runter- 
Mann. Also sozusagen ein toller Hecht im Schnee oder ein Trunkener auf Ski — was den Abfahrtsrausch an 
langt. Einer jener komischen Männer, die sich in einem Meer von Schnee einen „Weißen Rausch“ holen und 
wie irrsinnig — irrsinnig glücklich natürlich — auf zwei zwei Meter langen Latten über den Schnee sausen, 
ruck-zuck, so daß immer ein kleines weißes Fähnlein, ein silberglänzendes, hinter ihm herweht als sichtbares 
Zeichen seiner ungebändigten Lust wie seiner gebändigten Raserei und seiner vollendeten Meisterschaft. Ein 
Glücklicher schlechthin. 
Sein Herz fliegt weit voraus, schnelligkeits- und freiheitstrunken wie er nun einmal ist. Ein Fanatiker des 
freien Raumes ohne Zäune und Verbotstafeln. Ein „Selbst-ist-der-Mann“ und ein verbissener Gegner der Ma 
schine und zugleich ihr begeisterter Verehrer, denn kaum hat er im Talgrund den letzten Schwung gerissen, das 
letzte Fähnlein entflattem lassen, da eilt er auch schon in wiegendem Gleitschritt, sichtlich beschwingt im 
schönsten Sinne (innen und außen), ... so gleitet er schon wieder dort hinüber, wo unweit der Flexenstraße, 
mitten in Zürs, in einem kleinen Schuppen sich eine seltsame Trommel mit leisem Brummen dreht und ein 
dünnes endloses Drahtseil beharrlich um sich selber wickelt, ein Drahtseil, das vor den großen Augen der ver 
wunderten Neulinge sich über Stützen und Streben steil zum Schneehang hinauf schwingt, hoch droben in einem 
zweiten Gehäuse um eine Gegentrommel dreht, wieder herabsteigt und so fort. An dem Drahtseil aber hängen 
nun die Zauberhügel, deren einen sich unser Liftikus — altgewohnt und lächelnd — im Vorbeischwingen vom 
Skiliftboy reichen läßt und — schwuppdich! — unter die Kehrseite schiebt und — entschwebt. 
Er liftet. Er lächelt. Seine Skier schürfen leise singend in den vorgefahrenen Geleisen empor, ohne daß er 
Hand oder Fuß, Stock oder Brett bewegt. Der „Aufstieg“ wird eine Wonne und — man möchte es nicht glau 
ben — beim Anfänger sogar schöner als die Abfahrt. 
Und jetzt kommt der nächste Bügel. Und auf ihm entschwebt die — Liftika. Seine Liftika. Sie kann es 
sich leisten, denn sie fährt einen glänzenden Stil, mein Herr!, sie kann es sich leisten, den weißen Rausch 
auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen: weiße Gamaschen, blaue Hosen und ein blitzweißes Jäckchen, luftig 
schaumig, wahrhaftig wie aus Schneeflocken zusammengewoben, mit einem Wort — ein Gedicht ... 
Da kommen sie auch schon wieder selbander herabgeschwungen, Liftikus und Liftika, zum vierten oder 
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Tirol–Vorarlberg. Natur, Kunst, Volk, Leben 1940-002. 1940-002-01.
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