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Bludenzer Geschichtsblätter 1989-05

Bibliografische Daten

fullscreen: Bludenzer Geschichtsblätter 1989-05

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Bludenzer Geschichtsblätter
Untertitel:
hrsg. vom Geschichtsverein Region Bludenz
Publikationsort:
Bludenz
Verlag:
Geschichtsverein Bludenz
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407528237
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Bludenzer Geschichtsblätter 1989-05
Veröffentlichungsjahr:
1989-05-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407528237_1989_05_blgb_04

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Fritz, Willi
Titel:
Beiträge zur Geschichte von Dalaas
Beteiligte Personen:
Fritz, Willi

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bludenzer Geschichtsblätter
  • Bludenzer Geschichtsblätter 1989-05
  • Einband
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Beiträge zur Geschichte von Dalaas
  • Von „bösen zauberischen Leuten'' in Braz um 1750 - Aus der Familiengeschichte des berühmten Exorzisten Johann Joseph Gassner
  • Von Bludenz in die Saargegend
  • Vorarlberger „Gesindel" in Oberschwaben
  • Turmkugelinschriften in Bürs 1812 und 1893
  • Truppeneinquartierungen im Vorarlberger Oberland 1831/32
  • Schloß Gayenhof und Burg Bludenz
  • Werbung

Volltext

bens weit von Dalaas entfernt verbrachte, ist er mit seiner Heimatgemeinde 
stets eng verbunden geblieben. Er war sehr religiös und wollte in dieser Hin 
sicht in Dalaas ein Denkmal setzen. So ließ er 1748 gegenüber seinem Ge 
burtshaus, wo eine kleine Kapelle stand, die heutige Hlg.-Kreuzkirche bauen. 
Nach Fertigstellung der Kirche wurde das Kruzifix-Bildnis des Hochaltars, das 
sich bis dahin in der Kapelle außerhalb des Rotrüfitobels befand, in die neu 
gebaute Kirche übertragen. Die Weihe der Kirche durch den Bischof erfolgte 
erst nach dem Tode des Stifters, nämlich am 14. Juni 1756. 
Ritter von Strolz stiftete weiterhin ein Kapital von fl. 6.800 — für die Instand 
haltung der Kirche sowie die Besoldung eines Priesters. Aus den Erträgnissen 
von fl. 5.000—, das waren jährlich fl. 250.—, wurde der jeweilige Benefiziat 
bezahlt. Fl. 1.000.— an Kapital standen für die Erhaltung der Kirche zur Verfü 
gung. Vom Ertrag von fl. 800.— wurden der Mesner und der Kirchenvogt be 
zahlt. Hievon erhielt der Mesner fl. 25 — und der Kirchenvogt fl. 15.—. Diese 
Stiftung mußte von staatlichen und kirchlichen Stellen genehmigt werden, 
was sich sehr lange hinzog und worüber der Stifter sehr ungehalten war. Die 
Genehmigung erfolgte erst nach dem Tod des Stifters am 15. Jänner 1754. 
Im Stiftungsbriefe verfügte Ritter von Strolz, daß Priester aus seiner Ver 
wandschaft bei der Besetzung der Benefiziatenstelle zu bevorzugen seien. 
Das Vorschlagsrecht hiezu war seiner Verwandtschaft Vorbehalten. Das Pa 
tronatsrecht wurde von den Nachkommen einer Schwester des Stifters aus 
geübt, da in der Strolzschen Familie die männlichen Nachkommen ausge 
storben sind. Als letzter dürfte Karl Alois Fritz (Hanasa Karli), geb. 1859, gest. 
1921, das Patronatsrecht ausgeübt haben. Durch die Geldentwertung nach 
dem 1. Weltkrieg ist auch das Stiftungskapital verlorengegangen und damit 
wohl auch das Patronatsrecht. 
Erster Benefiziat war ein Neffe des Stifters, Josef Tscholl, der die Pfründe bis 
zu seinem Tode im Dezember 1763 innehatte. Am längsten als Benefiziat von 
Hlg. Kreuz war Josef von Schmuck tätig, nämlich vom 20. August 1892 bis 
zu seinem Tode am 26. November 1931, also durch fast 40 Jahre. Er war sehr 
volkstümlich und beliebt und hat sich auch im örtlichen Vereinsleben be 
tätigt. 
Vermutlich war die Stiftung doch etwas knapp dotiert, da im Laufe der Jahre 
einige Zusatzstiftungen gemacht wurden. Es ist auch möglich, daß im Laufe 
der Zeit eine kleine Geldentwertung stattgefunden hat oder auch eine allge 
meine Steigerung des Lebensstandartes eingetreten ist. So vermachte 1828 
Benefiziat Lorenzi einen Garten und einen neuen Stall der Hlg.-Kreuzpfründe. 
Desgleichen stiftete er ein Kapital von fl. 120 — zur Erhaltung des Stalles und 
des Gartenzaunes. 1832 stiftete Klemens Thöny ein Grundstück im Werte 
von fl. 550.—. Dieses wurde in der Folge verpachtet. Nachdem das Grund 
stück zweimal hintereinander vermurt wurde, verkaufte man es wieder, und 
der Erlös wurde dem Stiftungskapital zugeschlagen. 1890 erhöhte Joh. Alois 
Oswald Fritz das Stiftungskapital um fl. 875—, damit die Besoldung des Be- 
13
	        

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Bludenzer Geschichtsblätter 1989-05. 1989-05-01.
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