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Appenzeller Kalender 1977

Bibliografische Daten

fullscreen: Appenzeller Kalender 1977

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Appenzeller Kalender
Untertitel:
für das Jahr ..
Publikationsort:
Trogen
Verlag:
Kübler
Größe der Vorlage:
Online-Ressource

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407297863
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Appenzeller Kalender 1977
Veröffentlichungsjahr:
1977-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz407297863_1977

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Appenzeller Kalender
  • Appenzeller Kalender 1977

Volltext

Dekorationen wurde nicht von Kollektiven, 
sondern von Einzelpersonen, von reichen 
Tuch- und Spinnereiherren in Auftrag gege 
ben. Neunmal arbeiteten sie in Grubenmann- 
schen Bauten. Von grösser Bedeutung für die 
Moosbrugger war der Kontakt mit den Fami 
lien Zellweger und Honnerlag in Trogen. 
Nebst dem Auftrag zur vollständigen Aus- 
stuckierung ihrer Wohn- und Geschäftshäuser 
wurden die Künstler mit der Dekoration der 
neuen Kirche in Trogen betraut, für deren 
Kosten fast ausschliesslich die Zellweger auf 
kamen. 
Unter den Bau- und Kunsthandwerkern 
des 17. und 18. Jahrhunderts galt der Stukka 
teur als Spezialist. Als Fachmann unter den 
Gipsern waren ihm die künstlerischen Arbei 
ten Vorbehalten. Den selbstbewussten und 
sozial recht hoch stehenden Künstlern begeg- 
nete man mit der gebührenden Achtung. Der 
Stukkateur lieferte selbst die Entwürfe zu 
seinen Dekorationen, war planendes und aus 
führendes Organ zugleich. Beeinflusst wur 
den sie am ehesten durch Wünsche des Auf 
traggebers und grafische Vorlagen wie zum 
Beispiel der Rocaille. Die grossfigurigen 
Allegorien im Pfarrhaus Trogen sind wahr 
scheinlich auf den Einfluss des Schaffhauser 
Künstlers Johann Ulrich Schnetzler und seine 
Liebe für figürliche Motive zurückzuführen. 
Im Landsgemeinderelief und in der Dekora 
tion des zweiten Obergeschosses mit Darstel 
lungen aus der Befreiungssage der Eidge 
nossenschaft hat sich der Politiker Zellweger 
ein Denkmal gesetzt. Die Dekorationen sind 
Bekenntnisse zur demokratischen Freiheits 
idee und Ausdruck seines Glaubens an die 
Erziehbarkeit zur Freiheit. Für eine umfäng 
liche Deutung ausstuckierter profaner Inte 
rieurs ist die Kenntnis der Person des Auf 
traggebers sehr wichtig, ist doch die Stuck 
decke als unbewegliches Kunstgut das direkte 
Ergebnis aus einer Übereinkunft zwischen 
Auftraggeber und Künstler. Waren die Risse 
(Entwürfe) vom Bauherr genehmigt, wurde 
ein schriftlicher Akkord ausgestellt. Von den 
Moosbrugger haben sich nur deren drei er 
halten. Sie sind kurz, klar und beschränken 
sich auf wenige Hauptpunkte. 
4 
Material, Werkzeug und Verarbeitung 
Die Stuckmasse, die die Künstler im 17./18. 
Jahrhundert nördlich der Alpen verwendeten, 
bestand aus gesumpftem Kalk, Quarzsand und 
Gips. Die Rezepte der einzelnen Werkstätten 
wurden sorgsam gehütet. Um den Vorgang 
des Abbindens zu verzögern und möglichst 
viel Zeit zum sorgfältigen Ausmodellieren der 
feinen Details zu haben, wurden der Masse 
die verschiedensten Stoffe beigemischt: Milch, 
saure Milch, Molkenwasser, Most, Quark, Bier, 
Alkohol, Wein, Zucker oder Eibischwurzel 
pulver und Leimwasser. Leim, Quark, auch 
Mandel- oder Nussöl verliehen ihr zudem 
grössere Geschmeidigkeit. Zur Steigerung der 
Härte und Beständigkeit des Stucks setzte 
man weitere Stoffe, vor allem Alaun, zu. Für 
eine Beschreibung der genauen Zubereitung 
fehlt hier der Platz. Die verschiedensten Fak 
toren beeinflussten die Qualität der Stuck 
masse. Können die Zusätze auch nicht den 
Anleitungen entnommen werden, so findet 
man sie wenigstens in den Baurechnungen 
Kein Weg führt schneller zu Ihrem Herzen, als 
der durch's Ohr. Dort beginnt das Sich-hören 
und -verstehen. Nicht's verstellt Ihnen den 
Weg zur Persönlichkeit so, wie unrichtiges 
Hören. Besser Hören auf einfache Weise - 
Fragen Sie den Hörgerätefachmann, der auch 
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sicherung ist. Nur Bon senden! 
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Appenzeller Kalender 1977. 1977-01-01.
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