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Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft 1986-02

Bibliografische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft 1986-02

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Kultur
Untertitel:
Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft
Publikationsort:
Dornbirn
Verlag:
Verein KULTUR - Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz310869048
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft 1986-02
Veröffentlichungsjahr:
1986-02-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz310869048_1986_02

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Längle, Ulrike
Titel:
Hoamatle?
Beteiligte Personen:
Längle, Ulrike

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Kultur
  • Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft 1986-02
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Bludenz: "s'Städle für Dich und ..." - aber wo ist der Kultursaal, bitte?
  • Oper/Oratorium/Kammerkonzert: 1. Kaputte Seelenwelt
  • Oper/Oratorium/Kammerkonzert
  • Oper/Oratorium/Kammerkonzert: 3. Die neuen Braven
  • Wer war Rudi D.?
  • Interview mit Hanns Dieter Hüsch
  • Film Schnipsel
  • Hoamatle?
  • Frauen-Studien

Volltext

Zu: Edith und Klaus Lutz (Hrsg.): 
0 Hoamatle!-0 Hoamatle? 
Gedichte in Vorarlberger Mundart 
1955 - 1985. 
Bregenz: fink's Verlag 1985 
(=Mundart in Vorarlberg. Hrsg. 
vom Franz-Michael-Felder-Verein, 
Band 1) 
Hoamatle? 
22 
Daß im Mundartgedicht heute weder 
einfach die Heimat verklärt noch 
die bäuerliche Welt besungen 
wird, darauf deuten schon Titel 
und Umschlag der neuen Vorarl 
berger Dialektanthologie hin: 
Kaspar Hagens Bregenzer Heimat 
lied wurde mit einem Fragezeichen 
versehen, und der abgebildete 
Steyr-Traktor (Baujahr 1947) er 
innert höchstens noch ironisch an 
den Schollengeruch, der einst der 
Mundartdichtung anhaftete. Betont 
sachlich wirkt auch das Fehlen 
von Illustrationen und Noten, 
die häufig in Dialektanthologien 
die Texte ergänzen. Zusammenge- 
stellt und ediert wjrde die neue 
Bestandsaufnahme der Vorarlberger 
Mundartdichtung von den beiden 
Mittelschul lehrem Edith und 
Klaus Lutz, die einen Zeitraun 
von fast dreißig Jahren zu be 
arbeiten hatten, der seit dem 
Erscheinen des letzten Unter 
nehmens dieser Art, Arthur 
Schwarz 1 Sammlung "In der Sprache 
der Heimat" (1956), vergangen 
ist . Die Texte des Bandes werden 
begleitet von einer Einleitung 
der Herausgeber, einer sorgfäl 
tigen Bibliograohie der Primär 
literatur seit 1955 sowie der Se 
kundärliteratur und einem Auto 
renverzeichnis mit biogra 
phischen Kurzangaben. Leider 
fehlt ein Gesamtverzeichnis, 
sodaß die Übersichtlichkeit lei 
det und die Suche nach Einzel 
gedichten erschwert ist. Im 
Zeichen der Revision des 
überkommenen Bildes von Mundart- 
Literatur, genauer: Von Gedichten 
in Mundart, steht auch der Inhalt 
der Anthologie. In ihrer infor 
mativen und flüssig zu lesenden 
Einleitung mit dem program 
matischen Titel "Vom Ländle zur 
Region. Tradition und Veränderung 
in der Vorarlberger Mundartdich 
tung 1955-1985" geben die Heraus 
geber einen überblick über die 
Dialektdichtung in den vergange 
nen dreißig Jahren, wobei sie 
bestrebt waren, die spezifische 
Vorarlberger Entwicklung im 
überregionalen Kontext darzu 
stellen. Die Verbindung zwischen 
politischen (Regionalismusbe- 
wegung) und literarischen Ent 
wicklungen wird ebenso berück 
sichtigt wie die institutionellen 
Rahmenbedingungen (Publikations 
möglichkeiten, Veranstaltungen). 
Was die Auswahlkriterien be 
trifft, versuchen Lutz/Lutz einen 
Mittelweg zwischen "Dokumentation 
und literarischer Qualität"(16) 
zu geben , der vermutlich einer 
Gratwanderung nahekam, da es 
nicht leicht gewesen sein dürfte, 
eine zeitlich regional und per 
sonell möglichst große Bandbreite 
mit literarischen Qualitätsan 
sprüchen unter einen Hut zu 
bringen. Die Tatsache, daß von 
den 45 Autorinnen und Autoren aus 
allen Gegenden Vorarlbergs le 
diglich 10 auch schon bei Schwarz 
vertreten waren, zeigt, wie 
reichhaltig die Produktion in den 
letzten dreißig Jahren geworden 
ist und mit welcher Sorgfalt die 
Herausgeber nach Texten gefahndet 
haben. Mundartdichtung scheint 
nach wie vor eine Sache der mitt 
leren bis älteren Generation zu 
sein, denn 85% der Autorinnen und 
Autoren sind vor 1945 geboren 
(davon immerhin 25% noch vor dem 
1.Weltkrieg), von den restlichen 
15% ist der jüngste Jahrgang 
1953, also auch schon über 
dreißig. Obwohl die Auswahl be 
müht ist, auch die traditionelle
	        

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