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Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1969-01

Bibliographic data

fullscreen: Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1969-01

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Montfort
Subtitle:
Zeitschrift für Geschichte, Heimat- und Volkskunde Vorarlbergs
Place of publication:
Dornbirn
Publisher:
Vorarlberger Verl.-Anst.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz278241670
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1969-01
Year of publication:
1969-01-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz278241670_1969_01_mont_03_10_01

Section

Structure type:
Section
Title:
Schrifttum

Contents

Table of contents

  • Montfort
  • Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1969-01
  • Title page
  • Franz Michael Felder, Nach einem Foto gemalt von Hans Strobl.
  • Contents
  • Gestalt und Werk des Franz Michael Felder
  • Franz Michael Felder im Urteil seiner Mit- und Nachwelt
  • Bibliographie Franz Michael Felder
  • Franz Michel Willam — ein Enkel Franz Michael Felders
  • Die Bevölkerung Vorarlbergs vom Beginn des 16. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts
  • Bregenz am Vorabend der schwedischen Invasion
  • Aus dem Kulturleben Vorarlbergs
  • Schrifttum
  • Personalia

Full text

SCHRIFTTUM 
Die neue vielbändige Landes- und Volkskunde Vorarlbergs im Verhältnis zu den 
bisherigen Landeskunden. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 1961-1968, 
Die von einem beachtlichen Mitarbeiterstab geschaffene und von Univ.-Prof. 
Dr. Karl Ilg herausgegebene Landeskunde ist wenige Wochen vor Jahresende abge 
schlossen und vorgelegt worden. Als letztes erschien der zweite Band, Geschichte 
und Wirtschaft beinhaltend. 
Wie schon Univ.-Prof. Dr. Veiter in einer Besprechung bemerkte, wird zum In 
halt eines so großen Werkes erst nach einiger Zeit Stellung genommen werden 
können. Ich fühle mich deshalb an dieser Stelle noch nicht befugt, darüber zu 
urteilen, möchte aber doch versuchen, gewisse Vergleiche zu den bisher erschie 
nenen Landeskunden zu ziehen, vor allem solche, die sich aus der Grundeinstel- 
lang und der Zielsetzung solcher Werke ergeben haben. Vielleicht läßt auch die 
Komposition, das heißt die Aufgliederung des Stoffes einige Schlüsse zu. 
Die Beachtung, die die Heimatforschung, die Heimatkunde beim Volke erfährt, 
ist sehr von den Zeitanschauungen abhängig. Es hat Jahrzehnte gegeben, da die 
Volksseele und alle ihre Erscheinungsformen bedeutende Stoffe der Betrachtung 
waren, da Goethes Wort „Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man ihn recht 
zu pflegen weiß", vielschichte Wellen der Forschung ausgelöst hat, in den nach 
folgenden Jahrzehnten auch in unserem Lande. Und es gibt auch eine Zeit, da die 
Heimatbetrachtung einschließlich der Heimatkunst mit der Feststellung verteidigt 
wird „Kunst kenne keine Nation, doch müsse sie irgendwo geboren werden" 
(Henry Seidel Canby). In diesem Bewußtsein leben wir heute. Jugend und Volk 
sind mehr für das Ferne, für das Unbekannte, Ja das Exotische aufgeschlossen, der 
Jazz gilt mehr als der Walzer. Es ist Mode geworden, ins Ausland zu fliegen und 
am Stammtisch weltweite Erfahrungen auszutauschen, ln dieser Situation haftet 
der Heimatforschung fast etwas Kleinbürgerliches an. Wenn sie dennoch mehr 
denn je von der Landesverwaltung unterstützt wird, so liegt darin eine säkulare 
Bedeutung, die Brücken über schwere Zeiten in die Zukunft schlägt. 
Wo die Anfänge der Landeskunden Vorarlbergs liegen, ist schwer zu sagen. 
Wahrscheinlich dort, wo Heimatfreunde chronikalisches Geschehen festgehalten ha 
ben, etwa in der Embser Chronik des 17. Jahrhunderts oder in einer solchen der 
Anfangsjahre des 19. Jahrhunderts wie der des Kaplans Herburger aus Lingenau. 
Jedenfalls hat die nationale, landschaftsbetrachtende Art der jüngeren Romantik 
die Ideen Herders im ganzen deutschen Bereich angewendet und verschiedene Wis 
senschaften damit beschäftigt. 
130
	        

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