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Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1968-04

Bibliographic data

fullscreen: Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1968-04

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Montfort
Subtitle:
Zeitschrift für Geschichte, Heimat- und Volkskunde Vorarlbergs
Place of publication:
Dornbirn
Publisher:
Vorarlberger Verl.-Anst.
Scope:
Online-Ressource

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz278241670
Structure type:
Issue
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1968-04
Year of publication:
1968-04-01

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz278241670_1968_04_mont_03_09_04

Article

Structure type:
Article
Author:
Weber, Georg
Title:
Das Vorarlberger Bistum in pastoraltheologischer Sicht
People involved:
Weber, Georg

Contents

Table of contents

  • Montfort
  • Montfort : Zeitschrift f. Geschichte u. Gegenwart Vorarlbergs 1968-04
  • Title page
  • Contents
  • Die staatsrechtliche Bedeutung des Jahres 1918 für das Land Vorarlberg
  • Das Vorarlberger Bistum in pastoraltheologischer Sicht
  • Die Päpstliche Bulle „Caritas Christi"
  • Bibliothekskataloge als Quellen der Geistesgeschichte
  • Heilige im Bodenseeraum: Sankt Ulrich und Sankt Wiborada
  • 50 Jahre selbständiges Land Vorarlberg
  • Aus dem Kulturleben Vorarlbergs
  • Schrifttum
  • Personalia

Full text

Kreishauptmann in Bregenz auf das gebirgige Land, auf die Seelen 
zahl von 80.000, auf die 75 V2 Gehstunden Entfernung vom Bischofs 
sitz in Brixen, auf die Ungleichheit des Klerus und seiner religiösen 
Praxis im Ober- und Unterland (Churer und Konstanzer Bistumsan 
teil), auf das Unterbleiben der Firmungsspendung durch ein Jahr 
zehnt und dergleichen hinweist s . Daß der erste Generalvikar von Vor 
arlberg, Bischof Galura trotz materieller Anfangsschwierigkeiten von 
der Notwendigkeit eines Generalvikariates überzeugt war und hiefür 
ähnliche Gründe anführt, überrascht nicht; denn er blieb immer, trotz 
seiner Ausbildung unter dem geistlichen Referenten, dem späteren 
Staatssekretär Martin Lorenz aus Blons, dem einflußreichsten Mann in 
staatskirchlichen Angelegenheiten am Wiener Hof, vor allem Priester 
und bedeutender Pastoraltheologe 4 . In der eigentlichen Begründung 
für Bistumserrichtung vertrat bei den Verhandlungen der Heilige 
Stuhl am treuesten das pastorale Anliegen, wie es etwa in der Erklä 
rung des berühmten Staatssekretärs Pius VII., Cardinal Consalvi, zum 
Ausdruck kommt: kleinere Diözesen seien kirchlich erwünscht, da 
ihre Bischöfe umso intensivere Seelsorge entwickeln könnten 5 . Wenn 
Rom damals auf Vermehrung der Bistümer drängte und von sich aus 
es auch nicht bei einem bloßen Generalvikariat für Vorarlberg bewen 
den lassen wollte, dann hat es damit den Ernst der Einleitungsworte 
der Bulle Ex imposito wahr gemacht: „Die uns auf erlegte Hirtensorge 
verpflichtet uns ..." 
Auch im juristischen Teil des oben zitierten Werkes von E. Kar- 
linger—C. Holböck kommt das pastorale Anliegen nur zweitrangig, 
unter dem Aspekt der Verwaltung zur Sprache. Es wird darin auf die 
vorhandenen verwaltungsmäßigen Ansätze und Vorbedingungen zur 
Errichtung einer neuen Diözese hingewiesen (eigenes Territorium, 
Generalvikariat, bischöflicher Amtssitz, Domldrche, Klerus, der nur 
im Lande eingesetzt wird, Seelsorgeamt und Caritasstelle, u. dgl.) 8 . 
Das Bistum in pastomltheologisdiei Sicht 
Es sollen daher hier einige Ergänzungen folgen, angeregt durch 
die Konzilsdekrete und die daran knüpfenden Diskussionen unter 
Theologen, die den Rahmen eines historisch-juristisch ausgerichteten 
Werkes sprengen würden. 
Der wichtigste Passus im Konzilsdekret über die Hirtenaufgabe der 
Bischöfe (Christus Dominus) steht im Abschnitt 22 des 2. Kapitels: 
„Wenn die Diözese ihr eigentliches Ziel erreichen soll, muß im Got 
tesvolk, das zur Diözese gehört, das Wesen der Kirche deutlich sicht- 
638
	        

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