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Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees u. seiner Umgebung 2012 (130)

Bibliographic data

fullscreen: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees u. seiner Umgebung 2012 (130)

Structure type:
Periodical
Collection:
Bodensee Bibliotheken
Title:
Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung
Place of publication:
Ostfildern
Year of publication:
1869
Publisher:
Thorbecke

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408032952
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Bodensee Bibliotheken
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-94975
Author:
Huber, Johannes
Title:
Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees u. seiner Umgebung 2012
People involved:
Huber, Johannes
Volume,Issue,Number:
130
Place of publication:
Ostfildern
Year of publication:
2012
Publisher:
Thorbecke
Scope:
214 S.

Physical location:
Konstanz, Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM)
Shelfmark:
7 gsa 2/s23a-130
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz014854767_2012

Article

Structure type:
Article
Author:
Huber, Johannes
Title:
Die Fürstenland-Strasse entdecken in der Kulturlandschaft St. Gallen
People involved:
Huber, Johannes

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
Ein Blick nach Süddeutschland

Contents

Table of contents

  • Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung
  • Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees u. seiner Umgebung 2012 (130)
  • Title page
  • Table of contents
  • Vorwort des Verfassers
  • Die Fürstenland-Strasse entdecken in der Kulturlandschaft St. Gallen
  • Zum historischen Sachverhalt
  • Geschichte und Kultur der Abtei St. Gallen
  • Zeittafel
  • Stiftsbezirk und Stadtgebiet (St. Gallen)
  • Alte Landschaft (Rorschach-Wil)
  • Grafschaft Toggenburg
  • Vogtei Rheintal
  • Die Abtei St. Gallen und Appenzell
  • Ein Blick nach Süddeutschland
  • Glossar
  • Gedruckte Quellenwerke und Grundlagenliteratur (Auswahl)
  • Praktische Reiseinformationen
  • Register der Personen und Orte
  • Karten
  • Jahresbericht des Präsidenten über das Vereinsjahr 2010/2011
  • Bericht über die 124. Hauptversammlung am 9. Oktober 2011 in Friedrichshafen
  • Buchbesprechungen
  • Verein für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung

Full text

154 | 
PRAKTISCHER FÜHRER ZU DEN STÄTTEN DES STIFT-ST. GALLISCHEN ERBES 
Ein Blick nach Süddeutschland 
Die Schwerpunkte des Güterbesitzes der Abtei St. Gallen im süddeutschen Raum 
lagen im Raum Neu-Ravensburg nördlich der Bodenseestadt Lindau sowie im Ge- 
biet von Ebringen, südwestlich von Freiburg im Breisgau. In beiden Herrschafts- 
räumen bestanden bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts stift-st. gallische Pfar- 
reien, in denen auch st. gallische Klostergeistliche oder von St. Gallen visitierte 
Pfarrherren wirkten. Kleinere Herrschaf- 
ten bildeten Haslach, Roggenzell und 
Schwarzenbach, Wasserburg, Gutenstein 
und Vilsingen sowie Löffingen und 
Kirchzarten. – Nachfolgend soll das (für 
die jüngere Geschichte des Gallus- 
klosters) vielleicht bedeutendste Beispiel 
einer stift-st. gallischen Expositur (Ex- 
positur: auswärtige Pfarrei und/oder 
Verwaltungseinheit, hier des Gallusklos- 
ters), nämlich Ebringen, vorgestellt wer- 
den. Obwohl sich hier der vorliegende 
Beitrag weit von der Fürstenland-Strasse 
entfernt, scheint es dennoch geboten, 
wenigstens an einem prominenten Bei- 
spiel die intensiven Verbindungen der 
Gallusabtei in das Gebiet des heutigen 
Deutschland zu verdeutlichen. 
Beispiel: Expositur Ebringen 
Ebringen liegt rund acht Kilometer südwestlich von Freiburg im Breisgau, aus- 
gangs des Schwarzwaldes im hügeligen Gelände des Schönbergs (Schinberg). Die 
Gegend ist (und war) ein ausgesprochenes Weinbaugebiet, worauf bereits eine Ur- 
kunde aus der Zeit zwischen 716 und 721 Bezug nimmt. Ein im Scharetenacker 
(1320 erwähnt) nachgewiesenes Gräberfeld hing mit der alemannischen Besied- 
lung zusammen und wurde zwischen dem ausgehenden 6. und dem ausgehenden 
7. resp. dem frühen 8. Jahrhundert genutzt. Der Ort wird in der erwähnten Urkun- 
de (716–721) anlässlich einer Güterschenkung an die Abtei St. Gallen urkundlich 
erstmals erwähnt. Ebringen gehört somit zu den frühesten Besitzungen des Gallus- 
klosters überhaupt. Laut ungesicherter Tradition soll Ebringen Eigenbesitz (Patri- 
monium) des ersten St. Galler Abtes, Otmar, gewesen sein, den dieser also seinem 
Kloster eingebracht hätte. St. Gallen konzentrierte sich in der Gegend von Ebrin- 
gen auf den Ausbau und die Bewirtschaftung des Landes. Von allen weiter entfern- 
ten Güterkomplexen St. Gallens stellte die Herrschaft Ebringen den bedeutendsten 
und ertragreichsten dar. St. Gallen sicherte sich die Herrschaft und Verwaltung 
durch einen so genannten Aussenpropst, der sich – wenn er nicht selbst in Ebrin- 
gen weilte – vor Ort durch einen Prokurator (Propst) vertreten liess; auf diese Or- 
ganisationsform geht die Bezeichnung Propstei zurück, die Ebringen noch im 
18. Jahrhundert anhaftete. Anstelle der reisenden Pröpste residierten ab dem 
9. Jahrhundert Pröpste vor Ort, denen jeweils ein Schutzvogt beigestellt wurde. Die 
Kirchzarten, Pfarr- 
kirche St. Gallus. 1297 
stiess die Gallusabtei 
ihren Besitz in Kirch- 
zarten ab, darunter 
auch ihre Rechte an 
der Kirche. Noch 
während der st. galli- 
schen Epoche war 
das im Bild sichtbare 
ehemalige romanische 
Glockengeschoss 
entstanden. Es wird 
um 1100 datiert. 
Aufnahme 2007. 
07608_Huber_042_192.indd   11322.10.12   09:00
	        

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Huber, Johannes. Schriften Des Vereins Für Geschichte Des Bodensees U. Seiner Umgebung 2012. Thorbecke, 2012.
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