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Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees u. seiner Umgebung 1869

Bibliografische Daten

fullscreen: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees u. seiner Umgebung 1869

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung
Publikationsort:
Ostfildern
Veröffentlichungsjahr:
1869
Verlag:
Thorbecke

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz408032952
Strukturtyp:
Ausgabe
Sammlung:
Bodensee Bibliotheken
Titel:
Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees u. seiner Umgebung 1869
Veröffentlichungsjahr:
1869-01-01

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=bsz014854767_1869

Abschnitt

Strukturtyp:
Abschnitt
Titel:
III. Abhandlungen & Mittheilungen.

Artikel

Strukturtyp:
Artikel
Autor:
Eytenbenz, Johann
Titel:
4. Bunte Steine
Beteiligte Personen:
Eytenbenz, Johann

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung
  • Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees u. seiner Umgebung 1869
  • Titelseite
  • Impressum
  • Beilage
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Vereinsangelegenheiten
  • II. Vorträge bei der ersten Versammlung in Friedrichshafen, Den 19. Oktober 1868
  • III. Abhandlungen & Mittheilungen.
  • 1. Gallus Oheim, der Chronist des Klosters Reichenau
  • 2. Über den Fön und das Verschwinden der Eiszeit
  • 3. Bruchstücke altdeutscher Gebete
  • 4. Bunte Steine

Volltext

145 Hof und Grabenschütz. Jetzt erst giengen dem geprellten surften die Augen 
auf; 
im Zorne fchente er keine Kosten, um den entwichenen Goldmacher 
wieder 
in seine Hände zu bringen. Nach Längerem wurde dieser in den 
Niederlanden betroffen, auf einen Wagen geschmiedet und gefesselt in die 
Hauptstadt 
verbracht. Hier ließ der Fürst auf einem Werk von gewal- 
tigen 
Quadersteinen aus den 30 Centner Eisen einen Galgen errichten, 
solchen 
schön 
roth 
anstreichen und mit Gold auszieren. Dessen Höhe 
betrug 
18, 
die 
Breite 
aber 8 Schuhe. Auf diesem Galgen erbaute man 
einen 
zweiten, 
welchen 
der 
Wind mit Leichtigkeit bewegen konnte. 
Nach 
gefülltem 
Urtheil 
befahl der Fürst, dein Betrüger als einem 
Meineidigen 
die 
zwei 
Vorderfinger abzuhauen, ihn selbst aber, reich ge- 
schmückt 
mit 
goldenem 
Kleide, 
mit 
goldenen Schuhen und goldenem Hute, 
am 
obersten 
Galgen 
aufzuknüpfen. 
4. 
eine 
Buße 
früherer Zeit. 
Auf 
der 
Mezgerzunft 
in 
Ueberlingen 
stach am 24. Januar des 
Jahres 
1410 
der 
Weber 
Jakob 
Cäsperlin 
mit 
dem Beimesser Jergen 
Grunzer, 
einen 
Brunneumacher. 
Um 
den 
15. 
Februar desselben Jahres 
erlag 
der 
Verwundete 
seinen 
schweren 
Leiden. 
In 
Güte, jedoch mit Wis- 
sen 
des 
ehrsamen 
Raths 
der 
Stadt, 
verglich 
sich 
der 
Uebelthäter mit des 
Entleibten 
Wittib 
und 
versprach 
ihr 
inner 
5 
Jahren 
100 
fl. wie auch 
sonsten 
10 
fl. 
in 
ihre 
vorhabende 
Kindbette 
zu 
steuren. 
Auch 
nach 
wohlmeinendem 
Rathe 
einer 
geistlichen 
Obrigkeit 
hatte 
Jakob 
Cäsperlin 
Jergen 
zu 
büssen. 
Auf 
Sonntag 
Lätare 
ist 
solche 
Bnße 
gegeben 
worden: 
1) 
Soll 
Jakob 
Cäsperlin, 
der 
Weber, 
unter 
der 
Frühmesse 
auf 
seilte 
Kosten 
3 
heilige 
Messen 
halten 
lassen, 
2) 
in 
der 
einen 
in 
Klag­ 
kleidern 
knieen, 
eine 
brennende 
Kerzen 
in 
der 
Hand, 
auch 
Opfer 
gehen. 
3) 
Soll 
vor 
dem 
Frühmeß-Altar 
ein 
„Schräg", 
darauf 
ein 
Bahrtuch 
liegend, 
dabei 
angezündete 
Kerzen, 
gestellt 
werden. 
4) 
Nach 
Verrich­ 
tung 
der 
Messen 
sollen 
die 
Priester 
bei 
solchem 
Schräg 
das 
Placebo 
sprechen, 
dabei 
mit 
brennenden 
Kerzen 
der 
Büßer 
sich 
sinden. 
5) 
Soll 
besagter 
Büßer 
dem 
Bahrtuche 
anstatt 
des 
Entleibten 
das 
Weih- 
wasser 
geben. 
6) 
An 
der 
darauf 
folgeudeu 
Predigt 
soll 
er 
int 
Klagstuhle 
stehen, 
der 
Prediger 
aber 
von 
der 
Kanzel 
aus 
verkünden: 
„nun 
mer 
Jakob 
Cäsperlin 
absotviret 
sei." 
7) 
Soll 
der 
Todtschläger 
gemeiner 
Stadt 
die 
große 
'Einigung 
entrichten 
und 
fürderhin 
nur 
ein 
abgebrochen 
Mes­ 
ser 
tragen. 
5. 
eine 
Ueberlinger 
Fastnacht. 
Althergebrachtem 
Brauche 
gemäß 
verehrte 
der 
neu 
gewählte 
Com- 
meuthur 
der 
Mainau, 
Herr 
Jakob 
Gremblich, 
anno 
1603 
dem 
ehrsamen 
19 19
	        

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