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Homöopathisches Vademecum mit Beiträgen von verschiedenen Autoren

Bibliografische Daten

fullscreen: Homöopathisches Vademecum mit Beiträgen von verschiedenen Autoren

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Titel:
Homöopathisches Vademecum mit Beiträgen von verschiedenen Autoren
Beteiligte Personen:
Schwabe, Willmar
Publikationsort:
Leipzig
Veröffentlichungsjahr:
1875
Verlag:
Schwabe
Herausgeber:
Schwabe, Willmar

Physikalischer Standort:
EBH, Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=73388382

Appendix

Strukturtyp:
Appendix
Titel:
Anhang.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Homöopathisches Vademecum mit Beiträgen von verschiedenen Autoren
  • Titelseite
  • Vorwort zur ersten und zweiten Auflage.
  • Inhaltsverzeichniß.
  • I. - IV.
  • Anhang.

Volltext

184 
Plötzliche Lebensgefahren und deien Behandlung, 
Kreuzes, was ihr den Namen zugezogen. Von unserer gewöhnlichen 
unschädlichen Schlange, der gemeinen Ringelnatter slüolubsr ngtnx), 
unterscheidet sie sich schon aus der Entfernung durch den Mangel 
der gelben Flecke, welche letztere zu beiden Seiten des Hinterkopfes 
hat, sowie durch das Vorhandensein der Zickzacklinie auf dem Rücken. 
Der Biß ist in nördlichen Gegenden weniger gefährlich, als in 
südlichen. 
Der Verletzte empfindet sogleich einen heftigen Schmerz an der 
verwundeten Stelle, von welcher aus schnell eine große Geschwulst 
entsteht. Das Glied wird roth, bläulich, es folgen bald Ohn- 
machten, Zuckungen, erschwertes Athmen, kalter Schweiß, Brand 
des Gliedes — Tod. 
Die Behandlung ist dieselbe wie die des Bisses toller Hunde, 
und sei nur noch ein Mittel erwähnt, welches sich nach Smith's 
Erfahrungen strit. meä. 5. kobr. 1868) in mehreren Fällen 
von Cobrabissen bewährt hat: der theelöffelweise ^stündlich) ^^ 
abreichte (und nur so weit verdünnte, daß der Kranke ihn hinunter- 
zuschlingen vermag,) I.iquoi' Hmmonii 
Der Stich von Bienen, Wespen, Hornissen ist gewöhnlich 
nicht gefährlich, zumal wenn das Thier seinen Stachel nicht zurück- 
gelassen hat und reizbare Menschen nicht an mehreren Stellen ge- 
stochen worden sind. Gefährlich ist der Stich der Zunge, wenn 
das Thier beim Genuß einer Frucht, in der es sich befindet, in 
den Mund gelangt. Ist der Stachel zurückgeblieben, so versucht 
man ihn auszuziehen oder herauszuschneiden. Sonst betupft man 
die Stelle mit Î Huor ^minonii 
Anhang. 
Kurze Charakteristik einiger in der homöopathischen Heilmethode 
gebräuchlichen arzneilichen äußerlichen Beihnlfsmittel. 
1. Anlicll-Tinctur, 
aus der frischen, blühenden Berg-Arnica bereitete doppeltstarke Essenz, die 
man nicht mit der in allopathischen Apotheken käuflichen Arnica-Tinctur, 
welche aus den getrockneten Blüthen bereitet wird, verwechseln wolle. 
Sie wird bei allen Quetschungsschäden und solchen Leiden 
verwandt, welche durch längere Einwirkung von Druck entstanden sind und 
bei denen keine oder nur eine geringe Zerreißung der Oberhaut stattgefun- 
den hat, fondern wo mehr das unter ihr liegende Zellgewebe gequetscht 
ist, wodurch die betreffende Hautstelle anfänglich ein röthliches, fpäter 
bläuliches, grünliches oder gelbliches Aussehen erhält. Man reibt in 
solchen Fällen zunächst den gequetschten Theil mit der reinen Tinctur ein 
und mischt hierauf einen Theil dieser Tinctur mit fünf Theilen frischem 
Brunnenwasser, in welches man Leinwandcompressen taucht und diese auf 
die gequetschte Stelle tegt. Ist die Haut bei der Quetschung zu bedeutend 
verletzt worden, so muß man die Tinctur noch mehr verdünnen, einen 
Theil mit zehn bis zwanzig Theilen Wasser. Man vergleiche übrigens 
die vierte Abtheilung dieses Buches: Die Behandlung von Verletzungen, 
Quetschungen, Knochenbrüchen und Verbrennungen,) Sie kommt also 
zur Verwendung bei Brauschen, Quetschungen an den Ge- 
sichtstheilen, bei Quetschungen an den Geburtstheilen 
nach schweren Entbindungen, —wobei man leinene Tücher in die 
verdünnte Tinctur taucht und mit diesen halbstündlich frische Ueberschläge 
macht; — bei Hoden quetsch ungen, Quetschungen der Glied- 
maßen und Verstauchungen der Gelenke, Ferner bei Blasen 
an den Füßen, die durch längeres Gehen auf harten und steinigen 
Wegen entstanden sind, bei Hühneraugen und Leichdornen, bei 
brennenden und juckenden Frostbeulen, — Durchgesogene Brust- 
warzen befeuchtet man mit einer Mischung von 6 Tropfen der Tinctur 
auf 100 Tropfen Wasser, Doch wird das Durchsaugen in der Regel 
sicher verhütet, wenn man in den letzten Monaten der Schwangerschaft die 
Brustwarzen mit Arnica-Tinctur einreibt. — DurchgelegeneStellen 
bei Schwerkranken heilen fchnell und leicht, wenn man mit Arnica-Wasser 
(6 Tropfen Tinctur auf 100 Tropfen Wasser) befeuchtete Leinwand- 
polsterchen unterlegt und diese täglich mehrmals erneuert. 
Bei den Hausthieren findet die Arnica-Tinctur ebenfalls viel-
	        

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Zitierempfehlung

Schwabe, Willmar. Homöopathisches Vademecum Mit Beiträgen Von Verschiedenen Autoren. Schwabe, 1875.
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