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49. Jahrgang (1912)

Bibliografische Daten

fullscreen: 49. Jahrgang (1912)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Titel:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Untertitel:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Publikationsort:
Hamburg

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-577
Titel:
49. Jahrgang
Band, Heft, Nummer:
1912

Signatur:
online
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831294

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
November
Band, Heft, Nummer:
11

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 49. Jahrgang (1912)
  • Gesamtindex
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Volltext

gQ4 HANSA Deutsche nautische Zeitschrift. November 1912 wenn der Betrieb sich nicht mehr aufrechterhalten lasse damit er dann rechtzeitig stoppen k�nne. St. hat dann auch noch den Injektor angestellt und behauptet da� dadurch allerdings der Wasserspiegel im Kessel nicht gestiegen sei da� er sich aber anf gleicher H�he ge halten habe. Etwa eine Viertelstunde vor dem Unfall hat St. den Wasserstand zum letztenmal kontrolliert und fand ihn auf der niedrigsten Marke stehend. Darauf hat er sich in die Maschine begeben w�hrend mit voller Kraft weitergefahreu wurde. Nach einer Viertelstunde ungef�hr um 11 h erfolgte pl�tzlich ein dumpfer Knall und Feuer Wasser und Dampf f�llten den Heizraum den der Heizer W. rechtzeitig verlassen hat.e da er sah da� aus dem Steuerbordfeuer schwarzer Rauch hervortrat. Als die Leute nach etwa 6 Minuten den Heizraum betreten konnten zogen sie das Backbordfeuer heraus. Das Steuerbordfeuer war verl�scht das Flammrohr mit Sott und nasser Kohle angef�llt Der Dampfdruck welcher vorher 91 bis 10 Atm. betragen hatte war anf 0 gesunken. Der Heizer W. hat trotz der umfang reichsten Nachforschungen nicht aufgefunden und daher zweifellos in eingetretenem Wassermangel und dieser vor dem Seeamte nicht als Zeuge vernommen werden mu� wiederum darauf zur�ckgef�hrt werden da� dir k�nnen. Vor der Kesaelrevisionsbeh�rde ist er am Kessel w�hrend der Fahrt von Cuxhaven an wieder 1. Juni 1911 vernommen worden und hat dort wie stark geleckt haben mu� und da� die Maschinenspeise folgt ausgesagt Als trotz des Anstellens der Speise pumpe nnd des Injektors das Wasser mehr und mehr gefallen sei habe er dies dem Maschinisten gemeldet uud hinzugef�gt Meister es passiert etwas wenn Sie nicht daf�r sorgen da� mehr Wasser in den Kessel kommt. Als der Maschinist darauf den Wasserstand durchgeblasen habe sei aus beiden H�hnen nur Dampf herausgekommen. Da� er trotzdem weitergeheizt habe allen Mitteln nicht zu halten war ist nuu mit voller erkl�rte der Heizer jetzt als eine Dummheit. Er sei Kraft und voll brennenden Feuern so lange weiter aber dann anf eine Zeitlang nach oben gegangen weil gefahren worden bis der Kessel explodiert ist. F�r er mit dem Betrieb nichts mehr zu tun haben wolle diese au�erordentlich schwere Unvorsichtigkeit erscheint sei aber wieder in den Heizraum gegaugen um die der Maschinist in vollem Umfange verantwortlich und Feuer durchzusto�en da der Dampf weggefallen sei. Als er dann den schwarzen Bauch gesehen habe welcher aus dem Steuerbordfeuer herausgetreten sei sei er mit dem Maschinisten an Deck gelaufen. Gleich darauf sei als nicht beeidigt und vielleicht von �belwolleu beein die Explosion erfolgt. Diese Aussage hat der Heizer flu�t ausscheidet. auch dem Inspektor M. gegen�ber gemacht und ist ins Der Maschinist gibt zu da� er den Wasserverlust besondere auf eindringliche Vorhalte des Revisions bemerkt hatte nnd da� es ihm trotz Anstellens der ingenieurs Prale dabei geblieben da� er den Maschi nisten verschiedentlich gewarnt und aufgefordert habe sich von dem Wasserstaude selbst zu �berzeugen. Der Maschinist St. hat dem gegen�ber entschieden bestritteu da� der Heizer W. ihn irgendwie gewarnt oder auf gefordert habe den Wasserstand zu pr�fen. Er habe dies aus eigenem Antriebe getan und es sei als er das Wasserstandsglas durchgeblasen habe auch keineswegs Dampf sondern Wasser ans dem unteren Hahn ge Speisepumpe uud des Injektors nicht gelungen war den Wasserstand �ber die niedrigste Marke hinaufzubringen. Er gibt ferner zu da� er sich dann dabei beruhigt und w�hrend der n�chsten Viertelstunde den Wasserstand nicht weiter beobachtet hat w�hrend welcher mit Voll dampf weitergefahren wurde. Iu diesem von dem Maschi nisten zugegebenen Verhalten liegt eine schwere Fahr l�ssigkeit und leichtsinnige Gef�hrdung des Schiffes und der Besatzung. v JAnf dem AusgrnckJ V Verdienste am den wirtschaftlichen flotte eine Imperial Mercantile Marine. An dieseTat Aufschwung. sache erinnert in einer anregenden- Betrachtung das W�hrend in England seit Jahr nnd Tag dar�ber f�hrende englische Schiffahrtsblatt die Shipping verhandelt gestritten politisiert wird ob das Zustande Gazette. Gezeigt wird dort da� sich dieAuftr�ge kommen einer Reichskriegsflotte einer ImperialNavy zum Ban gro�er nnd schneller Handelsdampfer aus im Interesse des britischen Weltreiches liegt entsteht Kanada Australien und Neuseelandjst�udig mehren und zielbewu�t und im Stillen eine britische Keichshandels- da� im Verein hiermit auch dieSchiffsparks derjenigen kommen. Der Heizer habe den Heizraum �fters ver lassen weil es ihm dort zu hei� gewesen sei uud habe nichts davon gesagt da� er mit dem Betriebe nichts mehr zu tun haben wolle. Der Reichskommissar hat ausgef�hrt da� die Kesselexplosion auf eingetretenen Wassermangel infolge unsachgem��er Bedienung des Kessels durch den Heizer und ungen�gender sorgloser �berwachung durch den Maschinisten St. znr�ckzuf�hren sei. Von einem An trage auf Entziehung der Befugnis zur Aus�bung des Maschinistengewerbes gegen den Maschinisten St. werde Abstand genommen da die den Maschinisten belastenden Aussagen des Heizers nicht eidlich erh�rtet seien. Das Seeamt verk�ndete folgenden Spruch Die Kesselexplosion welche am 29. Mai 1911 auf dem Schleppdampfer Fairplay V stattgefnnden hat ist auf Wassermangel znr�ckzuf�hren. Der Wassermangel ist durch fahrl�ssige Behandlung des Kessels und der Speisevorrichtungen seitens des Maschinisten St. entstanden. Die Ursache der Kesselexplosion liegt hiernacli pumpe nicht ordentlich funktioniert hat. Da der Kessel w�hrend der Fanrt nach Cuxhaven und der Liegezeit dort dicht gewesen ist mu� mit dein Inspektor M. an genommen werden da� die neuerlicheu Leckagen erst w�hrend der Reise wieder durch irgend einen Fehler des Maschinisten entstanden sin... Mit diesem lecken Kessel in dem das Wasser mit zwar trifft ihn ein sehr schwere Vorwurf auch dann wenn man der Entscheidung nur das zu Grunde legt was er selbst eiur�umt und die Aussage des Heizers W.

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