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8. Jahrgang (1871)

Bibliografische Daten

fullscreen: 8. Jahrgang (1871)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Titel:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Untertitel:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Publikationsort:
Hamburg

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-50
Titel:
8. Jahrgang
Band, Heft, Nummer:
1871

Signatur:
online
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=7222383128

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Januar
Band, Heft, Nummer:
1

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 8. Jahrgang (1871)
  • Gesamtindex
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Volltext

Zufall �berlassen ob unter den Geschworenen ein Seemann sich befindet. International rechtskr�ftige Vorschriften �ber das Ausweichen auf See ferner �ber die Schiftsmessung namentlich �ber letztere harren uoch immer ihrer Vollendung. Und wenn einzelne Staaten noch ferner s�umig bleiben mit der Revision ihrer den Flor des Deutschen Seewesens verk�mmernden Gesetze und Statuten es ist der Zwang zur Mitnahme einer bestimmten Anzahl Schiffsjungen der Zwang zum Beitritt zur Partikularseeinannskasse zu nennen so wird gewiss die H�lfe des Kaiserlich Deutschen Bundesraths nicht vergebens angerufen werden. Die Leiden des Krieges haben sicherlich die Frage von der Unverletzlichkeit des auf See schwimmenden Privateigenthums unsern Staatslenkern nahe gelegt. Auch hier ist f�r die Presse wie f�r das betheiligte Publikum eine wichtige Aufgabe zu erf�llen. Die �ffentliche Meinung ist aufzukl�ren die Axt an den Giftbaura der bevorstehenden Vorurtheile zu legen. Aber wir d�rfen und wollen in dem alten Ph�akenleben nicht mehr verharren und Alles und Jedes nur vom Staate erwarten. Jeder Einzelne ist ein Theil vom Staat und viele Einzelne die ge- meinschaftlich wirken k�nnen nicht verfehlen Einfluss auf die Beh�rden des Staates zu �ben. Aus dem Bureau des Deutschen Nautischen Vereins. Die hohe Zweckm�ssigkeit der allgemeinen Ein- f�hrung eines wirklichen und wirksamenNebel-Signal- systems ist auf dem letzten Vereinstage in Berlin von allen Seiten anerkannt. Es ist auch der Antrag Bomke Der Vorstand des Deutschen Nautischen Ver- eins m�ge darauf hinwirken ein internationales derartiges Nebelsystem zu schaffen welches es den Schiffern m�glich macht aus den gegebenen Signalen die Lage ihrer Schiffe zu einander zu erkennen angenommen worden. Der Antragsteller hielt vier Nebelsignale f�r zweckm�ssig 1 f�r vor Anker liegende Schiffe die Glocke 2 f�r Backbord das Tuthorn 3 f�r Steuerbord die Klapperh�lzer 4 f�r beim Winde segelnde Schiffe das einfache Posthorn und f�r Dampfer die Pfeife 5 als Nothsignal eine Com- bination der obigen Signale. Die Versammlung war jedoch nicht in der Lage f�r ein bestimmtes System sich entscheiden zu k�nnen weshalb denn auch der Antrag Schivartz 1 ein Sig- nal f�r aukerude Schiffe 2 eins f�r vor dem Winde segelnde 3 eins f�r bei dem Winde segelnde und I zwei zur Unterscheidung der �ber Backbord und Deshalb fordert die Hansa s�iumtliche beim See- I Steuerbord liegenden Schiffe 4 eins f�r Dampfschiffe wesen Betheiligte zu treuer Mitwirkung auf. Ks giebt ein so grosses Feld das einzig und allein der Bear- beitung durch Privatth�tigkeit harrt um durch hun- dertf�ltige Fr�chte den Eleiss zu lohnen. Dahin ist in erster Linie die Verbreitung gemeinn�tziger Kennt- nisse zu z�hlen. Dies ist die unumg�ngliche Vorbe- dingung zu manchem Fortschritt. Will man die 5 eins f�r Nothf�lle einzuf�hren gefallen ist. Es wird dieser h�chst wichtige Gegenstand von Vegesack jetzt wieder angeregt indem dem Bureau ein dem Deutschen Verein gemachter Vorschlag ein- gesandt worden ist der wohl verdient in s�mmtlichen Bezirksvereinen zur Berathuug zu kommen. Dies ist nun mal wieder eine ins praktische Leben so recht Dunkelheit vertreiben so muss man doeh gewiss f�r tief eingreifende Frage ein Antrag der sich die Auf- Beleuchtungsmaterial zu allererst sorgen. Erst wenn g�be stellt Leib und Leben vieler Tauseude m�g- man dies zur Hand hat. kann man es anz�nden. Freilich das Bed�rfniss aus der Dunkelheit heraus- z u k o m m e n mu s s b e r e i t s v o r h a n d e n s e i n . Da s s d i e s noch nicht empfunden wird ist vielfach bei unsern Fachgenossen noch der wunde Fleck. Weil dies aber so ist liegt den Intelligenteren um so mehr die PHicht ob in ihrem n�chsten Kreise das n�thige Licht an- zuz�nden manche werden dadurcli im eigenen Vor- lichst sicher zu stellen es darf daher wohl eine leb- hafte Betlieiligung bei den Verhandlungen erwartet we r d e n . Zun�chst wird hervorgehoben die in Berlin zur Sprache gekommenen Mittel zum Signalgeben seien nicht kr�ftig genug. Zwei sich begegnende Schiffe die einen Fortgang von 6 bis 8 Meilen haben h�ren weder Klapper noch Horn weder Gong noch Glocke theil arbeiten. Noch dazu ist es solchen ziemlich i zur rechten Zeit namentlich wenn eines der Schiffe beijuem gemacht sie brauchen nur die bereits vor- handenen H�lfsmittel zu benutzen. Die Hansa will wie gesagt das W�nschen den Kindern und Andern �berlassen. Sie glaubt ein Recht zu haben an die Betheiligten die Mannung er- gehen zu lassen sie in ihrer uneigenn�tzigen und h�chst notwendigen Arbeit nach Kr�ften zu unter- st�tzen. Sie erwartet dass Jeder seine Schuldigkeit 1 Signalen tauglichen kr�ftigen leicht zu handhabenden thue. Wenn auch ein stetiges Fortschreiten in ge- meinn�tzigen Bestrebungen der beim Seewesen Iute- I keit zu setzen und ihren Wetteifer auch nach dieser ressirten nicht zu verkennen ist so bleibt doch noch immer sehr viel zu thun�brig. Beispielsweise sollten an Bord jedes in der grossen Fahrt befindlichen i menden Dampfschifffahrt manches Menschenleben Schifies die vollst�ndigen Jahrg�ngen der Hansa und I manches Schiff vor dem Untergange bewahrt werden. �berall eine fachm�nnisch ausger�stete kleine Schitfs- bibliothek statt der �blichen Romane etc. zu finden s e i n v o n 100 S e e s c h i f f e r n m� s s t e n mi n d e s t e n s z e h n sich bewogen f�hlen dann und wann Beitr�ge an die Hansa zu senden. Selbst daun wird es noch immer grosse aus Unwissenheit entspringende Verluste ge- ben. Aber sie werden seltener vorkommen. Beinahe �berfl�ssig erscheint es in unserer Zeit noch an die ba- nalen Spr�che Bildung nicht Politur macht frei und Wissen ist Macht erinnern zu m�ssen. Die Hansa erachtet es aber doch f�r erspriesslich die Erinne- rung daran in ihre Neujahrsbetrachtung aufzunehmen. Die Bezirksvereiue werden hierdurch ersucht wenn es die Zeit erlaubt mit dieser Frage sich zu besch�ftigen und Gutachten dar�ber dem Bureau einzusenden. Massgeblich d�rfte alsdann das Bundes- kanzleramt die richtige Beh�rde sein um die besagte Pr�mie auszusetzen denn die Mittel unseres Centrai- vereins reichen nicht so weit sie k�nnten dergleichen gemeinn�tzige Arbeiten kr�ftig unterst�tzen wenn erst alle vorhandenen Kr�fte ihm sich zugewandt h�tten. Aber voraussichtlich werden noch einige Jahre hingehen ehe wir so weit sind. An den Vegesacker Vorschlag mag hier noch ein anderer angeschlossen werden. Wenn f�r vor dem Winde segelnde Schiffe ein Signal eingef�hrt wird so werden sich auch solche mit Dampfkraft fahre. Zudem gebe es wenig Menschen die es verst�nden mit dem Horn einen weithin schal- lenden Ton hervorzubringen. Daran wird die Frage gekn�pft ob es wohl zweckm�ssig sei. die in j�ngster Zeit so weit vor- geschrittene Technik durch Auslobung einer Pr�mie f�r den Erfinder eines zum Ertheilen von Nebel- und nicht sehr kostspieligen Instruments in Th�tig- Richtung hin zu wecken. Wenn dies gelinge werde dadurch insbesondere bei der immer noch zuneh-

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