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76. Jahrgang (1939)

Bibliographic data

fullscreen: 76. Jahrgang (1939)

Structure type:
Periodical
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Title:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Subtitle:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Place of publication:
Hamburg

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Title:
76. Jahrgang
Volume,Issue,Number:
1939

Shelfmark:
online
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831276

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
April
Volume,Issue,Number:
4

Contents

Table of contents

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 76. Jahrgang (1939)
  • Overall index
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Full text

644 HANSA Deutsche Schiffahrtszeitschrift. M�rz 193g - Auf dem Ausguck. Neue Aufgaben der deutschen Verkehrspolitik. W�hrend man in London vergeblich versuchte die Erregung des interessierten Auslands vor allem der kleinerenStaaten �ber dieAbwicklung dertschechischen Frage als dauernde antideutsche Stimmung diplomatisch iestzulegen hat Deutschland durch den Abschlu� des Handelsabkommens mit Rum�nien den Vertrag mit der Slowakei und die Wiedervereinigung des Memellandes mit dem Reich erneut einen Sieg �ber die Unvernunft jener Kategorie von Politikern errungen die wieder ein mal ihre vornehmste Aufgabe darin sehen fremde V�lker wider ihre eignen Interessen f�r die kriegeriscnen Ziele der Westm�chte einzuspannen. Mit seinen 85 Mil lionen Menschen ist das Reich heute der weitaus be deutendste Markt in Europa geworden. Durch das weitreichende Wirtschaftsabkommen mit Rum�nien sind die wichtigsten Voraussetzungen f�r eine Verdichtung und Intensivierung des beiderseitigen G�teraustausches geschaffen wie mit keinem andeien Balkanland. Der Einflu� Deutschlands in S�dosteuropa ist f�r eine Politik auf weiteste Sicht wesentlich verst�ikt und sichert den L�ndern des S�dostens eine gedeihliche Ent faltung und Entwicklung ihrer eignen Wirtschaftskr�.te zu. Die s ch daraus f�r den Verkehr ergeoenden Auf gaben sind ebenso mannigfaltig wie umfassend. Durch den Beitritt Deutschlands zur europ�ischen Donau-Kom mission ist die Bedeutung der Donau als Gro�schiff fahrtsweg f�r Europa neu herausgestellt worden. In dem gro�en Vertragswerk mit Rum�nien ist die Errich tung von Freihafenzonen sowie die Anlage von Lager und Umschlagseinrichtungen f�r die deutsche Schiffahrt in rum�nischen H�fen vorgesehen. Zugleich sollen im Zuge der neuen Vereinbarungen das rum�nische Ver kehrswesen in gro�z�giger Weise ausgebaut und das Stra�ennetz und die Wasserwege verbessert und modernisiert werden. In dem Ma�e aber in dem im S�dosten neuer Verkehr erschlossen wird ist es die Aufgabe der deutschen Verkehrspolitik die im Werden begriffene Verkehrsachse Schwarzes MeerNord-Ostsee durch die bereits geplanten bzw. in Angriff genommenen deutschen Kanalbauten zu unter mauern und damit im gesamtdeutschen Interesse die verkehrstechnischen Voraussetzungen f�r eine weitere St�rkung des zwischenstaatlichen Verkehrs in R i c h tung deutsche Seeh�fen zu schaffen. Das wachsende Interesse das man in Polen dem Plan eines Weichsel-Dnester-Pruth-Kanals entgegenbringt unter streicht de zwingende Notwendigkeit zum bes.hleu- nigten Bau der deutschen Kanalwege von der Donau zur Oder Elbe und Weser. Mit der politischen Neuordnung in Mitteleuropa vor allem durch den Zuwachs B�hmens und M�hrens ist die deutsche Wirtschaltsstruktur zweifellos erheblich verbessert worden. Es w�re aber ein Grundirrtum daraus auf eine wirtschaftliche Abkehr Deutschlands von Westeuropa und Uebersee zu schlie�en. Sicher.ich wird eine Vollaussch�pfung der bisher brach liegenden landwrtschaftlichen und bergbaulichen Erzeugungs m�glichkeiten Mittel- und S�dosteuropas die Blockade waffe der Westm�chte weiter abstumpfen was britische Politiker als h�chst unangenehm empfinden jedoch wird es weiterhin notwendg sein unsere Handels beziehungen mit der �brigen Welt zu intensivieren und wo m�glich auszubauen. Die Ausfuhroffensive die der F�hrer in seiner gro�en Rede am30. Januar verk�ndete ist in ihrer Bedeutung nicht herabgemindert Auch in Zukunft geht es um die Forderung wie im Binnenland so auch im Au�enraum der deutschen Wirtschaft keine Energien zu vergeuden und alle Kr�fte gemeinsam unter das �konomische Prinzip des gr��tm�glichen Nutzens mit dem geringsten Kostenaufwand zu stellen. Weiter hin ist es die Aufgabe die Leistungen und Organisation unserer Schiffahrt und Seeh�fen die sich hervorragend bew�hrt haben und die f�r die Erf�llung der gestellten Ziele unentbehrlich sind voll einzusetzen und auch auf diesem Sektor der deutschen Wirt schaft in der Disziplin der Volksgemein schaft die entscheidende Voraussetzung zur Bew�hrung zu sehen. Der Gedanke der Schiffahrt und Seegeltung sowie die Forderungen der nationalen Seehafenpolitik m�ssen mehr denn je im deutschen Volk wachgehalten und ver wirklicht werden. Es geht z. B. nicht an da� laut Wirtschaftspolitische Parole vom M�rz d. Js. bei der Gro�industrie immer noch Bestrebungen dahin gehen ausl�ndische Tonnage zu bevorzugen. Weiter sollte man aus den Lehren die die letzte Verkehrsbilanz der kontinentalen Nordseeh�ien ergeben hat endlich die notwendigen Folgerungen ziehen und mit dem Bau d e s H a n s a - K a n a l s beginnen. Die vom F�hrer geforderte Konzentration aller Kr�fte erhebt dieses Kanalprojekt zu einer gesamtdeutschen Aufgabe. F�r die Seeschiffahrt selbst aber ist das Problem der Tonnageerneuerung durch die politische Neuordnung und den Zuwachs von bx2 Millionen Menschen noch dringlicher und wichtiger denn je geworden. Entfielen schon im Altreich auf 1000 Einwohner nur 62 BRT gegen�ber beispielsweise 1590 in Norwegen 386 in England und 331 in den Niederlanden so ist dieser Anteil in Gro�deutschland auf 44 BRT. gesunken. Zweifellos alarmierende Zahlen und Zeichen die die deutsche Schiffahrtspolitik vor die Notwendigkeit stelt die Leistungen und Schlagkraft unserer Handelsflotte auf einen Stand zu erh�hen und zu halten der den von der Politik und Wirtschaft gestellten Anforderungen vollauf und jederzeit entspricht. Da� keine Zeit zu verlieren ist zeigt die in dieser Woche gefallene Entscheidung des Board of Trade hinsichtlich der Subsidierung der britischen Schiffahrt. Die subventionierte britische Schiffahrt. Die von dem Pr�sidenten des Board of Trade am 28. 3. verk�ndeten Ma�nahmen zur Unterst�tzung der englischen Schiffahrt sehen f�r die Trampschiffahrt j�hrlich 23a Mill. Pfd. f�r einen Zeitraum von 5Jahren sowie f�r Neubauzwecke 22 Mill. verteilt auf die n�chsten 5 Jahre und die Bereitstellung eines Kredits in H�he von 10 Mll. Pfd. vor. Au�erdem beh�lt sich die britische Regierung vor gegevenenfais mittels direkter Subventionen die Linienschiffahrt in ihrem Wettbewerb mit anderen Flaggen zu unterst�tzen. Zu diesem Zweck wird ein aus Regierungsvertretern und Reedern zusammengesetzter Ausschu� gebildet der in einzelnen �ber die Notwendigkeit finanzieller BeihiTen entscheiden soll. Damit ist das was wir und zahl- re che andere Schiffahrtsnationen bef�rchtet haben Tat sache geworden Gro�britannien hat sich in die Reih der subventionierten Schiffahrtsl�nder gestellt wenn s

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