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28. Jahrgang (1891)

Bibliographic data

fullscreen: 28. Jahrgang (1891)

Structure type:
Periodical
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Title:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Subtitle:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Place of publication:
Hamburg

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-309
Title:
28. Jahrgang
Volume,Issue,Number:
1891

Shelfmark:
online
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831228

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Dezember
Volume,Issue,Number:
12

Contents

Table of contents

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 28. Jahrgang (1891)
  • Overall index
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Full text

dieses Wasser viel leichter an die Schraube ge- langen lassen als die oberen v�lligen Wasserlinien. Die Schraube wird also unten in fast ungest�rten oben dagegen in mehr oder weniger stark ge- wirbeltem Wasser arbeiten und somit wird die aus der ungleichen Dichtigkeit der verschiedenen Wasserschichten entstehende Ungleichheit der Wider- st�nde welche die einzelnen Schraubenfl�gel erfahren noch vermehrt werden. Verwickelter werden die Beziehungen zwischen Schraube und Steuer sobald ein in Fahrt voraus befindliches Schiff die Gangart der Maschine �ndert d. h. die Maschine pl�tzlich r�ckw�rts arbeiten pisst. Ein Anhalten der Maschine kann offenbar das Steuern des Schiffes nicht beeintr�chtigen da die Einfl�sse der von dem sich noch voraus bewegenden Schiffe durch das Wasser geschleppten Schraubenfl�gel an einer Seitedes Kiels notwendiger- Dies findet aber wie schon vorher angedeutet weise ebenso gross oder doch sehr wenig ver- worden ist nur im Anl�ngsstadium der Bewegung schieden von der anderen Seite sein werden. Kin statt. Hat dagegen der Dampfer unter der Ein- solcher Dampfer mit gestoppter Schraube muss wirkung der arbeitenden Schraube erst eine gewisse also genau so steuern .als oh die Schraube garnicht Geschwindigkeit erlangt so wirkt die Verschieden- vorhanden w�re lieber die Vorg�nge die dagegen heit in der V�lligkeit der oberen und unteren eintreten sobald ein Dampfer in massiger oder Wasserschichten nach einer ganz anderen Richtung voller Fahrt voraus seine Maschine r�ckw�rts hin und nur in Folge hiervon �ndert sich auch arbeiten l�sst hat Professor Osboure Reynolds im der Kinfluss der Schraube auf das Steuern des Jahre 1877 mit dem Dampfer ..Melrose1 praktische Schiffes in das gerade Gegcntheil des fr�heren. Versuche angestellt und diese Versuche ergaben W�hrend n�mlich die unteren schalten Wasser- dass der in Fahrt voraus befindliche Dampfer mit linien das von der Schraube beeinHusste Wasser r�ckw�rts arbeitender Schraube und hart Steuer- ziemlich ungehindert und mit seiner nat�rlichen bordruder nach Back- Dichtigkeit cn die unteren Fl�gel horanfliessen jf bord abfiel mit hart lassen hindern die oberen v�lligeren Wasserlinien des Hinterschiffes diesen Wasserzufluss mehr oder weniger stark und die Folge davon ist dass diese oberen Partien des Hinterschiffes eine bestimmte Wassernienge nach sich ziehen d. h. also es in einer Richtung in Bewegung setzen die derjenigen iles von der Schraube beeiivHiissten Wassers gerade entgegengesetzt ist. Diene Bewegung der oberen d. Ii. �ber der Schraubenwelle befindlichen Wasser- schichten bringt nun eine ebensolche Erscheinung hervor als ob die Dichtigkeit der Wasserschichten sich pl�tzlich gegen�ber der fr�heren umgekehrt h�tte d. Ii. als ob die Dichtigkeit der Wasser- schichten an der Oberfl�che gr�sser sei als am Kiel und ilie Folge davon ist dass jetzt die �ber der Wellenmitte sich bewegenden Schraubenfl�gel gr�ssere Widerst�nde erfahren als die unter ihr liegenden. Sobald dieser Umstand eintritt muss nat�rlich die in den Fig. 2 und Fig. 6 angedeutete im Wellenmittelpunkte angreifende Kraft P ihre Richtung nach der entgegengesetzten Seite wechseln und der Bug dts Schiffes dementsprechend nach der anderen Seite hin abfallen. Wie schon ein- gangs erw�hnt wurde muss also ein mit massiger oder voller Fahrt vorw�rts gehender Dampfer mit m i t t s c h i ff s l i e g e n d e m R u d e r b e i r e c h t s g � n g i g e r Schraube nach Steuerbord bei linksg�ngiger Schraube dagegen nach Backbord abfallen wollen und zur Krzielung des geradunCurses wird etwas Steuer-Bord bezw. etwas Backbordruder gegeben werden m�ssen. KbensowirdaucheinDampfermitm�ssigerodor voller Fahrt voraus bei rechtsg�ngiger Schraube am besten dem Steuerbordruder bei linksg�ngiger Schraube am raschesten dem Backbordruder gehorchen. Backhordruderu da- gegen noch st�rker nach Steuerbord ausscheerte sich also genau ent- gegengesetzt verhielt als er es unter norma- len Verh�ltnissen seiner Ruderlage nach h�tte anscheinend thiin m�s- sen. Der Vorgang ist inFig.7undFig.8 zur Anschauung ge- bracht und l�sst sich in folgender Weise er- kl�ren Zun�chst werden ganz allgemein die von dem i n F a h r t v o r a u s b e- findlichen Schifte ent- langfliessenden Wasser- mengen welche sich am Hintersteven vereini- gen durch die pl�tzlich r�ckw�rts schlagende rechtsg�ngige Schrau- be sehr erheblich ge- st�rt und in Wirb e- lungen versetzt sodass die dem BugdesSchiffes zugekehrte vordere Fl�che des hart Steuer- bord �bergelegten Ru ders �berhaupt nicht oder nur sehr wenig 585

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