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28. Jahrgang (1891)

Bibliographic data

fullscreen: 28. Jahrgang (1891)

Structure type:
Periodical
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Title:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Subtitle:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Place of publication:
Hamburg

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-309
Title:
28. Jahrgang
Volume,Issue,Number:
1891

Shelfmark:
online
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831228

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Dezember
Volume,Issue,Number:
12

Contents

Table of contents

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 28. Jahrgang (1891)
  • Overall index
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Full text

einen Secunfall darstelle in dieser Arbeitsver- weigerung eine solche St�rung erkannt hat. In- dessen war dies thatsilclilich nicht der Fall. Das Schiff konnte sofort nach Beendigung des Ladens seine Ruckreise antreten. Die.Auffassung desSee- anites muss also die sein dass die Arbeitsverwei- gerung an und f�r sich einen Unfall im Sinne des Seeunfallgesetzes bilde wiewohl nach gew�hnlicher und bisher �blicher Anschauung der Seeleute eine solche lediglich die Strafgerichte besch�ftigen konnte. zu geben. Wichtig genug d�rfte die Sache schon dadurch sein dass eine genaue. Kenntniss d er Verh�ltnisse es einem Schirlsf�hrer unter U m - st�nden erm�glichen kann durch ein den Einritts der Schraube ber�cksichtigendes Rudermann�ver eine drohende Collision zu vermeiden die in an- derem F a ll e unabwendbar werden j a geradezu herbeigef�hrt werden w�rde. F�r die nachfolgenden Betrachtungen m�ge angenommen werden dass die Vorg�nge sich in Selbstverst�ndlich sind die hier gemachten Er- stillem Wasser bei Windstille abspielen. Keiner �rterungen keineswegs dahin aufzufassen dass wir m�ge noch darauf hingewiesen werden dass alle f�r einen Schiffsffihrcr eintreten wollen der durch Angaben �ber die Ruderlage sieh nur auf das Trunksucht das Vertrauen welches der Rheder in Ruder selbst d. h. also nicht auf die alte nach ihn gesetzt verscherzt hat. Wir verfolgten bei vorn gerichtete Rinne beziehen. L�sst man denselben lediglich den Zweck unseren CollegCll unter obigen Voraussetzungen einen Schrauben- klar darzulegen unter welchen Unist�nden eine dampfer aus der Ruhelage vorw�rts angehen so Sceanitsverhandliing stattrinden kann. DerFall l�sst wird derselbe mit iiiittschifts-liegendeni Huder nicht sich denken dasseiiiSchifferdurcheine solchcArhcits- geradeaus gehen sondern unab�nderlich nach Steuer- verweigerung der Mannschaft unverschuldet seinem bord oder Backbord ausscheeren. und zwar mit Rheder der Dritten gegen�ber in eine schiefe rechtsg�ngiger Schraube immer nach Backbord Stellung ger�lb. In einem solchen Kalle kann es mit linksg�ugiger immer noch Steuerbord. Sobald ihm nur angenehm sein wenn durch eine Seeamts- aber nach kurzer Zeit das Schiff unter der Ein- verhandlung der wahre Sachverhalt klargestellt wird. wirkung der arbeitenden Schraube -ine gewisse Er wird dann unter Berufung auf die obenerw�hnte Verhandlung seinerseits den Antrag stellen k�nnen dass die Sache vor einem Seeamte untersucht wird und so Gelegenkeit haben sich von einem unge- wird die rechtsg�ngige Schraube ein Abfallen des rechten Verdachte zu reinigen. Der Einttuss des Propellers auf das Steuern der Schraubendampfer. Es ist eine in Kachkreisen schon seit langer Zeit und wohl allgemein bekannte Thatsache dass das Arbeiten der Schiffsschraube das Steuern der Schraubendanipfer in ganz eigenthUmlicher Weise heeiniiusst und es rinden sich auch in der ein- schl�gigen liitteratur hin und wieder Er�rterungen dieses Umstandes so z. B. im Engineering Bd. XX IT S. IS7 und im Prof. Buslcys Schiffs- maschine- Bd. II S. 86-1. Wenn trotzdem in den nachfolgenden Zeilen die in Krage kommenden Vorgange einer n�heren Betrachtung unterzogen Schiffes nach Backbord verursachen sodass im ersteren Kalle bei rechtsg�ngiger Schraube das Schiff stets etwas Backbordruder im zweiten Kalle bei linksg�ngiger Schraube dagegen etwas Steuer- bordruder verlangt um es auf geradem Curse zu erhalten. Nimmt man dagegen an. ein Schraubendampfer solle mit Mittschittsruder aus der Ruhelage r�ck- w�rts1 angehen so wird die rechtsg�ngige Schraube den Bug des Schiffes stets und dauernd nach Steuerbord abfallen machen w�hrend bei links- g�ngiger Schraube immer ein Abfallen nach Back- bord eintreten muss. E s ist hierbei aber wohl zu beachten dass dies nurf�r vollkommen oder nahe- zu stille Luft gilt. Bei bewegter Luft bringt es die Lage des Propellers vorne im Sinne der Bewegungsrichtung mit sich dass das Schiff stets in den Wind zu gelangen sucht. Die eben erw�hnten Vorg�nge m�gen als i die einfachsten zun�chst besprochen werden. Fig. j 1 stelle einen stillliegenden Dampfer dar der mit werden so geschieht das nur in dein Wunsche mitschiffsliegendem Ruder vorw�rts angehen soll die Ursachen derselben nach M�glichkeit klar zu j F i g . 2 seine rechtsg�ngige Schraube in etwas stellen und auch denjenigen Interessenten denen die angezogenen litterarischen Ver�ffentlichungen unzug�nglich sind ein m�glichst klares Bild davon Entscheidungen der Seoiinitcr. Stettin Ukuliolus gr�sserem Maassstabe von hinten gesehen. Die beabsichtigte Fahrtrichtung bedingt die durch die eingezeichneten Pfeile angedeutete Drehrichtung I des Propellers. Nun lehrt ein einfaches Gesetz derHydrostatik dass derDruck bezw. dieDichtig- Geschwindigkeit angenommen hat. weiden die eben erw�hnten Abweichungen sich in das gerade Tegen- theil umkehren d. h. mit mittschiffslicgendem Kader r83

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