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2. Jahrgang 1865 (1865)

Bibliografische Daten

fullscreen: 2. Jahrgang 1865 (1865)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Titel:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Untertitel:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Publikationsort:
Hamburg

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-89
Titel:
2. Jahrgang 1865
Band, Heft, Nummer:
1865

Signatur:
online
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=7222383122

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Dezember
Band, Heft, Nummer:
12

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 2. Jahrgang 1865 (1865)
  • Gesamtindex
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Volltext

-4- 420 des vorigen Monats bestehenden K�stenbezirksvereinen j zwei neue K�stenbezirksvereine Danzig und Stettin und ein neuer Binnenbezirksverein Nienburg hin- zugetreten sind. Projectirt sind jetzt acht neue Rettungsstationen f�r deren drei bereits die Boote bestellt sind. Der ersten Danziger Station Leba ist bereits eine Rettung aus Seege fahr mit dem Boote Daheim gegl�ckt die anderen Stationen haben in diesem Jahre gl�cklicherweise noch keine Gelegenheit gehabt Ret- mit der Deutschen Gesellschaft in intime Beziehungen grossem Werthe ist. Es enth�lt eine Zusammenstellung setzen vorl�ufig aber auf eigenen F�ssen zu stehen alles f�r Seeleute Wissenswerthen. was zur Vermei- versuchen will. dung von Ungl�ckstallen die leider in unserm Fache tungsdienste zu versehen aber diese Gelegenheiten Bestrebungen um Deutsches Rettungswesen bekannten werden nicht ausbleiben. In Stralsund hat sich ein Capitains W agner begr�ssen wir ein Werk das nicht besonderer Verein z. R. Bob. gebildet der sich zwar allein f�r Deutsche sondern f�r alle Seeleute von Rettung aus Seegefahr. eine so traurig grosse Zahl darstellen und zur Erhal- tung des Lebens beitragen kann. TO Rettung Schiffbr�chiger welchem wir auch den abteilungen. Die erste behandelt den Gebrauch des in unserer letzten Nummer enthaltenen Artikel Barometers und Thermometers so wie die Wetteran- y-Proben von Rettungsbooten verdanken ist uns nach- zeichen sodann folgen Bemerkungen �ber Wind und stehender Bericht zugegangen. Wetter im Engl. Canal und Norden Englands denen Am 24. dieses Monats des Vormittags I i i Uhr pas- sich eine Abhandlung �ber Cyclone und ein Capitel sirte der Schiffer H. J. Beb 0Oll von Grossefehn auf �ber Sturmsignale anschliesst. Nach Rathsehl�gen der Fahrt nach Norden das LeywachisehilV. Der dort beim Besuch der Gelbfieberh�fen kommen die Instruc- wachthabende Matrose .1 aco bs bemerkte bereits kurz tionen zur Behandlung der anscheinend Ertrunkenen rot 12 Uhr in istlicher Richtung das Schoonsche zur Vermeidung der Schitfs-Collisionen und zur Hand- Schilf im Sinken ruft die Mannschaft zusammen habung der offenen Boote in der Brandung. welche sich in ein zuf�llig beim VVachtschitle betind- Hohes nach Caiolinensiel bestimmtes Rettungsboot wirft I Rettungswesen f�r Schiffbr�chige das der Verfasser und mit den Kr�ften vier r�stiger Leute rasch mit grosser Vorliebe und einer der Wichtigkeit des das sinkende Fahrzeug erreicht. Das Schoonsche Schilf trieb bei den Baaken wo die Schiller Ballast auszuwerfen haben eine Seemeile oberhalb des Wacht- schitfs voll Wasser auf der Deckladung und hatte die Besatzung sich in den Top begeben Foekefall abge- schnitten und sich damit befestigt. Als das Rettungs- boot bei dem Wrack ankommt gleiten die Geretteten an der Takelage herunter und springen voller Freude mit dem Rufe -Gott sei Dank dass Ihr hier seid in Gegenstandes angemessenen Ausf�hrlichkeit behandelt hat und das alle L�nder wo Rettungsstationen existiren ber�cksichtigt. Ein Verzeichniss aller bekannten Sta- tionen mit Angabe der von ihnen gebotenen Mittel die Instructionen f�r Rettende und Gerettete Beschreibung und bildlicher Darstellung der verschiedenen Rettungs- apparate alles dies sind Gegenst�nde die f�r den Seemann die gr�sste Bedeutung haben und welche ihm das W agnersche Buch in klarer Uebersiehtlich- keit vorf�hrt w�hrend er bisher sich vergeblich hat bem�hen m�ssen etwas dar�ber zu erfahren. W enn man bedenkt welche beschr�nkte Zeit dem Capitain eines nur k�rzere Reisen in unsern nordischen Meeren machenden Handelsschiffes zu Gebote steht welche Ausdauer zu entfalten und welche Schwierigkeiten zu �berwinden sind um sich aus den verschiedenen L�ndern zuverl�ssige Data �ber alle die Gegenst�nde welche das Buch umfasst zu ver- das Boot wollen wenn thunlich noch Segel und son- stige Flethst�cke bergen und sodann das Schill ver- lassen. Die Wachtsehitf-Mannschaft bewegt den Schiffer indess zu bleiben tun mit ihrer H�lfe das Schiff wom�g- lich zu bergen. Zu dem Ende begeben Matrose J a c o b s und S c h o o u sich auf die Decklast und versuchen das Schiff vermittelst Schiebeb�ume zu steuern indessen die Uebrigen zum Bugsiren im Boote bleiben. W�hrend nun der Sturm sich etwas legt ist es gl�cklich gelun- gen schon Nachmittags Mannschaft nebst Schiff in den j schaffen so k�nnen die Seeleute f�r deren Wohlfahrt Hafen von Norden zu bringen. Die Mannschaft des I und Nutzen es geschrieben dem Verfasser nur sehr Wachtschifles kehrte trotz des wieder eingetretenen i dankbar sein und dies um so mehr als die edelste Sturmes aber selbstverst�ndlich nur mit gr�sster An- strengung und nach 3i-st�ndiger Arbeit von der Schar beim Charlottenpolder wieder auf ihre Station zur�ck. Das Ungl�ck ist dadurch entstanden dass der Schitier der einen Theil der Decklast verloren um nicht an Grund zu kommen hat �ber Stag gehen m�s- sen wobei das Schiff auf die Seite wo die Decklast liegen geblieben gefallen und in Folge gleichzeitigen Druckes von Sturm und Last Steuerbord unter- und das Schiff voll Wasser gelaufen war. An der Rettung haben sich betheiligt der Steuer- mann Penon die Matrosen Freise und Jacobs und der Sehiffskoch Schmidt. Wenn das Schiff auf Grund gestossn h�tte so w�rde entweder der Mast gebrochen oder das Fahrzeug bei seiner einseitigen hohen Decklast gekentert und die Besatzung wahrscheinlich verloren gewesen sein. Leywachtschiff den 28. Novbr. 1865. Uneigenn�tzigkeit wahres Interesse f�r seine Fach- genossen und Menschenliebe Capitain W a g n e r be- wogen haben sich dieser m�hevollen Arbeit zu unter- ziehen und das Werk auf seine eigenen Kosten drucken zu lassen. Der Ertrag des Buches ist n�mlich f�r die Danziger Seeschiffer-Wittwen-Casse be- s t i m m t und .wir d�rften schon deshalb erwarten dass die Seeleute dasselbe mit Wohlwollen aufnahmen w�rden selbst wenn sein Inhalt weniger gut und wichtig w�re als es der Fall ist. Die gr�sste Schwierig- keit besteht jedoch immer darin ein solches f�r den Nutzen des Seemannes geschriebenes Buch diesem selbst zug�nglich zu machen. W�hreud der wenigen Tage oder Wochen welche er in der Heimath zubringt und mit Gesch�ften �berh�uft ist f�hrt h�chstens der Zufall ihm solche Publicationen in die H�nde. Wir empfehlen daher den Rhedern die durch dergleichen B�cher noch ungleich gr�sssere Vortheile Literarisches. Nautische Bl�tter. Eine Zusammenstellung practi- scher und wissenswerther Notizen f�r Seeleute und Alle welche sich f�r das Seewesen interessiren. Von A . W a g n e r Schiffs-Capitain. Danzig 1865. Commis8ion8-Verlag vonTh. Bartling. Preis 2 rf. Durch den Vorstand des Ostfriesischen Vereins Der Inhalt des Buches besteht aus neun Haupt- In dem obigen Buche des durch seine r�hmlichen Den gr�sseren Theil des Werkes bildet jedoch das

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