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17. Jahrgang (1880)

Bibliografische Daten

fullscreen: 17. Jahrgang (1880)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Titel:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Untertitel:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Publikationsort:
Hamburg

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-169
Titel:
17. Jahrgang
Band, Heft, Nummer:
1880

Signatur:
online
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831217

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Dezember
Band, Heft, Nummer:
12

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 17. Jahrgang (1880)
  • Gesamtindex
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Volltext

ai 2G1 t� habe ich in einigen Teilen Unrecht dass aber eine I f�r werden nach der Gr�sse des Schiffes berechnet. H�tte ich mit der Samarang solche Stellings n�tig gehabt so w�rden die Geb�hren daf�r ungef�hr 70 Jt. betragen haben. Die zu zahlenden Hafengelder wer- den zwar nach der Gr�sse des Schiffes berechnet doch hat die Art der Ladung einen grossen Einfluss darauf. W ir zahlten an Hafengelder mit einer L a - dung Mais also Getreide von NVwyork kommend 18 4 per Kubikmeter Rauminhalt des Schiffes nach dem Messbrief. Eigentliche Stauer zum L�schen und Laden giebt es in Kiel nicht. Die Hafenlotsen sind die Annehmet1 daf�r. Man akkordirt mit ihnen und sie sorgen dann f�r die n�tigen Arbeitsleute auch liefern nie Hafen- lotsen frisches Wasser und Ballast. Alle Schiffsbe- d�rfnisse sind gut und preisw�rdig zu haben viel- leicht eine Kleinigkeit teurer als in Hamburg. Da Kiel keinen Export hat so m�ssen die Schiffe stets in Ballast versegeln. Ballast kostet gew�hnlich von 180 vi bis 2 Jt. die Last frei ins Schiff. F�r die L�schung unserer Ladung Mais bezahlte ich 4Jt. fM f�r20000TB. Jedwede Reparatur an einem Schiffe l�sst sich hier bewerkstelligen. Es sind mehrere Zimmerwerfte und Maschinenfabriken f�r Segel- und Dampfschiffs- bau vorhanden desgleichen ein sch�nes grosses schwimmendes Trockendock. Die Unkosten f�r dieses Trockendock sind jedoch im Vergleich mit solchen in andern deutschen H�fen wohl etwas hoch wie Berechtigung des Seemanns vorliegt sich nicht ganz am G�ngelbande IQhren zu lassen daf�r tritt die �ffentliche Meinung ein Es w�re vielleicht nicht so weit gekommen wenn nicht so viel Indolenz und Tr�umerei unter den Seeleuten herrschte die noch immer nicht weichen will und sie zur Selbstst�ndig- keit erwachen l�sst ich f�rchte wir sind auf dem Wege gerade durch die Handhabung des Seeunfall- gesetzes noch mehr zu versumpfen. Ich g�be wenig- stens meine Jungens nicht zu einem deutschen See- manne unter jetzigen Verh�ltnissen her Mit vorz�glicher Hochachtung etc. etc. Einige Bemerkungen �ber Kiel. Die Einsegelung in das Kielerrevier mit einer Spezialkarte Kielerbucht an Bord bietet selbst Fremden keine Schwierigkeit doch da das Lotsen- geld sehr gering ist so ist es Fremden jedenfalls anzuraten sich eines Lotsen zu bedienen. Lotsen- zwang ezistirt nicht deshalb kommen die Lotsen auch nur heraus wenn vom Feuerturni bei B�lk signalisirt wird dass das ansegelnde Schiff die Lotsenllagge auf hat. Man mache deshalb schon bei Zeiten das �b- liche Lotsensignal falls man nicht selber einsegeln oder draussen lauge beigedreht liegen will denn da die Lotsen nicht wie die Segelauweisuugen und die Karten angehen bei B�lk Feuerturm ihre Station haben sondern in Laboe einem kleinen Orte an der �stseite des Kielerrevieres wohnen so dauert es immer einige. Zeit bis sie nach aussen kommen. Wir hatten wenigstens schon 2 Stunden unsere Lot- seutlayge wehen ehe wir das Lotsenboot kleines Segelboot mit Sprietsegel und Orlogsflagge am Spiiet wehend in Sicht bekamen. Das Revier hat an der Westseite schwarze Bojen und Baken und au der Ostseite weisse Bojen und ist ganz rein. Die Lotsen bringen das Schiff bei Kiel zu Anker. Hafenlotsen giebt es auch. Die Geb�hren daf�r sind sehr gering verpflichtet glaube ich. ist niemand einen Hafun- lotsen zu nehmen. Da Kiel im Zollvereine liegt so m�ssen alle eiu- uud ausgehenden Schiffe bei der Festung Friedrichsort wo in der N�he des Feuertunns der Zollkutter oder das Wachtschift liegt beidrehen und die Visite des Zollbeamten abwarten. Viel Aufenthalt hat man dort nicht mau muss nat�rlich sein Manifest Konnosse- mente und Proviantliste in Ordnung haben. Kann die Ladung durch die Luken leicht versiegelt wer- gen dann geschieht dies hier durch die Beamten wenn nicht so wird ein Begleiter mit nach Kiel ge- geben wof�r im Ganzen nur �O i zu entrichten sind. In Kiel angekommen wird dann jeder Zugaug zu der Ladung und dem nicht steuerfreien Proviant versie- gelt. F�r die Versiegelung ist nichts zu entrichten. Beim L�schen von zollpflichtigen Waren ist ein Zoll- beamter stets an Bord er kontrollirt das Wiegen u. s. w. und geht alles sehr reell zu. Ausgehend hat man bei Friedrichsort wieder f�r die Zollvisite beizudrehen. Der Zollbeamte nimmt die Ausklarirungspapiere in Empfang und l�st die Siegel worauf man fertig ist. Schiffe bis zu 14 Fuss rh. Tiefgang k�nnen un- mittelbar an dio Kaje holen und dort l�schen und laden. Die Samarang ging 21 Fuss rh. tief musste deshalb erst iu Leichter l�schen sp�ter als sie l� bis 10 Fuss tief ging wurde so dicht als m�glich an Land geholt �ber Pr�hme f�r Ladungsempf�iigers Kosteu Stellage gemacht und so gel�scht. Kleinero Schifte mit Holz und Kohlen geladen liegen mit dein Vorsteven nach der L�schkaje zu und l�schen �ber den Bug. Die ben�tigen Spieren und Planken f�r Stellings liefert der Hafenmeister die Geb�hren da- folgende T abelle Brutto Register-Tons Von 90 bis 100 .J 160 .175 21IO 80 301 850 .. MO 480 50. . 880 800 860 700 751 r 800 .. 860 IHK. angiebt Aufluden u. Standgeld Niederlassen per Tag iratitikation an den Dockmeister . 80 1000 170 .. .. 1 050 1 100 1150 1 200 190. .. 200. 810. 220 830.- 150. X30.-.f5. 160.35. .10 .170..40 ISO.- 45. n190.v50. 10. 10- . 10. 15. 16. 20. - 20 200 55. 210. . 60.- 220 65 230 70. MO. . i . 250. 90. - 260. v 100. 270. 110. n 280. 120 r. 290. 130. 300. 140 - I 310. 150 320. 160. n 25.- 330. 340. 180.- 350 n 80 370.- 380 - 390. r und so fort f�r jede 50 Tons mehr H Jt. mehr f�r Ein- und Ausgehen und 10 Jt. t�gliches Standgeld mehr. Zimmermanns Tagelohn 4 Jt. 50 per Tag. Pitohpinc Holz zum Besahnsniast konnte ich l�r 2 Jt. per hainb. Kubikfuss kaufen. Die Makler-Geb�hren sind nicht hoch. Gew�hnlich berechnet man sich 20 netto per Last was also verh�ltnism�ssig sehr billig ist. wenn man bedenkt dass daf�r ein- und ausklarirt wird und auch die Frachtgelder einkassirt werden. Die Herren Sartori Beiger welche die Makler f�r unser Schiff waren sind in jeder Hinsicht zu em- pfehlen. Alles ii allem ist Kiel ein sehr billiger Platz. Unkosten f�r das hol. Schiff Samarang iu Kiel mit einer Ladung Getreide von Newyork eiukommend und in Ballast nach Amerika ausgehend Deklarationsgcbiihren Ji. .50 Hafen- und Britckenabgabcn 18 per Kubikmeter Rauminhalt des Schiffes 511 02 Lotsgeld eingebend 21 Fuss 38. ausgebend 131 n 33.58

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