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17. Jahrgang (1880)

Bibliografische Daten

fullscreen: 17. Jahrgang (1880)

Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Titel:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Untertitel:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Publikationsort:
Hamburg

Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-169
Titel:
17. Jahrgang
Band, Heft, Nummer:
1880

Signatur:
online
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831217

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Juni
Band, Heft, Nummer:
6

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 17. Jahrgang (1880)
  • Gesamtindex
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Volltext

Artikel Ein Dampfschiff in Fahrt muss mit seiner Dampf- pfeife oder einem anderen Dampfsigualapparat mindestens alle zwei Minuten einen lang gezogenen Ton geben. Es liegt wie ich glaube unter allen Umst�nden f�r andere Schiffe eine grosse Gefahr darin dass es den Dampfern frei gestellt ist. entweder eine Dampfpfeife oder irgend einen anderen Dampfsignalapparat etwa eine Sirene oder eine Dampftrompete zu gebrauchen. Nehmen wir einmal an dass ein mit einer kr�ftigen Dampttrompete ausger�steter Dampfer in nebligem Wetter nahe bei Xoid-Sand-Head Feuerschiff vielleicht etwas n�rdlich davon mit langsamstem Maschinengange SSO. steuert und h�utig um z u loten stoppt s o dass e r sehr wenig Fortgang macht. Er giebt dabei pflichtgem�sswie im Art. 12 vorgeschrieben alle 2 Minuten einen lang gezogeneu Ton von sagen wir etwa 5 Sekunden Dauer. Nehmen wir ferner an. dass zu gleicher Zeit ein nach dem Kanal bestimmtes Segel- oder Dampfschiff nach seinem Besteck beiSouth-Sand-Head in Wirklichkeit jedoch 2 bis 3 Sm. SSO. von Nord-Sand-Head steht und weder das Gong dieses Feuerschiffes noch dasjenige vom East Goodwin h�rt. Dagegen h�rt es die Dampttrompete des n�rdlich von ihm befindlichen Dampfers h�lt dieselbe f�r die Nebeltrompete vom South -Sand-Head Feuerschiff welche auch alle zwei Minuten einen lang gezogenen Ton von 5 Sekunden Dauer giebt und wird dadurch leicht veranlasst werden seinem Besteck zu grossen Glauben bei- zumessen. Und um so mehr wird das betreffende Schiff in dein gef�hrlichen Irrtum best�rkt werden mitje gr�sserer Regelm�ssigkeit der Dampfer seine Dampftrompete ert�nen l�sst und je weniger Ortsver�ndertuig derselbe macht. Auch das Lot giebt keine Aufkl�rung da die Wassertiefe an beiden Orten gleich unregelm�ssig und naheu die- selbe ist. Im Vertrauen aufsein Besteck wird nun das Schill namentlich wenn es ein Segler und der Wind �stlich ist inden Kanal einsetzen wollen. Es wird um der Varne nicht zu nahe zu kommen und um andererseits i bitte da doch woldereine oder derandere mit mir derselben Ansicht sein d�rfte uns eines besseren zu belehren wenn dieselbe irrig sein sollte. Hochachtungsvoll G. Andi k. Aus Briefen Deutscher Kapit�ne. XII. Humacao Yabucoa Port Mala und Mosquit. Von Kapt. H. Hoeken F�hrer der deutscheu Brigg Ceres. Hu ma c a o o d e r P o r t H u m a c a o d e r H a u p t v e r - schiffungsplatz f�r Zucker a n der SO-K�ste von Por - torico wird durch eine Bucht gebildet dieim NO von der massig hohen Insel Santiago und im S�den von der durch einen H�gel gekennzeichneten Candeleros- Spitze begrenzt wird. Etwa 2 Sm. n�rdlich von dieser Spitze ergiesst sich der Humacao Fluss i n das Meer und noch eine Meile weiter n�rdlich liegen nicht weit vom Lande zwei kleine Felseninseln diemit dem Namen Morillos belegt sind. Das wenig bedeutende St�dtchen Humacao liegt etwa 3 Sm. landeinw�rts an dem gleichnamigen Flusse istwie alle spanisch- westindischen St�dte gebaut und zeichnet sich nur durch eine nette Kirche wie durch das von einem sch�nen gr�nen Platze umgebene Stadthaus aus. Die Rhede von Humacao liegt jedoch nicht an der M�ndung des Flusses sondern 3 Sm. N O davon im S�den d e r kleinen Insel Santiago. Die sch�ne und ger�umige Rhede hat etwa 1819 Fuss Wasser und ist der Ankerplatz gegen alle Winde mit Aus- nahme derjenigen von OSO bis S gesch�tzt. Der gut haltende Aukergruud besteht aus feinem Saud und sind nirgends Steine oder Felsen zu bef�rchten. Ausser einer kleinen Bank mit nur 15 Fuss Wasser die sich Sm. i m S�den von der Insel Santiago befinden soll hat man bis auf Sm. vom Strande 18 Fuss Wasser Dampfnebeltrompete von S. Foreland vor allzu grosser Ann�herung warnt etwa WzS. steuern und trotz aller notwendig erscheinenden Vorsichtsmassregeln i n Gefahr geraten auf Goodwill Saud zu laufen. Solcher Beispiele w�rden sich viele aufstellen lassen. D a s vorliegende wurde nur deshalb gew�hlt weil der grosse Dampferverkehr vor der Themsem�ndung und in derNordsee vor dem Eingang zum Kanal es am augenscheinlichsten macht welch grosse Gefahr f�randere Schiffe darin liegt wenn es den Dampfern freigestellt ist nach Belieben entweder eine Dampfpeife oder irgend einen anderen Dampfsignal- apparat z u benutzen unbek�mmert darum ob �hnliche auf Feuerschiffen oder sonstigen Stationen gebraucht werden wie sie jetzt auf Feuerschiffen wol durchgehend durch einen Blasebalg zum Schmettern gebracht wird in der Entfernung von 1 oder 2 Sm. miteiner Dampf-Nebel- trompete verwechselt Man wende dagegen nicht ein dass die weitaus gr�ssere Anzahl Dampfer beim Gebrauch der jetzt �blichen Dampfpfeife bleiben werde. Dadurch w�rde die Gefahr d e r Verwechselung i n dem einzelnen Falle nur u m so gr�sser. Manchen t�chtigen und vor- sichtigen Schiffsf�hrer mag es auch geben der namentlich wenn er l�ngere Jahre auf weiten Reisen besch�ftigt ge- wesen ist den Unterschied zwischen einer Sirene einer Dampftrompete und einein Dampf-Nebelhorn kennenzu lernen nie Gelegenheit gehabt hat. Eine Dampfpfeife dagegen habe sie einen hohen schrillen oder einen tiefen Ton kennt jeder Seemann heraus von dem Ton irgend eines anderen Dampfsignalapparates. Ich glaube deshalb dass Art. 12 der neuen Verord- nungen unter a einen wunden Punkt enth�lt keinenfalls aber gegen unser altes Strassenrecht auf See gehalten ein Fortschritt ist. I c h besebeide mich aber gern und S-i 118 13 F�hlung mit demLande zu behalten wo ihn ja die welche Tiefe nach dem Lande zuallm�hlig abflacht so dass man seinen Ankerplatz nach Belieben w�hlen kann. Ich w�rde jedoch dazu raten das Schiff WNW von der S�dspitze der Insel eine Sm. vom Strande und l Sm. von der Insel auf 3 Faden zu verankern da man hier am g�nstigsten liegt. Um die Nordspitze der Insel herum z u gehen ist nicht m�glich d a sich von dieser eine Bank mit nur810Fuss Wasser nach dein Strande zu erstreckt. Einvon Osten kommendes und nach Humacao bestimmtes Schiff sollte die S W - Spitze von Vieques aufetwa 3 Sm. Entfernung um- segein wenn Wind und Wetter dies gestatten. D e r Kurs von hier nach der Insel Santiago ist NWzWJW jedoch kann mau bei s�dlichem Winde gern W N W und bei n�rdlichem Winde NW z W steuern d a d e r Wie leicht wird eine kr�ftig t�nende Nebeltrompete Strom sich mit Ausuahmo ander K�ste von Porto- um diese w�hrend Nebels kenutlich zu machen. rico. wo Ebbe und Flut st�rker auftreten nach dem Winde richtet. Bei starkein n�rdlichen Winde w�rde man sogar N W steuern k�nnen d a dann der nach S�den setzende Strom manchmal bedeutend ist w�h- rend der n�rdliche Strom niestark auftreten wird. Weil eine K�ste beim senkrechten Ansegeln immer schlecht auszumachen ist muss mau a u f alle F�lle bem�ht sein diekleine Insel Santiago inSichtzu bekommen um die Rhede finden zuk�nnen. Es ist dies jedoch sehr leicht dadie Insel sich in Gestalt von zwei H�geln einem gr�sseren s�dlichen und einem kleiuereu n�rdlichen als dunkelgr�ne Masse deutlich von dem dahinter liegenden heller aussehenden Berg- lande abhebt. Noch eher wird man vielleicht Point Lima ein scharf in die Augen fallendes Vorgebirge welches etwa 4 Sm. ONO von Santiago liegt und eben- falls von sehr dunkler F�rbung ist ausmachen. H a t mau Santiago i u Sicht so steuere mau direct darauf Die Ceres besuchte diese H�fen im Mai u. Juni 1879.

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