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15. Jahrgang (1878)

Bibliographic data

fullscreen: 15. Jahrgang (1878)

Structure type:
Periodical
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Title:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Subtitle:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Place of publication:
Hamburg

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-215
Title:
15. Jahrgang
Volume,Issue,Number:
1878

Shelfmark:
online
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831215

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Januar
Volume,Issue,Number:
1

Contents

Table of contents

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 15. Jahrgang (1878)
  • Overall index
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Full text

lels befindet welches zwischen 30 und 31 N. liegt und welches er soeben mit dem Lineal construirte. Obgleich er also seinen Beobachtungsort nicht genau angeben und den Besteckpuukt auf der Karte nicht finden kann so hat er doch eine Linie auf welcher er nothwendig stehen muss denn diese ist ein St�ck jenes Kreises auf welchem im Augenblick der Beob- achtung die Sonne �berall dieselbe n�mlich die beobachtete H�he hatte. 7 Berechnet man noch aus der Beobachtung das Azimuth der Sonne so findet man dasselbe gleich N 88 0. Da nun die Richtung zur Sonne senkrecht steht auf der Sumnerschen Liuie so kann man letztere Linie auch noch in folgender Weise construiren. Man ziehe durch den berechneten Punkt 30 N. und 8434 VV. eine Gerade welche mit der Nordrich- tung einen Winkel von 88 nach Osten hin bildet und errichte auf dieser im berechneten Punkte eine Senkrechte so ist diese Senkrechte die verlangte Sumnersche Linie. Wie man sieht schneidet die Sumnersche Linie den Breitenparallel unter einem Winkel welcher gleich dem Azimuth des beobach- teten Gestirns ist daher braucht mau bei einiger Uebung die Azimuthlinie nicht mehr zu ziehen. 8 H�tte nun ein Anderer imselben Augenblick die Sonne um 10 Minutenh�her beobachtet so w�rde er auch dem Zenithaipunkt der Sonne um 10 See- meilen n�her gestanden haben. Setzt man also auf der Azimuthlinie nach der Seite der Sonne hin zehn Seemeilen ab und zieht durch den erreichten Punkt eine Parallele mit der ersten Sumnerschen Linie so er- h�lt man auch die des zweiten Beobachters. W�re die Sonne 10 Minuten niedriger beobachtet worden so w�rde die zugeh�rige Sumnersche Linie auch in 10 Seemeilen Abstand aber auf der dem Zenitbai- punkt abgewendeten Seite mit der ersten parallel laufen. Diese Bemerkung giebt uns Veranlassung von einer gegebenen Sumnerschen Linie auf eine andere welche einige Seemeilen davon entfernt ist n�mlich um die H�hendifferenz in Minuten �ber- zugehen. 9 Sir William Thomson hat nun Tafeln be- rechnen lassen aus welchen man die zur Construc- tion einer Sumnerschen Linie n�thigeu Daten sehr einfach entnehmen kann. Um dies zu erm�glichen denken wir uns das sph�risch-astronomische Funda- mental-Dreieck durch ein Loth welches wir vom Orte des Gestirns auf den Meridian f�llen in zwei recht- Stundenwinkel aber hat man aufzupassen ob der selbe vom uuteren oder oberen Meridian zu rechnen ist. Indesskann die Z�hlung desStundenwinkels vom unteren Meridian bei der Sonne wenigstens im Ganzen nicht oft vorkommen da man die Berechnung des Stunden- winkels vor 6 Uhr Morgens oder nach 6 Uhr wahrer Zeit Abends nur in besonderen F�llen vornehmen wird. Bei Beobachtung der Fixsterne d�rfte eine Z�hlung des Stundenwinkels vom unteren Meridian ebenfalls nicht h�ufig von N�then sein da man in der Regel bei Fixsternbeobachtungeu mit Auswahl verfahren kann. Alles in Allemgenommen wird man auch bei hinreichender Uebung durch die Thomson- s c h e n T a f e l n d i e h e r k � mml i c h e n n a u t i s c h e n R e c h - nungen nicht ganz entbehren k�nnen. 11 Eine wesentliche Erleichterung bei der A n- wendung hat die deutsche Ausgabe der Tafeln durch die Hinzuf�gung einer H�lfstafel gebracht vermit- telst welcher man die mit a �berschriebene Spalte worin man die Werthe f�r Stundenwinkel und Azi- muth zu suchen hat u�herungsweise leicht findet. Zur Erl�uterung m�gen folgende Beispiele dienen. Es sei auf 49 N. Br- bei 16 30 N. Abweichung die wahre H�he der Sonne Vorm. zu 38 24 ge- funden. Welches ist zugeh�riges Azimuth und zuge- h�riger Stundenwinkel Der gen�herte Orts-Stundenwinkel sei 50. Vermittelst der H�lfstafel findet man a 47. Da s L o t h vo m S o n n e n o r t a u f d e n Me r i d i a n f�llt ausserhalb des Fundamentaldreiecks dadurch differiren die auf dem Meridian liegenden Seiten b der beiden entstehenden rechtwinkligen Dreiecke um das volle Breitencomplement. Dieses ist aber 41. Man sucht nun in der Spalte a 47 zwei Werthe in der mit o-hypotenuse �berschriebenen Spalte welche um 41 von einander abstehen diese 41 in der von 0 bis 90 gehenden b-Spalte der Tatel ge- z�hlt und von denen der eine so nahe als m�glich mit der H�he und der andere ebenso mit der Ab- iveichung der Sonne �bereinkommt. Man findet Abweichung li45. H�he 38 32. Ueber die Abweichung steht in Spalte A ein Winkel welcher gleich dem zugeh�rigen �rtsstunden- winkel neben der H�he aber ein Winkel welcher gleich dem Azimuth ist. In unserm Falle ist nun Orts-Stundenw. 4948. Azimuth 09 14. W�re mithin die Abweichung der Sonne 1645 1S-9 er die Greenwicher Zeit bestimmt verlassen so muss Blick erscheinen m�chte. Bei der Berechnung des er sich auf 840 34 W. Lg. befinden. Ist die Breite Azimuthes kommt dieser Umstand verh�ltnissm�ssig aber zweifelhaft und liegt die richtige Breite zwischen 30 und 31 N. so wird er auch nicht genau wissen auf welcher L�nge er sich befindet aber voraus- gesetzt dass die H�henbeobachtung gut war er gleichnamigen oder ungleichnamigen Pole. Bei dem weiss dass er sich auf dem St�ck des H�henparal- winklige Dreiecke getheilt. Wir haben aber zwei I uud die beobachtete wahre H�he der Sonne 38 32 F�lle zu unterscheiden da das Loth einmal in das so w�rde man f�r den Augenblick der Beobachtung Dreieck selber fallen kann oder auch ein andermal j haben auf 49N. Br. ausserhalb desselben bleibt. Dieses Loth a genannt liegt in dem rechtwinkligen Dreiecke welches die Pol- distanz des Gestirns enth�lt dem Stundenwinkel A ge- nannt dagegen in demjenigen Dreieck welches die Zenithdistanz des Gestirns enth�lt dem Azimuth ebenfalls mit A bezeichnet gegen�ber. Wer mit der Anwendung der WitcheHschen Methode der Mond- distanzen vertraut ist wird sich leicht vorstellen k�nnen wohin das Loth f�llt f�r jeden Andern aber enth�lt die Anweisung zum Gebrauch der Tafel das Nothweudige. Statt der Poldistanz ist die Abweichung statt der Zenithdistanz die H�he in den Tafeln an- gegeben. 10 Da die Tafeln nun aber keinen Winkel ent- halten welcher gr�sser ist als 90 so ist ihr Ge- brauch nicht ganz so einfach wie es auf den ersten Abweichung H�he Stundenw. Azimuth IG0 45. 3832. 49 48 9 14 Da dieses aber nicht der Fall ist so suchen wir entweder in derselben a-Spalte oder einer be- nachbarten neuerdings Werthe welche um das Breiten- complement 410 von einander abstehen. Wir er- halten aus derselben a-Spalte in unserm Falle weniger in Betracht als beim Stundenwinkel. Man wird ohne Schwierigkeit fiuden von welchem Pol das Azi- muth zu rechnen ist ob von dem mit der Abweichung A b w e i c h u n g 166 H � h e 3811 S t u n d e n w. 4934 A z i m u t h 6829 Diese neuerdings erhaltenen Werthe m�ssen nun so genommen werden dass die wirklich stattfindende Abweichung also in unserem Beispiel 13 30 dazwischen f�llt. Daun kann man f�r die wirkliche Abweichung die auderu Werthe durch eine einfache

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