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15. Jahrgang (1878)

Bibliographic data

fullscreen: 15. Jahrgang (1878)

Structure type:
Periodical
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Title:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Subtitle:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Place of publication:
Hamburg

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-215
Title:
15. Jahrgang
Volume,Issue,Number:
1878

Shelfmark:
online
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831215

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Januar
Volume,Issue,Number:
1

Contents

Table of contents

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 15. Jahrgang (1878)
  • Overall index
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Full text

J 12 t3 eiserner Willenskraft und r�cksichtslosem Vorw�rts- der Tr�ger untereinander und mit den F�hrern sich streben gelang das Wagniss wie werden wir weiter stundenweit dehnt ist kein seltenes Vorkommniss nicht nach seinen eigenen Worten h�ren. Welche Bedeutung zu betretende Kreuz- und Irrwege im Walde werden der Lualaba schon in Nyangwe 1400 Sm. von seiner dann durch quer�ber gelegte Zweige bezeichnet. M�ndung als Congo hat mag man aus Livingstones Darstellung erkennen welcher ihn dort als einen Strom von 12Sm. Breite 1215 Tiefe und 12 Sm. Stromgeschwindigkeit per Stunde schildert welcher per Secunde etwa 4000 Cubikmeter Wasser vorbei- f�hrt. Werthgegenst�nde der Europ�er im Innern sind Baum- wollen- und Wollenzeuge Glasperlen und Muscheln die aber der Mode unterworfen sind und verschiedene Ger�thschaften auch S�mereien und Arzneien Kupfer- undEisenger�the werden in dem metallreichen Kotinga von den Eingeborenen auch angefertigt daf�r werden Lebensmittel eingetauscht indem man sich gegen- seitig entsprechende Werthe schenkt. Waffen Pulver Seinen vorlaufig erst pr. Telegramm bekannt gegebenen Lauf betreffend so haben wir in unserer Karte mit Blaustift ab 0 0 Breite und 26 0 L�nge die neueste Zeichnung seines Laufes eingetragen wie ihn Dr. Petermann laut dem 12. Heft 1877 seiner i Sklaven und Elephantenz�hne auch Flechtarbeiten Geographisch. Mittheilungen nach den verschiedenen i gern hergeben. Der Sklavenhandel der Fluch Iiiner- und Blei sind begehrte Artikel wof�r die Einge- t borenen ihre besonderen Werthobjecte. n�mlich Telegrammen und Briefen Stanleys vermuthet. Da Stanley nach seiner Ankunft in Embomma und am Atlantic zuerst eine Pflicht der Menschlichkeit erf�llt hat indem er selbst seine Begleiter wieder nach Zanzibar zur�ckbrachte und jetzt auf der R�ckreise bereits Marseille passirt hat. so werden wir sehr bald von London aus die genaueren Details er- meist Frauen besuchte Wochenm�rkte abgehalten fahren und wird dann eine berichtigte Eintragung werden in Folge geringf�gigen Streites eigentlich auch der Zufl�sse des Congo die von S�den her bloss um sich in Respect zu setzen und um das wegen der allgemeinen Abdachung des Landes nach Norden sicher sehr zahlreich werden d�rften m�glich sein. Sklavengesch�ft erfolgreich vorzubereiten mitten in das harmlose Get�mmel salvenweise hineinschossen und Hunderte unschuldiger Marktbesucher t�dteten Afrikas ist meist in den H�nden muhamedanischer H�ndler in seinem Gefolge geschehen die entsetz- lichsten Grausamkeiten und Gewaltth�tigkeitcn. Um I Dur ein Beispiel anzuf�hren so musste Livingstone Augenzeuge sein dass 3 muhainedauische Kaufleute und ihr Gefolge in Nyangwe wo von 25000 Personen Unter den �brigen Abfl�ssen des Inner-Afrika- oder verwundeten. Dass Sklaven die auf dem Trans- nischen Hochlandes nennen wir noch den von I port vor M�digkeit umfallen erschlagen werden u. s. w. Livingstone weit hinauf befahrenen Zambesi mit den ist h�ufiges Vorkommniss. pr�chtigen Victoria-F�llen 18 S. 2627 Ost dessen Lauf aber gr�sstentheils s�dlich des eigent- l i c h e n C e n t r a i - A f r i k a f � l l t d a s e i n e M� n d u n g i m Indischen Ocean schon in 19 S. liegt ferner den j am Beginn seiner dritten und letzten Reise vou JiotMwmflusss in 10S. 40 Ost den Livingstone bei seiner letzten Reise eine Strecke hinauf fuhr ein Fluss wie unsere Weser etwa dann im Norden den noch nicht ganz aufgekl�rten m�chtigen Helle Schwein- furths vergl. 4N. 26- 28 0. den grossen Zufluss des Tsadsee den Schari 12 N. 15 O. endlich die A t l a n t i s c h e n F l � s s e d e n Bi n u e 8 N . 1 4 u Os t Nebenfluss des Niger vielleicht aus dem auch noch dunklen Libasee 5 N. 17 Ost kommend den Gabunfluss in 0N. 9 Ost den m�chtigen Ogowe- strom 01 S 9 0. den die Franzosen besonders sich zum Ziel gesetzt haben und weiter im S�den den Quanza 9 S. 13 0. deren L�ufe sammt und sonders noch sehr zweifelhaft sind. Zanzibar aus am Ufer des Bovumaflusse I also Jetzt wo ich auf dem Pui.kte stehe eine neue Reise in das Inuere vou Afrika anzutreten f�hle ich mich hochbegl�ckt. Wenn man ausschliesslich in der Absicht reist die Lage der Eingeborenen zu ver- bessern so wird jede Handlung geadelt. Ob wir die gew�hnlichen H�flichkeiten austauschen oder in einem Dorfe ankommen ein Nachtquartier annehmen Nah- rung f�r die Reisegesellschaft einhandeln oder afrika- nische Fragen nach dem Zweck unserer Reise beant- worten wir verbreiten allm�lig eiue Kenntnis von jenem Volke durch dessen Th�tigkeit ihr Land der- einst aufgekl�rt und vom Sklavenhandel befreit werden wird. Schon das blosse sinnliche V e r g n � g e n in einem wilden unerforschten Lande zu r e i s e n ist ausser- ordentlich gross. Befindet man sich in liegenden Dass das Beisen in einem solchen Lande halb Lust halb Leid halb Vergn�gen halb Arbeit ist wird all- gemein bekannt sein. Konnte E. Mohr von S�den her noch bis an die Victoria-F�lle des Zambesi mit von einigen Tausend Fuss Meeresh�he verleiht seinen mit 14 Ochsen bespannten Ochsenwagen vor- dringen pflegen neuere Reisende den Nil aufw�rts bis weit �ber Chartum herauf per Dampfer vorzu- dringen so geht der Marsch von der Ost- wie von der Westk�ste zu Fuss ins Innere h�chstens dass der Europ�ische Reisende sich den Luxus eines Pferdes sp�ter eines Esels gestatten kann die Tr�ger mit ihren ca. 50608 schweren zuckerhut- f�rmigen B�ndeln auf dem Kopf welche die Tausch- waaren des Reisenden enthalten marschiren im G�nsemarsch zu Fuss. Eine gr�ssere Ausbreitung ge- statten die Steppen- Wald- und Sumpfwege nicht die von einem Dorf zum andern f�hren. Fr�hmorgens wird aufgebrochen Mittags gerastet Nachmittags Niedrigkeit zu einem Gegenstande der Selbst�ber- nach Umst�nden besonders der Entfernung der D�rfer hebung zu machen. Gleichwohl geschieht dies oft entsprechend weiter gegangen bis Abends in oder vermuthlich in der dunklen Idee als k�nnten wir neben den D�rfern Quartier gemacht Proviant durch Vergr�sserung ihrer M�ngel unsere Vollkom- eingetauscht und gerastet wird. Milch ist Luxus- artikel dazu erforderliche Ziegen m�ssen gew�hnlich im Zuge mitgef�hrt werden. Dass der Zug bei zahl- reicher Mannschaft und den h�ufigen Streitigkeiten menheiten in desto hellerem Licht zeigen. Die Wirkung des Reiseus auf einen Menschen der das Herz auf dem rechten Flecke hat ist die dass die Seele zuversichtlicher gemacht wird sie bekommt Doch am besten h�rt man die Reisenden selber reden. Wir geben zuerst Livingstone dem gr�nd- lichsten Kenner Inner-Afrikas das Wort. Er schreibt r�stige Marschbewegung den M u s k e l n Spannkraft so kreist frisches und gesundes Blut durch das Gehirn die Seele arbeitet vortrefflich das Auge ist so klar und die Anstrengung des Tages macht stets die Ruhe am Abend zu einem willkommenen Gen�sse. Wir haben in der Kegel das spauuende Gef�hl von in der Ferne lauernden Gefahren sei es von Thieren oder von Menschen. Unsere Theilnahme wendet sich unsern geringen abgeh�rteten Be- gleitern zu durch eine Gemeinsamkeit der Interessen und m�glicher Weise von Gefahren welche uns Alle zu Freunden macht. Nur die erb�rmlichste kindische Eitelkeit kann ein menschliches Herz verleiten ihre

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