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15. Jahrgang (1878)

Bibliographic data

fullscreen: 15. Jahrgang (1878)

Structure type:
Periodical
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Title:
Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Subtitle:
Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
Place of publication:
Hamburg

Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=722238312
Structure type:
Periodical volume
Collection:
Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
URN:
urn:nbn:de:gbv:601-215
Title:
15. Jahrgang
Volume,Issue,Number:
1878

Shelfmark:
online
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=72223831215

Periodical issue

Structure type:
Periodical issue
Title:
Januar
Volume,Issue,Number:
1

Contents

Table of contents

  • Hansa : Schiffahrt, Schiffbau, Häfen
  • 15. Jahrgang (1878)
  • Overall index
  • Januar (1)
  • Februar (2)
  • März (3)
  • April (4)
  • Mai (5)
  • Juni (6)
  • Juli (7)
  • August (8)
  • September (9)
  • Oktober (10)
  • November (11)
  • Dezember (12)

Full text

am Ende des Jahres 1877 bildlich vorf�hrt wird uns in diesem Vorhaben vortrefflich unterst�tzen. Bei genauerem Studium des reichen in dertKarte nieder- gelegten Entdeckungs-Materials werden unsere Leser sich schon mit den Namen und Leistunsen der her- vorragendsten Entdecker der letzten Jahrzehute ver- traut machen. Unter Crntral-Afrika v e r s t e h e n wir den Theii des ganzen Continents welcher im Norden des Aequa- tors von der Guinea-Bai an sich etwa l�ngs dem Pa- rallel von 8 N.Breite und von 10 0. bis zu 40u O. L�nge von Greenwich und im S�deu des Aequators l�ngs dem Parallel vou 12 S. Breite sich vom At- lantischen bis zum Indischen Ocean erstreckt und so eineu Fl�cheuraum von 130000 deutscheu Qua- dratmeilen d. h. reichlich Dreiviertel des Europ�ischen Festlaudes einnimmt. Das hohe Mondgebirge parallel der K�ste Ost- Afrikas in 3S.. ferner das 1213 F. hohe Living- stone Gebirge 9 S. 36 0.. im Nordosten des Nyassa See 35 0. und das beiderseits anschliessende innere Hochplateau f�llt �brigens in45gut erkennbarenTer- rassenzurSeeab einVorlandvon100200Sm.Breite bis zum Meere bildend von unserer Nordseek�ste bis zum Harz sind 130 Sm. dessen erste Stufe das niedrige sumpfige K�stenland ist. w�hrend die zweite Terrasse mit riesigem Waldwuchs bedeckt ist und die folgenden ausser lichterem Wald nur Steppen Geb�sch und riesige un�bersehbare Grasfl�chen mit Gr�sern von 10 15 F. H�he u. J Z. Durchniesseran Suinpf- s t e i l e n enthalten. Das Uferland desAtlantischcn Oceans hat dagegen h�chstens die halbe Breite und treten die Gebirge dort sogar h�ufig bis dicht an die K�ste heran. Ein weiterer sehr bezeichnender Unterschied a 10 ts Dieses ganze L�ndergebiet ist als ein deutlich l ist der dass das �stliche K�stengebirge bis zum Strom- gebiete des Zambezi herunter eunWasscrschcidc bildet doppelt so hoch als Baiern liegend anzusehen. Es I von welchem nach Osten nur kleinere K�steiiH�se abgegrenztes Hochplateau von bis 5000 F. Meeresh�he verl�uft nach Norden in eine sich sehr bemerkbar machende Bodensenkung welche bei den Geographen nach Nordosteu hin als die Sumpfniederung des Nil- thals in 7J9N. Breite im Nordwesten als die Einscnkuuy des lsadscc-Gi bides bekannt ist. and nach S�den verl�uft es weniger scharf begrenzt von dem noch bis 8000 Fuss ansteigenden Lokiuga-Gebirge 12US. ganz allm�lig in das Mittelgebirge der Trans- vaal-Republik u. s. w. bis zu dem �den wasserarmen Caplaude. Im Osten uud Wetten aber streichen fast parallel der Meeresk�ste hohe Gebirgsst�ckc hin welche namentlich an der Ostk�ste die ansehnliche H�he vou 1819 000 Fuss erreichen vgl. den Kilima Nscharo in 3 S. u. 37 0. von 18 715 F. und den Kenia in 10 S. u. 37 0. vou 18 000 F. w�hrend das Ge- birge l�ngs der Westk�ste allerdings bedeutend hinter dieseti Spitzen zur�ckbleibt vgl. Albert Krater in 4U N. u. 90. von 4000 F. The Mitre in 1U N. u. 10 0. von 3900 F. die Sierra Complida von eiuer mittleren H�he von 23000 I.. Die drei Reiseu quer durch den Continent Livingstones den Zambesi hinauf bis zur Loauda-K�ste in 9S. Camerons vou Zanzibar nach Benguela iu 12JU S. und Stanleys vou Zanzibar zur Congom�udung iu �S. haben unzweifelhaft dar- gethan dass das ganze Hochland sich von Osten nach Westen abflacht und dass also Inner-Afrika nicht als eine muldenf�rmige Vertiefung von hohen Rand- gebirgen ums�umt anzusehen ist. Vielmehr enth�lt das Innere dieser weiten Fl�che noch ansehnliche Gebirgsketten. Dahin geh�ren das Mfumbiro-� ebirge im Norden des Tanganyika und im Westen des Ukerewe Sees freilich nicht wie das Mondgebirge des Kilima Nscharo bis �ber die Grenze des ewigen Schnees aber doch bis zu 14000 F. H�he aufragend ferner die Blauen Berge im Westen des Mwutan Sees von etwa 7000 F. H�he die Madi und die Guiri Berge im Norden des Mwutan Sees sodann ist das ganze Hochlaud im Osten S�den und S�dwesten des Tanganyika Sees durchweg gebirgig mit H�hen bis zu 56000 F w�hrend das s�dliche Grenzgebirge von Lokinga oder Bobisa mit H�hen bis zu 8000 F. sich westlich in das �wagebirge 8500 F. anschliesst und mit dem Mossambagebirge die Wasserscheide zwischen dem Indischen und Atlantischen Oceane vervollst�ndigt So bildet also Centrai-Afrika ein von vielen Bergketten durchsetztes Hochplateau von einer von Ost nach West und nach Nord abfallenden mitt- leren H�he von reichlich 4500 F. im Osteu und im �stlichen Innern von den h�chsten im S�dosten S�den und S�dwesten von weniger hohen und im Westen und Nordwesten von den niedrigsten Ge- birgen ums�umt und erf�llt w�hrend nach Norden es in S�mpfe und sumpfiges Hochland verflacht aus dem nach Norden der m�chtige Nil der Uelle u. a. m.. nach Westen die Zufl�sse des Congo abwassern w�hrend das westliche K�stengebirge von verschiedenen g� ssen uud kleinen Str�men namentlich vom Congo in mehr denn 30 Wasserf�llen durchbrochen wird. Ebenso bilden die s�dlichen Grenzgebirge Inner-Afrikas eine ziemlich �berall erkennbare Wasserscheide deren n�rdlicher Abfall dem Congo und deren s�dlicher Abfall dein Zambesi tributair ist. Es gen�gt nur ein Blick auf die Weltkarte um erkennen zu lassen dass ein grosser Theil dieses L�ndergebiets unter dem Einfl�sse des vom Indischen Ocean her�berwehenden feuchten SO Passats und der feuchten SW Monsune des Atlantischen Oceans und somit unter der nie zu ersch�pfenden Wirkung tropischer Regen steht deren Ausgiebigkeit zu dem von ihnen ge- n�hrten und sie wiederum anreizenden tropischen Waldreichthum in inuigster Wechselwirkung steht. Kein Wunder dass deshalb dieser Theil Afrikas nicht allein eine Ausnahme macht von der fast sprichw�rt- l i c h g e wo r d e n e n V o r s t e l l u n g d e r a l l g e m e i n e n D� r r e dieses Continents sondern vielmehr eine ler wasser- reichsten Gegendender gesammten Erdoberfl�che bildet. Zun�chst fallen iu die Augen die zahlreichen und grossartigen Seen deren Gr�sse nicht einmal vou den gr�ssteu Landseen in Nordamerika ubertroffen wird. W�hrend der Obere See auf 1505 Q-M. deutsch oder geogr. der Huronen See auf 988 Q.-M. der Michigan See auf 1053Q.-A1. der Erie See auf 515Q.-M. und der Ontario See auf 296 Q.-M. gesch�tzt werden misst nach Stanleys genauer �inreisung der Ukerewe See volle 1526 Quadratmeilen ist also so gross als ganz Baiern 1377 und Hessendarmstadt 140 oder Baieru und Salzburg zusammen genommen w�hrend diegenaue Gr�sse des 160oder280Seemeilen langen und 2060 Seemeilen breiten Mwutan Sees uoch nicht so genau bekannt ist einige Reisende sch�tzen ihn 314 andere 374 Q.-M. gross also etwa so gross als Westfalen 367 Q.-M. Dagegen hat der 360 Sm. lange 1060 Sm. breite bis zu 2000 tiefe Tanganyika See eine Fl�che von 689 Q.-M. geogr. also mehr als Baden 273 und W�rtemberg 354 zusammen oder beinahe so gross als das alte K�nigreich Hannover 698 Q.-M. w�hrend im S�den der Bangweolo See bei 65 Sm. Breite und von West nach Ost 115140 Sm. L�nge eine Oberfl�che von etwa 530 Q.-M. d. h. doppelt so viel alsSachsen endlich der stolze Njassa See bei 300 Sm. L�nge und bis zu 65 Sin. Breite noch den Tanganyika See an Gr�sse �bertreffend volle 763 Q.-M. also gr�sser als die Provinz Schlesien ist. Kurz rechnen wir alle diese und die unz�hligen kleinen Seen unserer Karte welche wir uns aber durchweg weit gr�sser als unsere europ�ischen Laudseen vor- weiter n�rdlich das Hochplateau der Sahara ansteigt. zustellen haben zusammen so erhalten wir eine Ober-

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