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Innere Heilkunst bei sogenannten chirurgischen Krankheiten mit Heilmittellehre für Krebsbehandlung

Bibliographic data

fullscreen: Innere Heilkunst bei sogenannten chirurgischen Krankheiten mit Heilmittellehre für Krebsbehandlung

Structure type:
Monograph
Collection:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Author:
Schlegel, Emil
Title:
Innere Heilkunst bei sogenannten chirurgischen Krankheiten mit Heilmittellehre für Krebsbehandlung
Subtitle:
Ein homöopathisches Hilfsbuch
People involved:
Schlegel, Emil
Place of publication:
Tübingen
Year of publication:
1921
Publisher:
J. J. Heckenhauer
Scope:
VII, 207 S.

Physical location:
Europäische Bibliothek für Homöopathie (EBH), Köthen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=56888292

Preface

Structure type:
Preface
Title:
Aus den Vorworten zur ersten, zweiten und dritten Auflage...

Contents

Table of contents

  • Innere Heilkunst bei sogenannten chirurgischen Krankheiten mit Heilmittellehre für Krebsbehandlung
  • Title page
  • Aus den Vorworten zur ersten, zweiten und dritten Auflage...
  • Vorwort zur vierten Auflage.
  • Innere Heilkunst bei sogenannten chirurgischen Krankheiten mit Heilmittellehre für Krebsbehandlung
  • Inhaltsverzeichnis.

Full text

— VI — 
mit Paracelsus: »Glauben wirs, so werden wirs haben, denn durch den 
Glauben werden wir darnach stellen. Glauben wirs nit, so stellen 
wir nit darnach und also wird nichts daraus.« 
Vorwort zur vierten Auflage. 
Nach der letzten Ausgabe dieser Schrift erschien in der »Aerzt- 
lichen Rundschau« folgende kurze Besprechung von einem Kollegen: 
Ein Schlegelsches Buch ist stets ein Genuss eigener Art für 
uns Ungläubige, es ist wie eine Reise in ein wenig bekanntes Land. 
Schlegel behandelt — wenigstens will es uns, die der homöopa- 
thischen Seligkeit nicht teilhaftig sind, so scheinen — mit geistigen 
Potenzen und etwas Diät und geringen äusseren Mitteln, sehr selten 
mit Operation. Das Interessante nun sind die Beobachtungen, die 
er dabei zu machen Gelegenheit hat, Beobachtungen, wie sie bei 
uns nicht so leicht vorkommen, weil unsere Therapie aktiver und 
ungeduldiger zu sein pflegt; und die Heilungen, die wir, wenn sie 
bei uns vorkommen, unserer Therapie zuschreiben, die wir unter 
gleicher Logik also auch der homöopathischen Behandlung anrechnen 
müssen. Wem ernstlich daran gelegen ist, sich über die Natur- 
geschichte der Krankheiten zu unterrichten, wird die Schlegelschen 
Bücher nicht unterschätzen und sich durch mancherlei zum Wider- 
spruch Herausforderndes nicht stören lassen. Deshalb sei auch 
diese dritte Auflage eines Buches, dessen erste beinahe in der Geburt 
erstickt worden wäre, den Aerzten aller Richtungen und Spezialitäten 
dringend zum Studium empfohlen. von den Velden. 
Diese Kritik gibt eigentlich nur ein wohlwollendes Stimmungs- 
bild und zeigt die Hilflosigkeit der Berufsgenossen, wenn es um 
Homöopathie sich handelt. Umsomehr müssen wir uns anstrengen, 
das priesterliche Werk des Brückenbaues für das beiderseitige Ver- 
stehen und Annähern fleissig zu betreiben. — Der unglückselige 
Krieg ging inzwischen über die Welt und hat grosse Verschiebungen 
auf allen Gebieten gebracht. Die homöopathischen Aerzte waren 
die ersten, welche mit den Kollegen feindlicher Länder die inter- 
nationalen Beziehungen wieder aufnahmen (Sitzung des Internationalen 
homöopathischen Rates im Haag am 26.—27. August 1920) ein Be- 
weis davon, dass eine geistige überlegene Macht in der Lehre Hahne- 
— VII — 
manns wirksam ist, eine Macht, die einigt trotz der auch persönlichen 
Verwüstungen des Kriegs, eine Macht, die dauernd das Ausland 
dem deutschen Geiste verpflichtet wo sie erkannt und verstanden 
wird. Vielleicht trägt sie dazu bei uns die auferlegten Lasten zu 
erleichtern! — Diese Kriegsjahre haben auch in der Chirurgie Fort- 
schritte und neue Orientierungen gebracht; ich glaube, dass im All- 
gemeinen eine Annäherung an den von mir eingenommenen Stand- 
punkt durchaus stattgefunden hat und werde bei Einzelheiten und 
theoretischen Anlässen darauf zurückkommen. 
Dass leider noch eine weitgehende Verwahrlosung der Kon- 
stitutionslehre und der Abhängigkeit lokaler Gestaltungen stattfindet 
und zu ganz unglaublichen, chirurgischen Ausschreitungen Anlass 
gibt, folgt — um vom Grossen und Schicksalschweren ins kleine 
Lächerliche hinüberzublicken — aus einer Anzeige in einem ärzt- 
lichen Blatte, wo ein Berliner Kollege als das einzig wirklich 
zweckentsprechende Mittel zur Beseitigung des Doppelkinns 
einen operativen Eingriff empfiehlt. — Den Anhang über Radium- 
behandlung habe ich in dieser Auflage weggelassen, weil die »Strahlen- 
therapie« zu einer an sich hochbedeutenden Sache geworden ist. 
Der Text wird da und dort Gelegenheit geben einiges darüber zu 
sagen. — Sie ist eine technische Kunst wie die Chirurgie überhaupt; 
diese Künste sollen stehen im Dienste des Lebens und sollen stets 
gewärtig sein einer führenden Hand, die von einem überlegenen 
weitblickenden Geiste ihrerseits geleitet wird. So lasse ich mir 
die Chirurgie gefallen, so auch den Chirurgen selbst, der — wie 
es glücklicherweise Beispiele gibt und stets gegeben haben wird — 
beides in einer tüchtigen ärztlichen Persönlichkeit vereinen kann. 
Fehlt dieser aber, die Wertschätzung der Hahnemannschen Heil- 
methode, so entbehrt diese ärztliche Intelligenz — mag sie auch 
noch so tüchtig auf ihrem engeren Gebiet sein — einen sehr wichtigen 
Gesichtspunkt, der in Behandlung aller hierhergehörigen Krankheits- 
fälle unter Umständen ausschlaggebend und rettend sein kann! 
März 1921. 
Der Verfasser.
	        

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Schlegel, Emil. Innere Heilkunst Bei Sogenannten Chirurgischen Krankheiten Mit Heilmittellehre Für Krebsbehandlung. J. J. Heckenhauer, 1921.
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