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Dr. Willmar Schwabe's homöopathisches Arzneibuch

Bibliographic data

fullscreen: Dr. Willmar Schwabe's homöopathisches Arzneibuch

Structure type:
Monograph
Collection:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Author:
Schwabe, Willmar
Title:
Dr. Willmar Schwabe's homöopathisches Arzneibuch
Subtitle:
Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
People involved:
Schwabe, Willmar
Place of publication:
Leipzig
Year of publication:
1924
Publisher:
Schwabe
Scope:
XI, 410 S.

Physical location:
EBH, Köthen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=53533633

Chapter

Structure type:
Chapter
Title:
Zweite Abteilung. Die wichtigsten homöopathischen Arzneimittel.

Contents

Table of contents

  • Dr. Willmar Schwabe's homöopathisches Arzneibuch
  • Prepage
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Dr. Willmar Schwabe's homöopathisches Arzneibuch
  • Die homöopathische Pharmazie.
  • Erste Abteilung.
  • Zweite Abteilung. Die wichtigsten homöopathischen Arzneimittel.
  • Anhang

Full text

30 
3. Für die Untersuchung der Metall- und Kohleverreibungen unter dem Mikroskop 
auf die vorschriftsmäßige Größe der zerriebenen Stoffteilchen werden mikroskopische 
Präparate dieser Verreibungen auf folgende 
Weise1) 
dargestellt: 
Auf einen Objektträger aus weißem, geschliffenem, blasenfreiem Glas werden 
0,02—0,03 Gramm der betreffenden Verreibung gebracht, 1—2 Tropfen Wasser zu- 
gefügt und durch mäßiges Erwärmen die Auflösung des Milchzuckers bewirkt. Dann 
wird bei gelindei Wärme die Lösung so weit eingetrocknet, daß ein zäher, firnis- 
artiger Rückstand hinterbleibt. Derselbe wird mit einem Deckglase bedeckt, und das 
Präparat unter dem Mikroskop bei zweihundertfacher Vergrößerung betrachtet und 
die Größe der undurchsichtigen Metallteilchen auf bekannte Weise mit Hilfe eines 
Okularmikrometers bestimmt. 
Eine zweite Art und Weise, für die mikrometrische Untersuchung geeignete 
Präparate der Verreibungen zu bereiten, besteht darin, daß 0,02—0,03 Gramm der 
Verreibung mit einem Tropfen Kanadabalsam auf dem Objektträger innig verrieben 
werden, durch gelindes und vorsichtiges Erwärmen die Luftblasen aus dem Präparate 
entfernt werden und dieses dann nach dem Bedecken mit einem Deckgläschen, wie 
vorher beschrieben, unter dem Mikroskop untersucht wird. 
l) C. Wesselhöft, Mikroskopische Untersuchungen verriebener Metalle und anderer un- 
löslicher Substanzen. Leipzig, Dr. W. Schwabe, 1878, S. 13 u. 14. 
Zweite Abteilung. 
Die wichtigsten homöopathischen Arzneimittel. 
Abelmoschus — Bisamkörner 
Stamm pflanze: Hibiscus Abelmoschus L. Fam. nat.: Malvaceae. 
Vorkommen: In Ägypten, Ost- und Westindien, sowie in Südamerika. 
Angewandter Pflanzenteil: Getrocknete Samen. 
Beschreibung des angewandten Pflanzenteiles: Samen in fünfkantiger, fast 
zottiger Kapsel, rundlich-nierenförmig, gestreift, von gräulichbrauner Farbe. 
Bereitung der Arzneiformen: Zur Tinktur nach § 4 mit 9O°/oigem Weingeist. 
Die 2. und 3. Dec.-Pot. werden mit 9O°/oigem, die 4. wird mit 60°/oigem und 
die höheren Verdünnungen werden mit 45 °/oigem Weingeist bereitet. 
Charakteristik der Arzneiformen: Die Tinktur ist von hellgelber Farbe, schwach 
moschusartigem Geruch und etwas scharfem Geschmack. Das spez. Gew. ist 
0,831—0,831, der Trockenrückstand 0,88—0,96 °/o. Nur die 2. Dec.-Pot. ist in 
1 cm dicker Schicht schwach gelblich gefärbt. 
Kapillarbild der Tinktur: Steigh.: 6,3 cm bei 51 o/o rel. F., 16° C. Obert.: 
1 cm farblose bis schwach gelbliche Zone, durchscheinend. Untert: 0,7 cm 
gelbliche Zone durchscheinend, übriger Teil farblos, durchscheinend durch Fettgehalt. 
Arzneigehalt der Tinktur: Vio. 
Abies canadensis — Hemlockstanne, Schierlingstanne 
Stammpflanze: Tsuga canadensis Carr. Fam. nat.: Coniferae. 
Vorkommen: In Nordamerika heimisch. 
Angewandter Pflanzenteil: Frische Rinde und junge Zweigspitzen mit Blättern. 
Beschreibung der Pflanze: Schöner bis 30 m hoher Baum Nordamerikas, in der 
Mitte des 18. Jahrhunderts auch in Europa eingeführt, jetzt vielfach in Park- 
anlagen gezogen. Stamm schlank mit pyramidenförmiger, später ausgebreiteter 
etwas flattriger Krone. Äste horizontal, an den Spitzen etwas überhängend. Junge 
Zweige zahlreich, rostfarbig, meist glatt, nur die jüngsten dünn, weichhaarig. 
Nadeln dichtstehend, kammförmig zweiteilig, kurzgestielt, linealisch, oberseits 
glänzend grün, unterseits mehr weißlichgrün. Zapfen sehr klein, nur wenig länger 
als die Nadeln, nach dem Samenausfall oft mehrere Jahre am Baume hängenbleibend. 
Bereitung der Arzneiform: Zur Essenz nach § 3. 
Charakteristik der Arzneiformen: Die Essenz ist von dunkelbrauner Farbe, schwach 
aromatischem, harzartigem Geruch und bitter zusammenziehendem Geschmack. Die 
1.—3. Dec.-Pot. sind in 1 cm dicker Schicht gelblich gefärbt. 
Arzneigehalt der Essenz: ]/3. 
Literatur: New Rem. 3. Aufl. 1873. pag. 17; Am. Med. Plants II, 1887, pag. 164-2. Oatchell, 
Med. Investigator X. pag. 54.
	        

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Schwabe, Willmar. Dr. Willmar Schwabe’s Homöopathisches Arzneibuch. Schwabe, 1924.
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