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Das Bewusstsein

Bibliografische Daten

fullscreen: Das Bewusstsein

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Autor:
Schlegel, Emil
Titel:
Das Bewusstsein
Untertitel:
Grundzüge naturwissenschaftlicher und philosophischer Deutung
Beteiligte Personen:
Schlegel, Emil
Publikationsort:
Stuttgart
Veröffentlichungsjahr:
1891
Verlag:
Frommann
Größe der Vorlage:
128 S.

Physikalischer Standort:
Europäische Bibliothek für Homöopathie (EBH), Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=532567

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Der mechanische Wert der Bewusstseinserscheinungen.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Das Bewusstsein
  • Titelseite
  • Wer als Naturforscher...
  • Vorwort.
  • Einleitung
  • Physiologie des Bewusstseins.
  • Pathologie des Bewusstseins.
  • Der mechanische Wert der Bewusstseinserscheinungen.
  • Inhalts-Uebersicht.

Volltext

— 88 — 
zweien in Verbindung gesetzten Bewusstseinen handelt, nach- 
dem in einer Art Fortführung des hypnotischen Prozesses 
das Bewusstsein des Versuchsindividuums neu und ausser- 
ordentlich geschärft erwacht ist, jedoch nur teilweise seiner 
Erhaltung und Selbstbestimmung zugekehrt, grösstenteils in 
höchst labiler Weise mit Beziehungen erfüllt, welche den 
nächsten Naturzwecken der belebten Masse fernstehen, nach- 
dem also gewissermaassen die richtende Kraft derselben auf- 
gehoben wurde. 
Alle Kundgebungen des hellsehenden Bewusstseins haben 
den theoretischen Charakter des Traumes; direkte Impulse 
hängen damit nicht zusammen, sondern es bleibt dem Urteile 
normal bewusster Menschen überlassen, ob sie die etwa 
praktisch verwertbaren Mitteilungen über die hochsensitiven 
Wahrnehmungen des Hellsehenden verwirklichen wollen. — 
Tritt in der Verbindung zweier Bewusstseine während des 
Hellsehens gewissermaassen ein höchst labiler Ueberschuss 
von Selbsterscheinungsfähigkeit oder geistiger Energie an 
den Tag, so mögen in den seltenen Fällen des Auto- 
somnambulismus solche Ueberschüsse auch aus inneren 
Ursachen und unabhängig von einem zweiten Bewusstsein 
zu stände kommen. 
Der mechanische Wert der Bewusstseins- 
erscheinungen. 
Wir haben gesehen, dass die geistigen Erscheinungen 
sich im innigsten Zusammenhang mit den Organisationen 
der Lebewesen entwickeln; die Annahme, dass sie mit den 
Naturkräften überhaupt in gesetzmässiger Beziehung stehen 
werden, dass also bei ihrem Zustandekommen gewisse all- 
gemeine Naturgesetze in Wirkung treten werden, dürfte eine 
naheliegende sein. In unserer eigenen Erfahrung gewahren 
wir die Bewusstseinserscheinungen innig zusammenhängend 
mit körperlichen Thätigkeiten, wir finden sie als Ursache 
unserer Bewegungen und vieler sich weithin erstreckender 
Leistungen; hinwiederum finden wir sie als ein Ergebnis 
körperlicher Einwirkungen auf uns, so z. B. des Schalles, 
oder auch unserer eigenen Arbeiten, in verschiedenen Formen 
auftretend. Nirgends nehmen wir da eine Kluft zwischen 
den geistigen und den nichtgeistigen Wirkungen wahr; im 
Kräftespiel organischer Wesen scheinen sie sich zahllosfach 
die Hand zu reichen; ja diese Wesen scheinen ganz durch- 
geistet, wie sie ganz körperlich sind. Diesen thatsächlichen 
Verhältnissen müssen doch wohl auch die grundlegenden 
Einrichtungen und Gesetze entsprechen. Die Annahme wird 
sich deshalb als wohl zulässig bewähren, dass die geistigen 
und die nichtgeistigen Naturerscheinungen in den Organi- 
sationen einen gemeinsamen Verkehrsboden besitzen, wo sie 
sieh gegenseitig vorbereiten und ineinander übergehen. Das 
einfachste Verhältnis dieser Art bietet die Ganglienzelle der 
Hydra viridis, welche mit ihrem Fortsatz das ganze System
	        

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Schlegel, Emil. Das Bewusstsein. Frommann, 1891.
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