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Das Bewusstsein

Bibliographic data

fullscreen: Das Bewusstsein

Structure type:
Monograph
Collection:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Author:
Schlegel, Emil
Title:
Das Bewusstsein
Subtitle:
Grundzüge naturwissenschaftlicher und philosophischer Deutung
People involved:
Schlegel, Emil
Place of publication:
Stuttgart
Year of publication:
1891
Publisher:
Frommann
Scope:
128 S.

Physical location:
Europäische Bibliothek für Homöopathie (EBH), Köthen
Persistent Url:
http://www.digishelf.de/piresolver?id=532567

Preface

Structure type:
Preface
Title:
Vorwort.

Contents

Table of contents

  • Das Bewusstsein
  • Title page
  • Wer als Naturforscher...
  • Vorwort.
  • Introduction
  • Physiologie des Bewusstseins.
  • Pathologie des Bewusstseins.
  • Der mechanische Wert der Bewusstseinserscheinungen.
  • Inhalts-Uebersicht.

Full text

_ 8 — 
zur Stellungnahme gegen andersartige Auffassungen der- 
selben Probleme. — Die geistvollen Vorträge Meynerts, 
besonders derjenige über „G-ehirn und Gesittung" (1888) 
legten mir die erneute Inangriffnahme der Arbeit wieder 
nahe, denn ich fand die Probleme durch diesen Psychologen 
und Pathologen so ursprünglich gefasst und dadurch in so 
erfreulicher Anbahnung eines naturwissenschaftlichen Ver- 
ständnisses begriffen, dass ich mich ermutigt fühlte, mit meinen 
Ideen endlich hervor zutreten. 
Da Meynert wesentlich vom anatomischen Standpunkte 
ausgeht, ich aber — diesen fast geflissentlich ignorierend — 
durch vergleichende psychologische Ermittelung und durch 
Nachdenken zu denselben oder ähnlichen Ergebnissen mich 
hingeführt sehe, so scheint mir diese Uebereinstimmung eine 
erfreuliche Bürgschaft für gemeinsame Annäherung an die 
Wahrheit. Dasselbe Bewusstsein •— in Bezug auf die Er- 
gebnisse einer höchst erfolgreichen experimentellen Forschungs- 
methode — verbindet mich mit Helmholtz, dessen grossen- 
teils übereinstimmende Anschauungen auf dem Gebiete der 
Sinnesphysiologie ich zu meinem Bedauern erst nach Ab- 
fassung dieser Schrift genauer kennen lernte. Ich kann diese 
Vorbemerkungen mit seinen Worten schliessen: „Wir werden 
zu einem Gebiet von psychischen Thätigkeiten geführt, von 
denen bisher in wissenschaftlichen Untersuchungen wenig die 
Eede gewesen ist." 
Tübingen, 6. März 1891. 
Der Verfasser. 
Einleitung. 
Das Bewusstsein ist das Auge der Naturwissen- 
schaft, die Seele der Philosophie. In keiner Er- 
scheinung des Weltprozesses können wir den Be- 
wusstseinsanteil ausscheiden; immer bleibt unser 
eigenes Bewusstsein im Spiel, die Vorgänge der un- 
belebten Natur müssen im notwendigen Zusammen- 
hang mit dem Leben, nämlich mit dem des Erkennen- 
den geschaut werden und die tieferen und tieferen 
Gründe des Geschehens überhaupt suchen wir 
denkend zu ermitteln, indem wir den Silberquell 
des Bewusstseins, wie er aus dem dunkeln Borne 
unseres Wesens hervortritt, nicht nur belauschen, 
sondern auch wirksam befördern, ablenken oder 
hemmen können. — 
Die zahllosen Erscheinungen, welche wir als Gehalt 
unseres Bewusstseins umschreiben, bringen wir unter den 
vielsagenden Ausdruck: Natur. Für die naive Betrachtung 
sind zwei Sphären gegeben, von welchen die eine das un- 
mittelbare Gebiet des Bewusstseins ist, das Ich im weiteren 
Sinne; die andre Sphäre findet jene Betrachtung ausserhalb 
des Ich und bezeichnet sie als Welt. Es machen sich in 
der Entwickelung des menschlichen Denkens verschiedene 
Tendenzen bemerklich, das Ich und die Welt in ihrem gegen- 
seitigen Verhältnisse zu begreifen. Auf der einen Seite sehen 
wir schon im grauen Altertum die Versuche, die Welt in 
Atome aufzulösen, aus dem Atomismus eine Erkenntnistheorie
	        

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Schlegel, Emil. Das Bewusstsein. Frommann, 1891.
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