Digishelf Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Das Bewusstsein

Bibliografische Daten

fullscreen: Das Bewusstsein

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Autor:
Schlegel, Emil
Titel:
Das Bewusstsein
Untertitel:
Grundzüge naturwissenschaftlicher und philosophischer Deutung
Beteiligte Personen:
Schlegel, Emil
Publikationsort:
Stuttgart
Veröffentlichungsjahr:
1891
Verlag:
Frommann
Größe der Vorlage:
128 S.

Physikalischer Standort:
Europäische Bibliothek für Homöopathie (EBH), Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=532567

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Physiologie des Bewusstseins.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Das Bewusstsein
  • Titelseite
  • Wer als Naturforscher...
  • Vorwort.
  • Einleitung
  • Physiologie des Bewusstseins.
  • Pathologie des Bewusstseins.
  • Der mechanische Wert der Bewusstseinserscheinungen.
  • Inhalts-Uebersicht.

Volltext

— 12 — 
Dem Kant'schen Kriticismus folgen bis auf diesen Tag 
zahlreiche Schüler, teils in psychologischer Forschung mit 
Enthaltung weiterer Spekulation, teils in dogmatischer Aus- 
gestaltung der anschliessenden Ideen; aber alle haben an- 
erkannt, dass die Kant'schen Ausführungen Prolegomena 
zu einer jeden künftigen Metaphysik thatsächlich geworden 
sind. — Herbart, Fechner, Lotze, Wundt, Schopenhauer, 
E. von Hartmann sollen hier nur genannt werden. Als 
Ausgangspunkt des Jüngsten dieser Reihe für die „Philo- 
sophie des Unbewussten" kann mit vollem Recht die er- 
kenntnistheoretische Wurzel der Geulincx'schen Hypothese 
angenommen werden. — 
Der Weg unsrer Untersuchung führt uns auch von dieser 
Erkenntnisrichtung zunächst wieder ab, noch näher der 
schlichten Beobachtung des Lebens. Die Vorurteilsfreiheit 
der neuzeitlichen Forschungsweise soll uns ganz zu gute 
kommen und wir fassen auch das Geistesleben als eine Natur- 
erscheinung, ohne damit substanziell oder dogmatisch irgend 
etwas zu präjudicieren. Treten uns doch die Schwierigkeiten 
aller tiefgefassten Erklärungsversuche auch schon im Reiche 
der unbelebten Wesen entgegen, sodass nach Gehalt und 
Dignität das nicht geistige Naturreich im Grunde dieselben 
Anknüpfungspunkte darbietet wie das Geistesleben, weil aus 
keiner Naturerscheinung — heisse sie wie immer — der An- 
teil eines Bewusstseins eliminiert werden kann. Durch die 
nichtgeistige Welt werden die Probleme nur bereichert und 
verwickelt; aber die nichtgeistige Welt ist selbst nur eine 
Abstraktion, von der Wirklichkeit losgeschält durch das 
Denken, welches seinerseits die Antwort auf eine Heraus- 
forderung durch die Naturerscheinungen in sich schliesst. 
Physiologie des Bewusstseins. 
I. Geistige Thätigkeit nach Naturbeobachtungen. 
Die einfachsten Wesen tierischer Art sollen uns die 
für uns zweifellos wahrnehmbaren Anfänge geistiger Thätig- 
keit zeigen. Als unterste Stufe im Tierreiche und zugleich 
als Grenznachbarn der niedersten Gewächse zeigen sich die 
einzelligen, mit einem Kern begabten Protoplasmaklümpchen 
der Amöben. Im Unterschiede zu pflanzlichen Gebilden u in- 
fHessen sie allseitig mit Protoplasma ihre Nahrung, welche 
aus noch kleineren organischen Wesen und Partikeln besteht. 
Sie bilden also, wo es ihnen beliebt, einen Magenraum in 
ihrer Leibessubstanz, sie ändern fortwährend ihre Gestalt, 
ziehen sich nach der Nahrung hin, bewegen sich in anregen- 
den Wärmegraden lebhafter und erstarren in der Kälte, um 
sofort wieder Protoplasmafortsätze auszusenden, wenn sie 
hinreichend erwärmt worden sind. — 
Ehrenberg spricht in seinem Werke „Die Infusionstier- 
chen als vollkommene Organismen" wiederholt von der Geistes- 
fähigkeit dieser mikroskopischen Geschöpfe, insbesondere von 
den Glockentierchen. Die Art ihrer Vergesellschaftung, ihrer 
gemeinschaftlichen Erregbarkeit durch örtlich einwirkenden 
Reiz zeigt eine Empfindungsausstattung, über die wir staunen 
müssen. Auch Engelmann schreibt ihnen „feine und schnelle 
Perception, rasche und sichere Willensentscheidung und freie 
abstuf bare Bewegungserscheinungen" zu. 
Der letztere Beobachter berichtet in Pflügers Archiv 1882 
über die Fortpflanzung der Vorticellen: „Anfangs schwärmten
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zum Werk und aktuellem Bild.

Monografie

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Volltext PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) DFG-Viewer OPAC
TOC

Kapitel

PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße) RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Monografie

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

Um dieses Bild zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Schlegel, Emil. Das Bewusstsein. Frommann, 1891.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet die vierte Ziffer in der Zahlenreihe 987654321?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.