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Die Homöopathie

Bibliografische Daten

fullscreen: Die Homöopathie

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Autor:
Jaeger, Gustav
Titel:
Die Homöopathie
Untertitel:
Urtheil eines Physiologen und Naturforschers
Beteiligte Personen:
Jaeger, Gustav
Publikationsort:
Stuttgart
Veröffentlichungsjahr:
1888
Verlag:
Selbstverl.
Größe der Vorlage:
48 S.

Physikalischer Standort:
EBH, Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=424452

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Ueber Homöopathie.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Homöopathie
  • Titelseite
  • Vorwort.
  • Ueber Homöopathie.

Volltext

·> 
Friedrich Ferdinand zu Anhalt bot ihm hierauf in Göthen ein Asyl mit 
völliger ärztlicher Freiheit an; Hahnemann bezog dieses Asyl 1821 
als Hofrath und Leibarzt des Herzogs und verblieb dort als von weit­ 
hin gesuchter Arzt bis 1835, also bis zu seinem achtzigsten Lebens­ 
jahre. L>a heiratete er (seit 15 Jahre Witwer) eine 34jährige Französin, 
die zu ihrer Behandlung durch Hahnemann nach Cöthen gereist war. 
Dem Einfluss dieser jungen Frau gelang es, Hahnemann seinem 
Vaterlande, welches bis dahin schon Berge von Schimpf, Spott und 
Hohn auf ihn gehäuft hatte, nach Paris zu entfuhren. Dort wurde er 
von seinen bereits zahlreichen Anhängern mit Begeisterung und hohen 
Ehrenbezeugungen empfangen und genoss bis zu seinem im 89. Lebens­ 
jahre erfolgenden Tod nach aussen hohe Achtung und Anerkennung, die 
Achtung und Anerkennung, welche in Frankreich stets jedem schaffenden 
Genie entgegengebracht wird, und Allem nach auch ein sehr glückliches 
Familienleben. Das neueste Werk, welches die Thätigkeit Hahnemanu’s 
und die Geschichte der Homöopathie ausführlich behandelt, ist Dr. W. 
Ameke, „Die Entstehung und Bekämpfung der Homöopathie“, Berlin 1884. 
Bezüglich der Geschichte der Homöopathie selbst haben 
wir zweierlei zu unterscheiden, einmal den Lauf, den sie an und für 
sich gemacht, und dann den Einfluss, den sie auf die Entwicklung der 
Medicin im Ganzen genommen. Bezüglich des ersten Punktes möge 
Folgendes genügen: Einmal handelt es sich bei ihr nicht um ein aus 
theoretischen Erwägungen entstandenes System, sondern um eine aus 
der praktischen Erfahrung und dem Experiment entwickelte Methode. 
Der erste Schritt hiebei war, dass Hahnemann, entgegen der üblichen 
Methode, welche mehrere Arzneimittel in einem Itecept zusammen­ 
mischte, anfing, immer nur Ein Arzneimittel zu geben und dessen Wir­ 
kung rein für sich zu beobachten, da er einsah, dass es bei Behandlung 
mit Arzneigemischen unmöglich sei, die Wirkungen des einzelnen Stoffes 
zu erkennen. Bei der praktischen Durchführung dieses Grundsatzes sah 
er bald ein, dass man bei Kranken in der Privatpraxis nicht gut 
experimentiren konnte. Dies führte ihn zu einem weiteren Schritt: er 
stellte die Forderung auf, man müsse, um eine Basis für eine rationelle 
Medicin zu schaffen, zuerst die physiologische Wirkung jedes einzelnen 
Arzneistoffes an gesunden Personen feststellen. Er führte diese Arznei­ 
prüfungen anfangs an sich selbst, später auch an Anderen aus. Das erste 
Gesetz, das er hiebei fand, war das der Aehnlichkeit, und der erste 
Arzneistoff, bei dem er hierauf aufmerksam wurde, scheint die China­ 
rinde gewesen zu sein; denn als er diesen Stoff im Jahre 1790 au sieh 
prüfte (er nahm etliche Tage täglich zweimal 15 g), bekam er eine mit
	        

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Jaeger, Gustav. Die Homöopathie. Selbstverl., 1888.
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