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Die Homöopathie

Bibliografische Daten

fullscreen: Die Homöopathie

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Autor:
Jaeger, Gustav
Titel:
Die Homöopathie
Untertitel:
Urtheil eines Physiologen und Naturforschers
Beteiligte Personen:
Jaeger, Gustav
Publikationsort:
Stuttgart
Veröffentlichungsjahr:
1888
Verlag:
Selbstverl.
Größe der Vorlage:
48 S.

Physikalischer Standort:
EBH, Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=424452

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Ueber Homöopathie.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Homöopathie
  • Titelseite
  • Vorwort.
  • Ueber Homöopathie.

Volltext

Ueber Homöopathie. 
Von Professor I)r. Gustav Jäger in Stuttgart. 
[Originalartikel.] 
Homöopathie ist der Name einer Heilmethode, die zu Ende 
des vorigen Jahrhunderts von Dr. Samuel Hahnemann proclamirt 
wurde, und die einerseits in der Mediein ein Schisma, erzeugte, das 
noch heute klafft, andererseits zu einem fast völligen Bruch der ge­ 
summten Mediein mit ihrer Vergangenheit, somit zu einer der grössten 
Umwandlungen, welche die Mediein je erlitt, geführt hat. Aus diesem 
Grunde muss es auch den sog. „Allopathen“ von Werth sein, die Ho­ 
möopathie sowohl nach der historischen Seite als auch in Bezug auf 
ihre Methode und naturwissenschaftliche Begründung- kennen zu lernen 
und endlich ein Urtheil darüber zu hören von einer Seite, welche in­ 
sofern unparteiisch genannt werden kann, als sie nicht bloss frei ist von 
der Befangenheit, welche die Standes- und Berufsinteressen erzeugen, 
sondern auch die sachliche Seite der Frage rein vom Standpunkt der 
Naturforschung aus geprüft hat. 
Geschichtliches, Die Geschichte der Homöopathie beginnt mit 
der ihres Schöpfers, des 17^5 in Meissen, Königreich Sachsen, ge­ 
borenen Samuel Hahnemann. Vor der Proelamirung der Homöopathie und 
ehe der Kampf der beiden Lager begann, war Hahnemann nicht bloss 
einer der berühmtesten und gesuchtesten Aerzte, sondern in der ganzen 
wissenschaftlichen Welt bekannt als der Verfasser zahlreicher, von den 
Zeitgenossen aufs günstigste beurtheilter wissenschaftlicher Arbeiten auf 
den Gebieten der Chemie, Arzneiwissenschaft und Mediein, theils von 
selbständigen Arbeiten, theils von Uebersetzungen, die er mit reichen 
eigenen Beilagen versah. Er hatte in Leipzig als Arzt promovirt, prak- 
ticirte bis zum Jahre 1811 in verschiedenen Städten Deutschlands, bis 
er sich in Leipzig an der Universität habilitirte. Dort begann er die 
Vorlesungen über seine Heilkunde, nachdem er in seinem vorhergehen­ 
den Aufenthaltsort Torgau das grundlegende Werk „Organon der ratio­ 
nellen Heilkunst“ geschrieben hatte. In Leipzig war er ein geschätzter 
akademischer Lehrer und in Bälde der gesuchteste Arzt. Aber Jiier 
begann' nun auch der Kampf, und zwar ging er von der Apothekerschaft 
aus in Folge des Selbstdispensirens. Die Gerichte schlugen sich auf die 
Seite der Apotheker, verboten ihm das Selbstdispensiren, und damit 
wurde seine Thätigkeit in Leipzig unmöglich gemacht. Der Herzog 1
	        

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Jaeger, Gustav. Die Homöopathie. Selbstverl., 1888.
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