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Die Homöopathie

Bibliografische Daten

fullscreen: Die Homöopathie

Strukturtyp:
Monografie
Sammlung:
Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V.
Autor:
Jaeger, Gustav
Titel:
Die Homöopathie
Untertitel:
Urtheil eines Physiologen und Naturforschers
Beteiligte Personen:
Jaeger, Gustav
Publikationsort:
Stuttgart
Veröffentlichungsjahr:
1888
Verlag:
Selbstverl.
Größe der Vorlage:
48 S.

Physikalischer Standort:
EBH, Köthen
Persistente Url:
https://www.digishelf.de/piresolver?id=424452

Vorwort

Strukturtyp:
Vorwort
Titel:
Vorwort.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Homöopathie
  • Titelseite
  • Vorwort.
  • Ueber Homöopathie.

Volltext

Vorwort. 
Den Sonderabdruck des nachstehenden Artikels möchte ich 
mit folgenden Einleitungsworten der Oeffentlichkeit übergeben. 
Wohin wir blicken in Natur- und Menschenleben, ist nicht das 
Sichtbare das herrschende und bewegende, sondern die unsicht­ 
baren Faktoren sind es, die die Welt regieren. In erster Linie 
die geistigen Faktoren, in zweiter Linie jene zwar materiellen, 
aber wegen ihrer hohen Verdünnung und Feinheit nur dem feinsten 
aller Sinne, dem Geruchsinne wahrnehmbaren, ihre Triebkraft 
aus ihrer Flüchtigkeit schöpfenden Faktoren. 
So wie die Sache liegt, befasst sich die Schulweisheit der 
heutigen Tage nur mit den sichtbaren Dingen, sie ist durch und 
durch „Siebtbarkeitswissenschaft“. Wer dagegen mit der 
lebendigen Natur verkehrt, erfährt sehr bald die Macht de£ 
Unsichtbaren. Was sind die mächtigen Motoren in Thier- und 
Pflanzenwelt, der Hunger und die Liebe? Was leitet das Thier 
jeglicher Art durch das Dickicht von Wald und Feld so gut wie 
in freier Luft, bei Nacht so gut wie bei Tag mit Sicherheit zu seiner 
Nahrung? Was reizt auf weite Entfernungen seinen Appetit? — ein 
unsichtbares Etwas! Was bildet das Band der beiden Geschlechter 
bei den Thieren, mögen sie sein, wo sie wollen, bei Nacht so gut 
wie bei Tag, im Dickicht wie im Freien? Was leitet die Jungen 
zur Mutter, die Mutter zu Nest und Jungen? Wieder ein unsicht­ 
bares Etwas. 
Als ich auf den Katheder gestellt wurde, um die Wissenschaft 
vom Leben, genannt Physiologie, zu lehren, erkannte ich die un­ 
geheure Lücke der Scbulphysiologie, die darin besteht, dass sie 
vom Wichtigsten des Lebens, von dem Unsichtbaren, was treibt 
und bewegt, gar nichts, rein gar nichts enthält und als ich mich 
bemühte, diese Lücke auszufüllen und zwar zunächst in Bezug auf 
das, was zwar unsichtbar aber riechbar ist, da fand ich mitten 
im Gebiet dieser Riechbarkeitswissenschaft, inmitten dieser 
Terra incognita für die blosen Sichtbarkeitswisser gleich einer 
verschollenen Oase die Homöopathie!
	        

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Zitierempfehlung

Jaeger, Gustav. Die Homöopathie. Selbstverl., 1888.
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